Monate: März 2020

Gratis-eBook bei ceBooks.de

Lie­be Leser die­ses Blogs, neben die­sem Blog betrei­ben wir seit meh­re­ren Jah­ren den eBook-Shop ceBooks.de. Zuletzt gab es eini­ge tech­ni­sche Schwie­rig­kei­ten und so nah­men wir dies zum Anlass um den Shop neu auf­zu­stel­len. Wir haben in ein neu­es Shop­sys­tem inves­tiert und ceBooks.de damit von Grund auf erneu­ert und zukunfts­fä­hig gemacht. Um auf die alten Bestel­lun­gen zugrei­fen zu kön­nen, ist es jetzt erfor­der­lich, sich ein­ma­lig im Shop mit der bis­he­ri­gen E‑Mail-Adres­­se neu zu regis­trie­ren. Die Regis­trie­rung erfolgt unter https://cebooks.de/account/register und muss nach Erhalt einer Akti­­vie­­rungs-Mail bestä­tigt wer­den. Auf­grund der beson­de­ren Situa­ti­on bie­ten wir befris­tet für die Zeit bis zum 31.03.2020 die eBook-Bio­­­gra­­fie Mary Sles­sor — Die wei­ße Köni­gin von Oko­yong kos­ten­los zum Down­load an. Nutzt die Zeit zuhau­se um die Bibel und gute christ­li­che Lite­ra­tur zu lesen. Beson­ders schnell und bequem geht das mit einem eBook aus unse­rem Sor­ti­ment. Neben vie­len eBooks bie­ten wir auch Hör­spie­le, Hör­bü­cher und span­nen­de Mul­­ti­­me­­dia-Geschich­­ten von Ase­ba für Kin­der an. Alles bequem und in weni­gen Minu­ten von zuhau­se erhält­lich. Bes­te Grü­ße Alex­an­der Rem­pel, Chris­ti­an Neu­feld, Edu­ard Klassen

„Zur Pestzeit kannst du vor Furcht nichts beginnen…“

Die Pest gras­sier­te noch regel­mä­ßig zur Zeit Luthers. Im April 1517 lockt der neue Ablaß von Papst Leo X. die von der Pest heim­ge­such­ten Bür­ger von Wit­ten­berg über die Gren­ze, was eine Ver­brei­tung befeu­ert [1]. 1527 und 1528 ging in Wit­ten­berg erneut die Pest umher. Dies­mal war die Stadt durch aus­län­di­sche Stu­den­ten deut­lich gewach­sen. Dies­mal kos­te­te die Pest auch Luthers Toch­ter Eli­sa­beth das Leben [2]. In Wit­ten­berg kommt das öffent­li­che Leben zum Erlie­gen. Die Uni­ver­si­tät z.B. wird kur­zer­hand ver­legt. Luthers Erfah­run­gen mit die­ser Zeit präg­ten selbt sei­ne Aus­füh­run­gen im gro­ßen Kate­chis­mus, der 1529 erscheint. Zum zwei­ten Gebot führt er aus: „Dar­um haben wir auch zu Lohn, was wir suchen und ver­die­nen: Pesti­lenz, Krieg, Teu­rung, Feu­er, Was­ser, unge­ra­ten Weib, Kin­der, Gesin­de und aller­lei Unrat. Wo soll­te sonst des Jam­mers so viel her­kom­men? Es ist noch gro­ße Gna­de, daß uns die Erde trägt und näh­ret.“ 1527, als die Pest am anschwel­len ist, besteht für vie­le Pfar­rer und sons­ti­ge Bür­ger aus der sozia­len Ober­schicht die Mög­lich­keit in eher siche­re Qua­ran­­tä­­ne-Zustän­­de zu flie­hen. Da Luther hier mehr­fach um Rat gefragt …

„Denn ohne Leiden, Kreuz und Todesnöte kann man die Vorherbestimmung nicht ohne Schaden und heimlichen Zorn wider Gott behandeln.“

Mar­tin Luther ist ein Theo­lo­ge des Kreu­zes. Auch Fra­gen nach der Prä­de­sti­na­ti­on ver­band er mit dem Kreuz Chris­ti. In sei­ner Vor­re­de zum Brief des Pau­lus an die Römer (1522) schreibt er: „Im neun­ten, zehn­ten und elf­ten Kapi­tel leh­ret er von der ewi­gen Vor­her­be­stim­mung Got­tes, woher es ursprüng­lich fließt, wer glau­ben oder nicht glau­ben soll, wer von Sün­den los oder nicht los­wer­den kann, womit es ja ganz aus unsern Hän­den genom­men und allein in Got­tes Hand gege­ben sei, daß wir fromm wer­den. Und das ist auch aufs aller­höchs­te not. Denn wir sind so schwach und unge­wiß, daß, wenns bei uns stün­de, frei­lich nicht ein Mensch selig wür­de, der Teu­fel wür­de sie gewiß­lich alle über­wäl­ti­gen. Aber nun Gott gewiß ist, daß ihm das, was er vor­her­be­stimmt, nicht fehl­ge­het, noch jemand ihm weh­ren kann, haben wir noch Hoff­nung wider die Sün­de. Aber hier ist den fre­vel­haf­ten und hoch­fah­ren­den Geis­tern eine Gren­ze zu ste­cken, die ihren Ver­stand zuerst hier­her füh­ren und damit anfan­gen, zuvor den Abgrund gött­li­cher Vor­her­be­stim­mung zu erfor­schen und sich damit ver­geb­lich beküm­mern, ob sie vor­her­be­stimmt sind. …