Jahr: 2018

Nachruf für Helmuth Egelkraut

Am 2. Novem­ber 2018 ist Prof. Dr. Hel­muth Egel­kraut (02.05.1938 — 02.11.2018) plötz­lich ver­stor­ben. Die Nach­richt ereil­te mich uner­war­tet. Denn er war noch weni­ge Tage und Wochen vor­her aktiv und unter­wegs, um in Semi­na­ren und Gemein­den Vor­trä­ge zu hal­ten. Ich bin Gott sehr dank­bar, ihn in drei Semi­na­ren als Leh­rer gehabt zu haben. Es waren inten­si­ve Zei­ten und sehr lehr­rei­che Stun­den gewe­sen. Immer wie­der beton­te er sein Dik­tum: Kein Bibel­ver­ständ­nis ohne Bibel­kennt­nis! So bestand ein gro­ßer Teil der Haus­auf­ga­ben aus Bibel­lek­tü­re. Und wenn er am Pult stand, dann war sei­ne klei­ne zer­le­se­ne und stark mar­kier­te Luther­bi­bel im Zen­trum. Bei ihm kamen Bibel­kennt­nis und Bibel­ver­ständ­nis zusam­men. Bei jeder Fra­ge, die ihm gestellt wur­de, stand die Ant­wort ganz im Zei­chen der Schrift, auch wenn er immer wie­der zusätz­lich auf sei­nen rei­chen Erfah­rungs­fun­des zurück­grei­fen konn­te. Wenn er von sei­ner Bekeh­rung erzähl­te und der ers­ten Zeit im Bibel­kreis, dann strahl­ten sei­ne Augen. Wenn er dann aus sei­nem nächs­ten Lebens­ab­schnitt als Mis­sio­nar in Papua-Neu­­gui­­nea berich­te­te, dann sah er die­se Zeit im Nach­hin­ein als Vor­be­rei­tung auf die spä­te­re Aus­bil­dung von Mis­sio­na­ren. Und ich fragte …

Logos 8 heute veröffentlicht

Heu­te wur­de das neue Logos 8 ver­öf­fent­licht. Noch nie war die Bibel­soft­ware von Logos so attrak­tiv für deutsch­spra­chi­ge Chris­ten wie mit Logos 8. Davon bin ich über­zeugt. Logos 8 hat eine neue Benut­zer­ober­flä­che, neue Tools und Hilfs­mit­tel und — das ist viel­leicht die bes­te Nach­richt — es gibt neue Pake­te, die für evan­ge­li­ka­le Chris­ten wirk­lich attrak­tiv und hilf­reich sind. Das kleins­te Paket ist für 110 Euro erhält­lich. Emp­feh­len wür­de ich aber Logos 8 Bron­ze für 310 Euro, denn das beinhal­tet neben zahl­rei­chen Funk­tio­nen auch unver­zicht­ba­re deut­sche Wer­ke. Hier ein Aus­zug: His­to­risch Theo­lo­gi­sche Aus­le­gung (HTA) (13 Bän­de) Edi­ti­on C Altes Tes­ta­ment (6 Bde.) Elber­fel­der Bibel 2006 Schlach­ter­bi­bel 2000 Bibli­scher Kom­men­tar über das Alte Tes­ta­ment (Keil-Delitzsch) (15 Bde.) Neu­er sprach­li­cher Schlüs­sel zum grie­chi­schen Neu­en Tes­ta­ment Neu hin­zu­ge­kom­men ist das Pla­­tin-Paket mit über 1200 Res­sour­cen. Der Inhalt und die Funk­tio­na­li­tät lässt das Herz des Exege­ten höher schla­gen. Die Inves­ti­ti­on will gut bedacht sein, wird sich aber über die Jah­re auf jeden Fall loh­nen. Eine Raten­zah­lung ist mög­lich. Die dar­in ent­hal­te­nen Wer­ke wür­den ein­zeln mehr als Zehn­tau­send Euro kos­ten. Digi­tal ist das Paket jetzt zum Ein­füh­rungs­preis von 1400 Euro erhält­lich. Ich durf­te in …

Besprechung: Paßt euch nicht der Welt an!

Das neue Buch von Autor Rudolf Eberts­häu­ser Passt euch nicht der Welt an ist mir zu gro­ßem Gewinn gewor­den. Vor lau­ter Dies­sei­ti­gem sind wir Gläu­bi­gen oft in Gefahr zu ver­ges­sen, dass es letzt­lich in unse­rem Leben immer um Frucht für die Ewig­keit geht. Das Netz des all­täg­lich uns Umge­ben­den und in uns Woh­nen­den will uns völ­lig in Beschlag neh­men, so dass das jetzt noch Unsicht­ba­re mit sei­nen blei­ben­den Wer­ten unse­ren Augen ent­schwin­den will. Wer denkt davon unbe­rührt zu blei­ben, belügt sich selbst. Der Autor ver­steht es, die uralte Bot­schaft der Bibel mit den Gege­ben­hei­ten unse­res Lebens zusam­men­zu­brin­gen und die­se aus die­ser Sicht zu beleuch­ten und zu hin­ter­fra­gen. Eine klar geist­li­che, aus dem Wort Got­tes abge­lei­te­te Sicht­wei­se hilft dem Leser Ori­en­tie­rung und Befrei­ung von der leicht  umstri­cken­den Sün­de (Hebrä­er 12, 1) zu fin­den. So kann unser Leben als Nach­fol­ger Jesu Chris­ti gelin­gen und zur Ehre des HERRN gelebt wer­den, was im Nor­mal­fall der Wunsch von jedem Gläu­bi­gen ist oder zumin­dest sein soll­te. Das Buch kann in Abschnit­ten gele­sen oder sogar auch als Nach­schla­ge­werk zu den ein­zel­nen Themen …

Tipp: Das Geheimnis der Sieben Meere (CD)

Das Geheim­nis des ver­schwun­de­nen Manu­skripts ist das sechs­te Aben­teu­er der Roth­stein-Kids, bestehend aus den drei Geschwis­tern Luca, Lina und Michi. Wie­der ist es ein Hör­spiel ohne Buch­vor­la­ge und mit einer Län­ge von 80 Min. passt es gera­de noch auf eine Audio-CD. Auf der Rück­sei­te der CD heißt es: Als einem Assis­ten­ten von Prof. Roth­stein das Manu­skript sei­ner Dok­tor­ar­beit gestoh­len wird, begin­nen die Roth­stein-Kids und ihre aus Lon­don ange­reis­te Cou­si­ne Pat­sy zu ermit­teln. Der zunächst harm­los wir­ken­de Fall wird immer rät­sel­haf­ter und nimmt bald eine gefähr­li­che Wen­dung. Die Autoren des Hör­spiels, Anke Hil­leb­ren­ner und Han­no Herz­ler, flech­ten in jede Fol­ge span­nen­de his­to­ri­sche Fak­ten einer Per­son aus der Kir­chen­ge­schich­te hin­ein. In der ers­ten und vier­ten Fol­ge ging es um Mar­tin Luther (Fol­ge 1, Fol­ge 4), in der zwei­ten um Flo­rence Nightin­ga­le (Fol­ge 2), in der drit­ten um August Her­mann Francke (Fol­ge 3) und in der fünf­ten um den Chi­na­mis­sio­nar Hud­son Tay­lor. In der aktu­el­len Fol­ge ler­nen die Hörer ganz neben­bei den berühm­ten Wai­sen­va­ter und Beter Georg Mül­ler ken­nen. Und wer hät­te gewusst, dass der Schrift­stel­ler Charles Dickens ein …

Tipp: O, weißt du, wie ER litt?

Ganz neu ist im Ver­lag Frie­dens­stim­me die Män­­ner­chor-CD „O, weißt du, wie er litt?“ ver­öf­fent­licht wor­den. Sie ent­hält 13 Songs mit einer Gesamt­spiel­dau­er von 45 Minu­ten und ist für 9 Euro erhält­lich. Das ist bereits die drit­te CD, die vor allem durch Ein­satz der Orts­ge­mein­de erstellt wur­de, deren Mit­glied ich sein darf.

Tipp: Die Schatzkammer Davids

Am 15. Novem­ber wird es wie­der mög­lich sein die Schatz­kam­mer Davids zu erwer­ben. CLV hat sich die Mühe gemacht das Werk voll­stän­dig durch­zu­se­hen, an Stel­len neu zu über­set­zen und zu über­ar­bei­ten. Die Bil­der las­sen auch druck­tech­nisch eine hoch­wer­ti­ge Aus­ga­be erwar­ten. Wer mit den Psal­men arbei­tet, kann auf die­se Arbeit Spur­ge­ons kaum ver­zich­ten. Was das Werk beson­ders hilf­reich macht, ist, dass Spur­ge­on nicht nur eine eige­ne Vers-für-Vers-Aus­­­le­­gung macht, die oft­mals auch tief in sprach­li­che Details geht (man staun­te zurecht: Wow, Spur­ge­on konn­te Grie­chisch und Hebrä­isch!), son­dern auch sehr vie­le Hin­wei­se unter­schied­li­cher Autoren, vor allem der Puri­ta­ner aber auch der Refor­ma­to­ren zusam­men­ge­tra­gen hat. Die Homi­le­ti­schen Win­ke run­den die Bespre­chung eines jeden Psal­mes ab und sind vor allem für Ein­stei­ger im Pre­­digt- oder Bibel­ar­beit­dienst super hilf­reich. Das Werk wird für 179 EUR erhält­lich sein.

10 + 1 Fragen an Markus Till

Mar­kus Till orga­ni­siert das Pro­jekt „Auf­at­men in Got­tes Gegen­wart“, bloggt regel­mä­ßig und scheut sich nicht vor Kon­tro­ver­sen, so z. B. im idea Streit­ge­spräch oder auch mit Hossa­Talk. Ein beach­tens­wer­ter Bei­trag ist: „6 Grün­de für die Flucht aus Evan­ge­li­ka­li­en“. Wie wur­den Sie Christ?  Ich habe mich mit 11 Jah­ren auf einer evan­ge­lis­ti­schen Kin­der­frei­zeit bekehrt. Was ist der Schlüs­sel zum geist­li­chen Wachs­tum? Ent­schei­dend ist für mich: Nah am Herrn blei­ben! Mög­lichst regel­mä­ßig Zeit im Gebet und in Got­tes Wort ver­brin­gen. Dazu kommt: Mit der Kraft des Hei­li­gen Geis­tes rech­nen. Teil einer leben­di­gen christ­li­chen Gemein­schaft sein. Und mei­ne Beru­fung ent­de­cken und dar­in ande­ren Men­schen dienen.

Dietrich Bonhoeffer : Gemeinsames Leben

Ende Sep­tem­ber 1937 schließt die Gehei­me Staats­po­li­zei das von Diet­rich Bon­hoef­fer in Fin­ken­wal­de gelei­te­te Pre­di­ger­se­mi­nar und Bru­der­haus der Beken­nen­den Kir­che. Ein Jahr spä­ter, im Sep­tem­ber 1938, schribt Bon­hoe­f­­feer- im Göt­tin­ger Haus sei­ner emi­grier­ten Zwil­lings­schwes­ter Sabi­ne Leib­holz — die Sei­ten des „Gemein­sa­men Lebens“ in einem Zug nie­der. (aus Diet­rich Bon­hoef­fer Aus­wahl Güterl­s­o­her Ver­lags­haus,  1 Auf­la­ge 2006, Band 3, S. 175, Vor­wort des Her­aus­ge­bers) Die­se klei­ne Schrift hat mich mit vol­ler Wucht erwischt und auch deut­lich ermahnt. Sel­ten habe ich so viel hilf­rei­chen Inhalt auf kom­pri­mier­ten Raum gefun­den: Es ist nichts Selbst­ver­ständ­li­ches für den Chris­ten, dass er unter Chris­ten leben darf. Jesus Chris­tus leb­te mit­ten unter sei­nen Fein­den. Zuletzt ver­lie­ßen ihn alle Jün­ger. Am Kreuz war er ganz allein, umge­ben von Übel­tä­tern und Spöt­tern (…) So  gehört auch ein Christ nicht in die Abge­schie­den­heit eines klös­ter­li­chen Lebens, son­dern mit­ten unter die Fein­de. Dort hat er sei­nen Auf­trag, sei­ne Arbeit Dar­aus abge­lei­tet ergibt sich für Bon­hoef­fer, dass Gemein­schaft ein Geschenk der Gna­de Got­tes ist. Hier bleibt kein Raum für Unzu­frie­den­heit und Undank­bar­keit für die­sel­be: Der Gefan­ge­ne, der Kran­ke, der Christ in …

Ebertshäuser: Der priesterliche Auftrag der Gemeinde

Wozu dient eigent­lich eine christ­li­che Gemein­de? Was ist ihr Auf­trag und wozu gehen wir Sonn­tag für Sonn­tag zur Gemein­de­stun­de? Oft mache ich mir Gedan­ken, wie eine Gemein­de auf­ge­baut sein soll­te, über Kon­flik­te oder heik­le Lehr­fra­gen. Dabei geht die grund­le­gen­de Fra­ge „Wozu?“ lei­der schnell ver­ges­sen. Eine gute Hil­fe­stel­lung, um die­ser Fra­ge­stel­lung nach­zu­ge­hen, ist das Buch von Rudolf Eberts­häu­ser mit dem Titel: „Der pries­ter­li­che Auf­trag der Gemein­de und sein end­zeit­li­che Gefähr­dung“. Auf den ers­ten 80 Sei­ten wird die bibli­sche Leh­re auf­ge­ar­bei­tet, begin­nend beim aaro­ni­ti­schen Pries­ter­dienst bis zu den Lehr­brie­fen des Neu­en Tes­ta­ments. Wei­ter wird behan­delt, was der Dienst der Anbe­tung für Gott bedeu­tet und wie dies in unse­ren Gemein­den und in unse­ren per­sön­li­chen Leben ver­wirk­licht wer­den kann. Die­se Fra­gen wer­den auf unge­fähr 40 Sei­ten erörtert.

10 + 1 Fragen an Reinhard Junker

Rein­hard Jun­ker dürf­te vor allem für sein auf­se­hen­er­re­gen­des Werk „Evo­lu­ti­on — ein kri­ti­sches Lehr­buch“ bekannt sein, wel­ches er gemein­sam mit Sieg­fried Sche­rer ver­öf­fent­licht hat. Das Werk ist bereits in der 7. Auf­la­ge vor­han­den und hat vie­le Evo­lu­ti­ons­bio­lo­gen auf­ge­bracht, offen­sicht­lich spre­chen die The­sen also an. Aus­ge­zeich­net ist auch das Jour­nal „Stu­di­um Inte­gra­le“, unbe­dingt emp­feh­lens­wert, gera­de­zu Pflicht­lek­tü­re für Men­schen, die den Schöp­fungs­be­richt ernst neh­men. Wie kamen Sie dazu Bücher zu schrei­ben? Das ist eine län­ge­re Geschich­te. Sie beginnt eigent­lich damit, dass ich wäh­rend mei­nes Stu­di­ums ein ent­schie­de­ner Christ wur­de (vor­her war ich eine Art Tra­di­ti­ons­christ). Ich stu­dier­te neben Mathe­ma­tik auch Bio­lo­gie und wur­de mit der Evo­lu­ti­ons­leh­re kon­fron­tiert. Durch das Bibel­le­sen merk­te ich, dass es schwie­rig ist, Bibel und Evo­lu­ti­on zusam­men­zu­brin­gen. Das hat mich moti­viert, Evo­lu­ti­on kri­tisch zu hin­ter­fra­gen (ohne dass ich Evo­lu­ti­on gleich abge­lehnt hät­te). Das wie­der­um erfor­der­te eine gründ­li­che­re Beschäf­ti­gung mit der Mate­rie, als man es nor­ma­ler­wei­se als Bio­lo­gie­stu­dent täte. Damals war das nicht ein­fach, denn es gab kaum kri­ti­sche Lite­ra­tur. Um die Sache abzu­kür­zen: Nach Stu­di­um, Refe­ren­da­ri­at und kur­zer Zeit des Lehr­amts kam ich als voll­zeit­li­cher Mitarbeiter …