Monate: November 2018

Blog: hanniel.ch

Heute ein ungewöhnlich persönlicher Blog-Tipp. Und alles fing so an: Üblicherweise finde ich gutes Material und bekomme später das Interesse auch mal den Autor kennen zulernen. Beim Blog von Hanniel Strebel habe ich diese Erfahrung zum ersten Mal umgekehrt gemacht. Ich bin mehrfach auf einige seiner Artikel gestoßen, die mich eigentlich stets nur irritiert zurückgelassen haben. Viel zu Intellektuell! Echte Christen würden nichts mit BWL machen! Und schon wieder die olle Kamelle Home-Schooling. Und wer bitte schön sollen Kuyper und Bavinck sein? Verwirrt surfte man weiter! Als Folgen-Verlag dann ein Buch von Hanniel veröffentlichte, gab ich mir erneut einen Ruck, doch tat ich das Werk bald als allzu extravagant ab. Nun, wie kam es zum Umbruch? Alexander Rempel, war einmal bei mir zu Gast und arrangierte ein Treffen mit Hanniel in Zürich. Ich war mäßig begeistert, aber doch hinreichend interessiert. Und nun, wow! Was mich wirklich gleich erreicht hat, war der erste Satz. Noch bevor wir ins Haus gelassen wurden, erzählte uns Hanniel von einer Gebetserhörung! Ich meine, ein Intellektueller, der beten muss? wo gibt es …

Tipp: … und sehe eure Ordnung (Armin Mauerhofer)

Die vorliegende Studie entspricht einem wachsenden Bedürfnis, sich im Gemeinde-Aufbau und in der Auftragssetzung ganz neu nach der Bibel zu orientieren. Der Verfasser bestätigt nicht eine bestehende Norm, sondern versucht, die Probleme des Gemeindelebens ganz neu ins richtungsweisende Licht der Heiligen Schrift zu stellen. Das zeigen schon die einleitenden Gedanken über die Zugehörigkeit zur Gemeinde Jesu, die in Übereinstimmung mit Gottes Wort einer jahrhundertealten Tradition entgegenstehen. Wichtig ist der Blickpunkt, dass Gaben und Funktionen in unzertrennlichem Zusammenhang stehen. Diese biblische Schau dient als notwendiges Korrektiv allen »Gaben-Bewegungen« gegenüber, die eine ganze Theologie der Charismata neben die Hauptakzente der Heilsverkündigung stellt. Andererseits dienen die Ausführungen als echte Herausforderung einem festen Amtsdenken gegenüber, wo menschliche Einrichtungen weitgehend die Gnadengaben und göttliche Berufung »ersetzt« haben und für »überflüssig« erklären. Außerordentlich wichtig ist das vom Verfasser skizzierte Anliegen der bewussten Förderung des Jugendunterrichts bis hin zur vorgeschlagenen Gründung von christlich geführten Schulen. Die verschiedenen Skizzen fassen das Anliegen des Verfassers hilfreich zusammen und zeigen die Notwendigkeit einer echt helfenden Kritik an festgefahrenen Systemen, eröffnen aber zugleich viele Möglichkeiten zu …

Tipp: Christliche Denker für eine neue Generation

Hanniel Strebel hat bereits vor einigen Jahren bei ceBooks.de fünf kurze ebooks über Christliche Denker verfasst. Leider bin ich erst vor kurzem dazu gekommen diese zu lesen.  Chesterton, C.S. Lewis, Packer, Schaeffer und Solschenizyn werden in Leben, Werk und Denken mit je ca. 10.000 Wörtern eingeführt. Das ist die perfekte Länge um einen Startpunkt in die meist kaum zu überschauende Schreibleistung der Denker zu bekommen. Meine persönliche Nagelprobe machte ich mit dem Band über C.S. Lewis, da mir seine Werke ebenfalls recht gut bekannt waren, ich aber gleichzeitig kaum etwas über den Mann C.S. Lewis wusste. Sehr positiv fand ich die Herangehensweise des Autors, dass man Leben und Denken insbesondere bei Christen nie trennen kann. Zusätzlich überrascht Hanniel immer wieder mit einem sehr persönlichen und dabei wärmenden Zugang, der vor allem jungen Leuten den Einstieg in diese Literatur erleichtern kann. Beeindruckend ist zudem, dass deutlich wird, dass sich Hanniel sehr intensiv und tiefgründig sowohl mit dem Werk wie mit dem Leben von C.S. Lewis auseinandergesetzt hat und aus einer Vielzahl von Werken ausführlich zitiert. Hanniel versucht zudem …

Nachruf für Helmuth Egelkraut

Am 2. November 2018 ist Prof. Dr. Helmuth Egelkraut (02.05.1938 – 02.11.2018) plötzlich verstorben. Die Nachricht ereilte mich unerwartet. Denn er war noch wenige Tage und Wochen vorher aktiv und unterwegs, um in Seminaren und Gemeinden Vorträge zu halten. Ich bin Gott sehr dankbar, ihn in drei Seminaren als Lehrer gehabt zu haben. Es waren intensive Zeiten und sehr lehrreiche Stunden gewesen. Immer wieder betonte er sein Diktum: Kein Bibelverständnis ohne Bibelkenntnis! So bestand ein großer Teil der Hausaufgaben aus Bibellektüre. Und wenn er am Pult stand, dann war seine kleine zerlesene und stark markierte Lutherbibel im Zentrum. Bei ihm kamen Bibelkenntnis und Bibelverständnis zusammen. Bei jeder Frage, die ihm gestellt wurde, stand die Antwort ganz im Zeichen der Schrift, auch wenn er immer wieder zusätzlich auf seinen reichen Erfahrungsfundes zurückgreifen konnte. Wenn er von seiner Bekehrung erzählte und der ersten Zeit im Bibelkreis, dann strahlten seine Augen. Wenn er dann aus seinem nächsten Lebensabschnitt als Missionar in Papua-Neuguinea berichtete, dann sah er diese Zeit im Nachhinein als Vorbereitung auf die spätere Ausbildung von Missionaren. …