Monate: September 2018

10 + 1 Fragen an Markus Till

Markus Till organisiert das Projekt „Aufatmen in Gottes Gegenwart„, bloggt regelmäßig und scheut sich nicht vor Kontroversen, so z. B. im idea Streitgespräch oder auch mit HossaTalk. Ein beachtenswerter Beitrag ist: „6 Gründe für die Flucht aus Evangelikalien“. Wie wurden Sie Christ? Ich habe mich mit 11 Jahren auf einer evangelistischen Kinderfreizeit bekehrt. Was ist der Schlüssel zum geistlichen Wachstum? Entscheidend ist für mich: Nah am Herrn bleiben! Möglichst regelmäßig Zeit im Gebet und in Gottes Wort verbringen. Dazu kommt: Mit der Kraft des Heiligen Geistes rechnen. Teil einer lebendigen christlichen Gemeinschaft sein. Und meine Berufung entdecken und darin anderen Menschen dienen.

Dietrich Bonhoeffer : Gemeinsames Leben

Ende September 1937 schließt die Geheime Staatspolizei das von Dietrich Bonhoeffer in Finkenwalde geleitete Predigerseminar und Bruderhaus der Bekennenden Kirche. Ein Jahr später, im September 1938, schribt Bonhoeffeer- im Göttinger Haus seiner emigrierten Zwillingsschwester Sabine Leibholz – die Seiten des „Gemeinsamen Lebens“ in einem Zug nieder. (aus Dietrich Bonhoeffer Auswahl Güterlsoher Verlagshaus,  1 Auflage 2006, Band 3, S. 175, Vorwort des Herausgebers) Diese kleine Schrift hat mich mit voller Wucht erwischt und auch deutlich ermahnt. Selten habe ich so viel hilfreichen Inhalt auf komprimierten Raum gefunden: Es ist nichts Selbstverständliches für den Christen, dass er unter Christen leben darf. Jesus Christus lebte mitten unter seinen Feinden. Zuletzt verließen ihn alle Jünger. Am Kreuz war er ganz allein, umgeben von Übeltätern und Spöttern (…) So  gehört auch ein Christ nicht in die Abgeschiedenheit eines klösterlichen Lebens, sondern mitten unter die Feinde. Dort hat er seinen Auftrag, seine Arbeit Daraus abgeleitet ergibt sich für Bonhoeffer, dass Gemeinschaft ein Geschenk der Gnade Gottes ist. Hier bleibt kein Raum für Unzufriedenheit und Undankbarkeit für dieselbe: Der Gefangene, der Kranke, …

Ebertshäuser: Der priesterliche Auftrag der Gemeinde

Wozu dient eigentlich eine christliche Gemeinde? Was ist ihr Auftrag und wozu gehen wir Sonntag für Sonntag zur Gemeindestunde? Oft mache ich mir Gedanken, wie eine Gemeinde aufgebaut sein sollte, über Konflikte oder heikle Lehrfragen. Dabei geht die grundlegende Frage „Wozu?“ leider schnell vergessen. Eine gute Hilfestellung, um dieser Fragestellung nachzugehen, ist das Buch von Rudolf Ebertshäuser mit dem Titel: „Der priesterliche Auftrag der Gemeinde und sein endzeitliche Gefährdung“. Auf den ersten 80 Seiten wird die biblische Lehre aufgearbeitet, beginnend beim aaronitischen Priesterdienst bis zu den Lehrbriefen des Neuen Testaments. Weiter wird behandelt, was der Dienst der Anbetung für Gott bedeutet und wie dies in unseren Gemeinden und in unseren persönlichen Leben verwirklicht werden kann. Diese Fragen werden auf ungefähr 40 Seiten erörtert.

10 + 1 Fragen an Reinhard Junker

Reinhard Junker dürfte vor allem für sein aufsehenerregendes Werk „Evolution – ein kritisches Lehrbuch“ bekannt sein, welches er gemeinsam mit Siegfried Scherer veröffentlicht hat. Das Werk ist bereits in der 7. Auflage vorhanden und hat viele Evolutionsbiologen aufgebracht, offensichtlich sprechen die Thesen also an. Ausgezeichnet ist auch das Journal „Studium Integrale“, unbedingt empfehlenswert, geradezu Pflichtlektüre für Menschen, die den Schöpfungsbericht ernst nehmen. Wie kamen Sie dazu Bücher zu schreiben? Das ist eine längere Geschichte. Sie beginnt eigentlich damit, dass ich während meines Studiums ein entschiedener Christ wurde (vorher war ich eine Art Traditionschrist). Ich studierte neben Mathematik auch Biologie und wurde mit der Evolutionslehre konfrontiert. Durch das Bibellesen merkte ich, dass es schwierig ist, Bibel und Evolution zusammenzubringen. Das hat mich motiviert, Evolution kritisch zu hinterfragen (ohne dass ich Evolution gleich abgelehnt hätte). Das wiederum erforderte eine gründlichere Beschäftigung mit der Materie, als man es normalerweise als Biologiestudent täte. Damals war das nicht einfach, denn es gab kaum kritische Literatur. Um die Sache abzukürzen: Nach Studium, Referendariat und kurzer Zeit des Lehramts kam ich als …

10 + 1 Fragen an Karl Heinz Vanheiden

Karl Heinz Vanheiden dürfte vor allem für seine Arbeit an der Neuen evangelistischen Übersetzung bekannt sein. Daneben veröffentlichte er weitere Eigene Werke, wie das gemeinsam  mit Werner Gitt entstandene evangelistische und evolutionskritische Buch „Wenn Tiere reden könnten.“ Wie kamen Sie dazu Bücher zu schreiben? Als Beauftragter für Jugendarbeit in den Brüder-Gemeinden musste ich Material für Mitarbeiter in Jugendfreizeiten erarbeiten, das dann vervielfältigt wurde. So kam ich in der Zeit der DDR zum Schreiben. Dann gab es einen Versuch, ein evangelistisches „Traktat“ zu verfassen, das allerdings zuerst „im Westen“ gedruckt wurde, bevor es in der DDR erscheinen konnte. Durch kurze Artikel in der Gemeindezeitschrift der Baptisten „Wort und Werk“, deren Innenteil die Brüder-Gemeinden gestalten durften, war ich gezwungen sorgfältig zu formulieren. Unter Christen aus Freikirchen und der Gemeinschaftsbewegung in der DDR wurde eine von mir verfasste Stellungnahme zum Biologielehrbuch der 10. Klasse (gegen die dortige Evolutionslehre) häufig kopiert. Kurz vor der „Wende“ schrieb ich eine Geschichte über ein Tier – ich weiß nicht mehr welches – vielleicht war es der Spatz oder der Regenwurm oder der …