Monate: März 2018

Tipp: Fröhliche Reise, Herr Minister! (Eckart zur Nieden)

„Fröh­li­che Rei­se, Herr Minis­ter!“ Das braucht dem hoch­ge­stell­ten Beam­ten aus Äthio­pi­en eigent­lich nie­mand zu wün­schen, nach­dem er von Phil­ip­pus erfah­ren hat, wer Jesus Chris­tus ist. „Ich ver­traue nicht dar­auf, dass die Löwen kei­nen Hun­ger haben. Ich ver­traue auf Gott!“ erklärt Dani­el, der in Kür­ze den Bes­ti­en vor­ge­wor­fen wer­den soll. So und ähn­lich reden und ant­wor­ten Men­schen der Bibel in den in die­sem Buch zusam­men­ge­stell­ten Inter­views. Es sind oft Sze­nen von unge­heu­rer Span­nung, manch­mal auch vol­ler Tra­gik. Aber auch Humor blitzt da und dort durch. In die­sen Dia­lo­gen wer­den all die Zwei­fel und Fra­gen unse­rer Zeit an Gestal­ten der Bibel sicht­bar — an Men­schen, die uner­schüt­ter­lich mit dem unsicht­ba­ren. aber leben­di­gen Gott gerech­net haben. Fol­gen Ver­lag, als eBook 3,99 EUR, ePub/Mobi, erhält­lich bei: ceBooks.de

Tipp: Der Große Katechismus

Das sind die nötigs­ten Stü­cke, die man zuerst Wort für Wort her­zu­sa­gen ler­nen muß. Und zwar soll man die Kin­der dar­an gewöh­nen, dass sie täg­lich, wenn sie mor­gens auf­ste­hen, wenn sie zu Tisch gehen und wenn sie sich abends schla­fen legen, es auf­sa­gen müs­sen, und man soll ihnen nicht zu essen und zu trin­ken geben, bis sie es her­ge­sagt haben. Auch ist jeder Haus­va­ter ver­pflich­tet, es in glei­cher Wei­se mit dem Gesin­de, Knech­ten und Mäg­den zu hal­ten: er soll sie nicht bei sich behal­ten, wenn sie es nicht kön­nen oder nicht ler­nen wol­len. In typi­scher luthe­ri­scher Manier fängt der gro­ße Kate­chis­mus an. Die nötigs­ten Stü­cke sind dabei die zehn Gebo­te, das (apos­to­li­sche Glau­bens­be­kennt­nis) und das Vater Unser.  So ist auch der Gro­ße Kate­chis­mus nicht mehr und nicht weni­ger als die Erklä­rung die­ser „nötigs­ten Stü­cke“. Ich den­ke auch unse­re Zeit hät­te mehr Besin­nung auf „Kin­der­un­ter­richt“ oder Wahr­hei­ten, die jedes Kind wis­sen soll­te nötig. Wie oft sind wir uns in Fra­gen des Heils unsi­cher. Wie oft wer­den ethi­sche Fra­gen mit Glau­bens­ar­ti­keln ver­wech­selt. Wie oft fehlt uns auch …

Tipp: Pater Chiniquy’s Erlebnisse – Gesamtausgabe

Was Pater Chi­ni­quy (1807−1899) aus sei­nem Leben und Dienst zu erzäh­len weis, grenzt fast ans Unglaub­li­che. Ist die­ses Buch nicht zeit­los unüber­leb­bar und für die heu­ti­gen Ten­den­zen aktu­el­ler denn je? Erfül­len sich dar­in nicht die nahe­zu pro­phe­ti­schen Wor­te des ehr­wür­di­gen Prä­si­den­ten Abra­ham Lin­coln, wel­che er zu Chi­ni­quy sprach? Wann hat sich die katho­li­sche Kir­che Roms jemals über ihre Intri­gen und Gräu­el­ta­ten der Inqui­si­ti­on Bus­se getan oder ihre gott­lo­sen heid­ni­schen Bräu­che auf­ge­ge­ben? Spra­chen die Refor­ma­to­ren unrecht, als die römi­sche Kir­che als anti­christ­lich bezeich­ne­ten? Hat Rom außer dem Namen etwas mit Jesus Chris­tus gemein­sam? Das bringt man­chen zum Den­ken und zur Kor­rek­tur. Kön­nen Chiniquiy’s Erleb­nis­se heu­te nicht unver­min­dert beob­ach­tet wer­den in Poli­tik, Lite­ra­tur, Film, Pres­se, Radio, Fern­se­hen und im Pri­vat­le­ben? Fol­gen Ver­lag, als eBook 6,99 EUR, ePub/Mobi, erhält­lich bei: ceBooks.de

Tipp: Der Untergang des christlichen Abendlandes

Ouweneel scheint in den Krei­sen der „Brü­der“ durch­aus umstrit­ten zu sein. Aber selbst die größ­ten sei­ner Kri­ti­ker fin­den noch Aner­ken­nen­des über sein Früh­werk. Eines davon trägt den durch­aus pro­vo­zie­ren­den Titel: „Der Unter­gang des Christ­li­chen Abend­lan­des“ und ich wür­de das Buch als leich­ten Ein­stieg zu Scha­ef­fers aus­führ­lich gestal­te­ter Ana­ly­se „Wie kön­nen wir denn Leben?“ sehen.  Ich fand das Buch neu­lich in mei­nem Bücher­re­gal und habe die 60 Sei­ten sehr schnell durch­ge­le­sen. Der Autor arbei­tet her­aus, dass der Exis­ten­zia­lis­mus für die Pop­kul­tur am Ende des zwan­zigs­ten Jahr­hun­der­tes die Leit­idee war. Der Exis­ten­zia­lis­mus kennt nur Rela­ti­ve Aus­sa­gen und ist hoff­nungs­los. Die­se Hoff­nungs­lo­sig­keit geht zunächst in die Kunst über und erreicht schnell jun­ge Men­schen und irgend­wann die gan­ze Gesell­schaft. Die Früch­te die­ser Ent­wick­lung seit den 60 Jah­ren kön­nen wir heu­te über­all ern­ten: Das hat ganz ein­schnei­den­de Kon­se­quen­zen. Frü­her war es abso­lut ver­bo­ten zu mor­den, zum Bei­spiel auch, gesun­de Kin­der zu töten. Heu­te gibt es aber Fäl­le, in denen das Leben von Mut­ter und Kind nicht gefähr­det ist und kein wirk­lich unlös­ba­res Pro­blem vor­liegt, und doch erwo­gen wird, die Tötung …

Warum manche christlichen Hörspiele sehr günstig sind

Man­che Kun­den bekla­gen sich über Hör­­spiel-Prei­­se im zwei­stel­li­gen Berei­che (zir­ka 10 EUR) und ver­wei­sen auf die güns­ti­gen Ver­öf­fent­li­chun­gen (zir­ka 6 EUR) ande­rer christ­li­cher Hör­­spiel- und Hör­­buch-Ver­­la­­ge. Dabei wird ein ent­schei­den­der Unter­schied über­se­hen. Vie­le, oft klei­ne­re kon­­ser­­va­­tiv-evan­­ge­­li­­ka­­le Ver­la­ge, kön­nen nur des­halb ver­gleichs­wei­se güns­ti­ge Prei­se anbie­ten, weil die Arbeit teil­wei­se von ehren­amt­li­chen (Laien-)Mitarbeitern erbracht wird. Das heißt, nicht alle ange­fal­le­nen Kos­ten wer­den durch den Ver­kaufs­preis wie­der ein­ge­nom­men. Die ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter (vor allem Spre­cher, aber auch Lek­to­ren und Desi­gner) schen­ken den Kun­den letzt­end­lich Ihre Zeit und Arbeits­kraft. Dazu gehö­ren auch die Ver­la­ge CMV und CLV. Der Ver­lag CMV zum Bei­spiel ver­öf­fent­licht die meis­ten Hör­spie­le zum Preis von 6 EUR. Bei fast allen Spre­chern han­delt es sich um ehren­amt­li­che Lai­en-Dar­­stel­­ler. Zusätz­lich wird eine für christ­li­che Hör­spie­le ver­hält­nis­mä­ßig hohe Auf­la­ge in Auf­trag gege­ben, um die Kos­ten auf mög­lichst vie­le Exem­pla­re zu ver­tei­len und den Preis gering hal­ten zu kön­nen. Zum Ver­gleich: Ein­zel­fol­gen der säku­la­ren (nicht-chris­t­­li­chen) 5 Freun­de sind mit je 6,99 EUR sogar teu­rer als die CMV-Hör­­spie­­le, obwohl die 5 Freun­de zu den erfolg­reichs­ten Hör­spiel­se­ri­en über­haupt gehö­ren und die Auf­la­ge X‑Mal höher ist. Die meisten …

Tipp: Orthodoxie

Je kom­ple­xer ein The­ma ist, des­to schwie­ri­ger wird es in Kür­ze einen roten Faden auf­zu­zei­gen, ohne den Inhalt des Bespro­che­nen zu kor­rum­pie­ren. Zu Ches­ter­tons Werk „Ket­zer“ gibt es zahl­rei­che Rezen­sio­nen, ich habe mich aber lie­ber für „Ortho­do­xie“ ent­schie­den. Ches­ter­ton ist immer dann stark, wenn er das Chris­ten­tum ver­tei­digt, und immer dann schwach wenn er den Katho­li­zis­mus ver­tei­digt. So habe ich auch die­ses Werk emp­fun­den. Ches­ter­ton argu­men­tiert offen und emo­tio­nal von sei­ner Erfah­rung und ver­weist von ver­schie­de­nen Argu­men­ten her auf die Voll­stän­dig­keit und Fül­le eines christ­li­chen Den­kens, wel­ches er Dog­ma nennt. Das uralte Dog­ma wuss­te bereits alles, was die Den­ker müh­se­lig ent­de­cken muss­ten. Das Dog­ma ist auch ein Segen und einer Berei­che­rung, denn der Glau­be schenkt den Men­schen Freu­de, Zufrie­den­heit und … Demo­kra­tie! Für Ches­ter­ton auch eine Frucht des Glau­bens. Die­ser Freu­de (und gleich­zei­ti­ger Lei­dens­be­reit­schaft) des Glau­bens steht ent­we­der ein blin­der Opti­mis­mus von Idea­lis­ten oder ein fata­ler Pes­si­mis­mus von Mate­ria­lis­ten ent­ge­gen. Ches­ter­ton beschreibt letz­te­ren fol­gen­der­ma­ßen: Men­schen, die die Kir­che zunächst im Namen von Frei­heit und Mensch­lich­keit bekämpf­ten, schleu­dern am Ende Frei­heit und Mensch­lich­keit von sich, nur …

10 + 1 Fragen an Prof. Dr. theol. Dr. phil. Thomas Schirrmacher

Wir sind Prof. Dr. Schirr­ma­cher für die Beant­wor­tung unse­rer Fra­gen dank­bar. Er ist als einer bekannt, der auch bereit ist anzu­ecken. Mir ist er vor allem für sei­nen Kampf um ver­folg­te Chris­ten welt­weit bekannt. Sei­ne offe­ne Hal­tung zur Öku­me­ne brach­te Ihm jedoch auch viel Kri­tik ein. Bekannt ist er auch als Autor zahl­rei­cher Publi­ka­tio­nen, dar­un­ter das berühm­te Stan­dard­werk: „Ethik“. 1. Wie kamen Sie dazu Bücher zu schrei­ben? Ich bin eigent­lich ein Vor­­­trags- und Vor­le­sungs­typ. Aber ich konn­te den Stu­den­ten und Zuhö­rern immer nur klei­ne Aus­schnit­te lie­fern und woll­te ihnen mehr zum Wei­ter­stu­di­um da las­sen. Also begann ich Vor­le­sun­gen zu ver­schrift­li­chen und stell­te fest, dass ein gründ­li­ches Buch Leben ver­än­dern und sogar glo­ba­le Dis­kus­si­on in Gang brin­gen kann. 2. Ist aktu­ell ein Buch­pro­jekt geplant? Ja, immer. Neben einer völ­li­gen Bear­bei­tung mei­nes Buches „Men­schen­han­del“ und der eng­li­schen Fas­sung von „Kaf­fee­pau­sen mit dem Papst“ steht eine Geschich­te des Doku­men­tes „Christ­li­ches Zeug­nis in einer mul­ti­re­li­gö­sen Welt an. 3. Nen­nen Sie uns ihre 3 Lieb­lings­bü­cher (neben der Bibel)? Johan­nes Cal­vins Insti­tu­tio in allen Über­ar­bei­tungs­stu­fen. 4. Wel­che Bücher wür­den Sie nicht noch ein­mal lesen? Miros­lav Wolfs …

Können so viele irren?

Eine Argu­men­ta­ti­on Luthers gegen die Ein­wän­de des Eras­mus haben wir hier bereits bespro­chen. Im spä­te­ren Ver­lauf sei­nes Buches, Vom unfrei­en Wil­len, wider­spricht Luther die­sem Ein­wand: Denn es bewegt dich doch gewal­tig, „die sehr lan­ge Rei­he höchst gelehr­ter Män­ner, die man jahr­hun­der­te­lan­ge ein­stim­mig aner­kannt hat; und­ter ihnen waren die bes­ten Ken­ner der Schrift, eben­so die hei­ligs­ten Män­ner, eini­ge davon Mär­ty­rer, vie­le berühm­te Wun­der­tä­ter“ (S. 74) Luther und sei­ne Genos­sen sind wie­der­um nur eini­ge Eigen­bröt­ler, die „weder so hoch gebil­det sind, noch so hoch begabt, zahl­reich oder bedeu­tend, weder so hei­lig noch sol­che Wun­der­tä­ter, „dass sie nicht ein­mal ein lah­mes Pferd hei­len kön­nen““ (S.75). Hat sich nun die Kir­che geirrt? Luther argu­men­tiert mit der ver­bor­ge­nen Kir­che, die nicht irren kann. Zuerst ein­mal sagen wir nicht, Gott hät­te die­sen Irr­tum in sei­ner Kir­che oder bei irgen­ei­nem sei­ner Hei­li­gen zuge­las­sen; denn die Kir­che wird durch Got­tes Geist regiert, die Hei­li­gen von Got­tes Geist getrie­ben, und Chris­tus bleibt bis ans Ende der Welt bei sei­ner Kir­che. (…) Denn so steht es auch in dem uns allen gemein­sa­men Glau­bens­be­kennt­nis: „Ich glau­be, dass es …

NEU: schöpfung.info Nr. 2 „Licht“

Um Chris­ten bei der Aus­ein­an­der­set­zung von Bibel und Wis­sen­schaft zu unter­stüt­zen und Glau­ben zu stär­ken, wur­de im Herbst 2017 eine Initia­ti­ve ins Leben geru­fen, die neben einer Web­site das kos­ten­freie Maga­zin „schöpfung.info“ her­aus­gibt. Jetzt ist die zwei­te Aus­ga­be „Licht“ erschie­nen und kann kos­ten­los ange­for­dert wer­den. Im Vor­wort heißt es: „Der Geist Got­tes schweb­te über dem Was­ser“. Das war der Zustand der Erde in einem lee­ren Uni­ver­sum, bevor Gott sei­ne Schöp­fung nun von Tag zu Tag immer rei­cher anfüllt. Was­ser war unser Leit­the­ma der letz­ten Aus­ga­be. In die­ser Aus­ga­be wid­men wir uns dem Licht, wel­ches durch das berühm­te „Es wer­de Licht“ am ers­ten Tag der Erd­ge­schich­te ins Dasein geru­fen wur­de. Dem auf­merk­sa­men Bibel­le­ser ent­geht natür­lich nicht, dass die Son­ne, die Quel­le unse­res Lichts, noch gar nicht da war . Sowohl die­se als auch die damit in Ver­bin­dung ste­hen­de Fra­ge, wo denn Wis­sen­schaft auf­hört und Glau­be an das Über­na­tür­li­che anfängt, wer­den in der Rubrik WISSEN behan­delt, zusam­men mit einem Arti­kel über moder­ne Welt­ent­ste­hungs­theo­rien aus dem Bereich der Quan­ten­me­cha­nik. Doch auch das STAUNEN soll nicht zu kurz kom­men. Wir wer­fen u.a. …

Wie viel verdient ein (christlicher) Verlag an Musik-CDs?

Beim letz­ten Bücher­ba­sar in der Weih­nachts­zeit erhielt ich als Orga­ni­sa­tor die Rück­mel­dung, dass die ange­bo­te­nen Musik-CDs für 12,90 EUR zu teu­er wären. Ich war offen gesagt „etwas über­rascht“. Nach mei­ner bis­he­ri­gen Kennt­nis des christ­li­chen Ver­lags­mark­tes war die­ser Preis mehr als fair. Dazu muss bemerkt wer­den, dass die­ser Preis deut­lich unter­halb der übli­chen CD-Prei­­se modern-evan­­ge­­li­­ka­­ler Ver­la­ge wie SCM oder Gerth Medi­en (gehört seit 2017 eben­falls zu SCM) liegt. Hier sind Prei­se zwi­schen 15 EUR und 20 EUR üblich. Ich recher­chier­te, wie sich ein Preis zusam­men­setzt und wie viel ein Ver­lag letzt­end­lich tat­säch­lich an einer CD ver­dient. Die Infor­ma­tio­nen erhielt ich aus einem Blog (Buch­kal­ku­la­ti­on – Was ver­die­nen Autor und Ver­lag an Büchern?) und dem E‑Mail-Ver­­­kehr mit einem christ­li­chen Ver­lag. Eine Kal­ku­la­ti­on sieht dem­nach in etwa wie folgt aus: Musik-CD Auf­la­ge 2500 End­ver­kaufs­preis           12,90 € 19% Steu­er —          2,06 € Auf­nah­me­kos­ten (Stu­dio, Bear­bei­tung) —          2,24 € Buch­han­dels­ra­batt und Ver­triebs­kos­ten ca. 50 % —          5,42 € Hono­ra­re, Spe­sen —          0,40 € CD-Pro­­­du­k­­ti­on —          0,60 € Boo­k­­let-Gestal­­tung, Lek­to­rat, Kor­rek­tur —          0,16 € Wer­bung, Mar­ke­ting —          0,14 € Lager­kos­ten —          0,12 € Saldo/Erlös je Stück             1,76 € Roher­lös, Auf­la­ge 2500     4.400,42 € Bei einer …