Monate: November 2017

NEU: Magazin schöpfung.info

Theologische Standpunkte, die unter den Evangelikalen im deutschsprachigen Raum vor wenigen Jahrzehnten noch Konsens waren, wurden bis ins neue Jahrtausend hinein vor allem auf den Ebenen der Verantwortungsträger aufgeweicht und verändert. Teils Jahrtausende alte auf Bibel und Bekenntnis fußende Standpunkte wurden in Frage gestellt und „neu bewertet“. Ein Ergebnis davon ist die Aufgabe des Vertrauens in die absolute Glaubwürdigkeit der Bibel, die Öffnung für Bibelkritik und letztendlich die Aufgabe der Verbindlichkeit des wörtlichen Schöpfungsberichts.

Tipp: Diashow „Das Leben der Schafe“

Die Herausgeber der christlichen Kinderzeitschrift bioteeny (Interview: Bei Kindern Neugierde für Gottes Schöpfung wecken) haben rechtzeitig vor Weihnachten die zweite Diashow veröffentlicht. Ging es in der ersten Diashow um das größte Raubtier Deutschlands, die Kegelrobbe, zeichnet die neue DVD das Leben der eher scheuen Schafe nach. Kinder gewinnen in der 27 Minuten langen Diashow einen umfassenden Einblick in das Leben der Schafe, und warum Gott den Menschen in der Bibel ausgerechnet mit diesem Tier vergleicht. Die Produktion besticht durch exklusiv für die Diashow erstellte Fotos und einen professionellen Sprecher. Vorausgegangen war unter anderem eine Expedition in das wilde osteuropäische Land Rumänien, in dem 4000 Wölfe zu den größten natürlichen Feinden der Schafe gehören … Die Diashow eignet sich sehr gut für die Kinderstunde und zum gemeinsamen Ansehen in der Familie für Kinder ab 4 Jahre. Bestellbar ist die DVD für 10 EUR direkt beim Kinderlesebund.  

„Frieden im Klassenzimmer“

„Pädagogisch wertvoll“, „werbefrei“, „empfohlen von der Stiftung Lesen“ sind nur einige der Lobeshymnen, mit der die Kinderzeitschrift „Benni“ beworben wird. In der Tat ist die Aufmachung gelungen, das Magazin ist durchaus konservativ angelegt und ich habe ein Exemplar in einer katholischen Kirche bekommen. Eine Recherche zeigt auch die Herkunft des Magazins aus dem Weltbild-Verlag. Was natürlich jedem sofort klar wird, wenn er sich säkulare Kinderzeitschriften anschaut, wie „Geolino“, „Dein Spiegel“ etc., ist die unglaubliche Meinungsbevormundung in diesen Zeitschriften. Man gehe nur mal in die Bibliothek und mache sich selbst ein Bild davon. Die Thematiken sind vorgegeben. Es wird in den besten Tönen von einem wachsenden Europa geschrieben, in „Dein Spiegel“ las ich vor einiger Zeit, wie schädlich und töricht doch der Brexit sei, und einige Politiker wollen sich total gegen jede Logik einer wachsenden Globalisierung stellen. Vegetarismus ist total in, Protektionismus definitiv out. Eine liberale, freie Gesellschaft ist total toll, vor allem wenn Europa noch mehr zusammenwächst usw. Neutrale Berichterstattung wird ja immer seltener, in Kindermagazinen gehört diese längst der Vergangenheit an. Die Ziele sind …

Zehn Fragen an Andreas Münch

Wie kamst du dazu schriftstellerisch aktiv zu werden? Ich hatte schon immer eine Schwäche dafür, mir Geschichten auszudenken und habe während meiner Kindheit auch das ein oder andere zu Papier gebracht. Schon mit zwölf wollte ich gerne Romane schreiben, aber bis über die ersten 5 Seiten habe ich es nie geschafft. Mit der wachsenden Freude an Gottes Wort und dem Studium der Theologie verband sich der Wunsch, selbst Bücher zu schreiben, die anderen dabei helfen sollen, Gottes Wort besser zu verstehen. So entstand aus einer Bibelstundenreihe über das Wesen Gottes mein Buch Der wahre Gott der Bibel – Ein Studienbuch über Gottes Wesen und Werke. Ist aktuell ein Buchprojekt geplant? Ideen habe ich einige. Konkret schreibe ich gerade an einem Andachtsbuch, also eine tägliche Lese, die sich auf Verse aus den 5 Büchern Mose beschränkt (inzwischen im Herold Verlag erschienen). Ansonsten habe ich ein fertiges Romanmanuskript in der Schublade, dass ich nun, nach einigen Rückmeldungen von Testlesern, erneut überarbeiten möchte – sofern ich die Zeit dafür finde. Ob das aber jemals veröffentlicht wird ist fraglich.

Buchbesprechung: The Reformers and Their Stepchildren

In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts sponserte die amerikanische Calvin Foundation eine Reihe von Beiträgen zum Thema „Die Reformatoren und ihre Stiefkinder“ (The Reformers and Their Stepchildren). Ziel dabei war die Auswertung der zahlreichen Quellen zur Beziehung zwischen den Reformatoren und dem „linken“ Flügel, den Radikalen der Reformation. Der Autor stellt sich klar auf die Seite des linken Flügels. Verduin bekennt (S. 276): In diesem Band bekommen die Radikalen der Reformation eine freundlichere Behandlung, als sie es insbesondere in der reformatorischen Tradition gewohnt sind. Es gibt zwei Gründe für diese sympathisierende Behandlung: Einer davon ist, dass viele Positionen der Stiefkinder der Reformation mit der Zeit in die reformierte Bewegung aufgenommen wurden. Zudem kann man sehr gut von ihnen reden, bis man ebenso eines Vorbehalts schuldig wird, wie diese, die böse von ihnen sprachen (eigene Zusammenfassung). Stiefkinder der Reformation, diesen Titel gibt der Autor den „ketzerischen“ und „schwärmerischen“ (hier sind die Anführungszeichen bewusst gesetzt, da beide Begriffe denunzierend verwendet wurden) Strömungen in der Reformationszeit. Kinder der Reformation waren diese insoweit, dass sie mit den Prinzipien …