Monate: Mai 2017

Richard Friedenthal: Martin Luther — Sein Leben und seine Zeit

In mei­nem Bücher­re­gal ste­hen fünf ver­schie­de­ne Bio­gra­phien über Mar­tin Luther. Obwohl ich nicht alle voll­stän­dig gele­sen habe, gefällt mir kei­ne mehr als die von Richard Frie­den­thal. Ich glau­be, heu­te neigt man dazu, an Luther vor allem sei­ne Feh­ler zu sehen, allen vor­an sei­nem Anti­se­mi­tis­mus, der in der Tat abscheu­lich war. Oder sei­nem har­ten Ver­hal­ten gegen­über den Wider­täu­fern, die ja, so will es man­cher wis­sen, die Glau­bens­vor­fah­ren der Bap­tis­ten waren. Doch wie viel Posi­ti­ves man im Leben eines Tho­mas Münt­zers fin­den kann, will auch kei­ner auf­zäh­len. Ande­re ver­meint­lich posi­ti­ve Stim­men sehen einen Rebell, oder einen Frau­en­recht­ler, den Grün­der des Kapi­ta­lis­mus und der „schnel­len“ Presse.

Warum eBooks günstiger werden müssen

Was ist ein fai­rer Preis für ein eBook? Die meis­ten Ver­la­ge ori­en­tie­ren sich bei der Preis­fin­dung an dem Buch­preis und zie­hen von die­sem 20 % ab. Aus 16,95 EUR wer­den 13,99 EUR, aus 19,95 EUR 15,99 EUR und statt 14,95 EUR wer­den 12,99 EUR ver­langt. Kon­kret liegt die Erspar­nis in glei­cher Rei­hen­fol­ge (nur) bei 20 %, 17,5 % und 13,1 %. Die Ver­la­ge begrün­den den gerin­gen Preis­un­ter­schied meist damit, dass beim eBook zwar kei­ne Druck- Lager- und Trans­port­kos­ten, aber dafür Kos­ten für eBook-Kon­­ver­­­tie­­rung und Ver­trieb anfal­len. Außer­dem wer­den eBooks, im Gegen­satz zu Büchern (7%), mit dem vol­len Mehr­wert­steu­er­satz ver­steu­ert (19%). Für mich ist die­se Argu­men­ta­ti­on schlüs­sig. Die Ver­lags­kos­ten beim eBook sind nur unwe­sent­lich gerin­ger als beim papier­nen Buch. Aber es wird dabei über­se­hen, dass der Käu­fer ein „eBook mit stark ein­ge­schränk­ten Rech­ten“ erwirbt. Denn genau genom­men erwirbt der Käu­fer kein eBook son­dern ledig­lich ein Nut­zungs­recht. Ein Recht, das eBook her­un­ter­zu­la­den und selbst zu lesen. Und die­ses Recht zur Nut­zung beschränkt sich aus­schließ­lich auf den einen Käu­fer. Das hat die schwer­wie­gen­de Fol­ge, dass ein „gebrauch­tes“ eBook, im Gegen­satz zum Buch, …

Martin Luther: Ob man vor dem Sterben fliehen möge

1525 wüte­te in Bres­lau die Pest. Wer konn­te, floh vor der Seu­che und ver­ließ die Stadt. So ent­stand auch bei evan­ge­li­schen Pfar­rern das Pro­blem, ob man vor die­sem Ster­ben flie­hen dür­fe? Man stell­te die­se Fra­ge Luther zur Klä­rung, und er ver­fass­te die­se Schrift. Als die Pest zwei Jah­re spä­ter auch in Wit­ten­berg aus­brach, blieb Luther und ver­sorg­te als Seel­sor­ger die Bedürf­ti­gen. H.C. Knuth schreibt dazu: „Die Schrift zeigt klar, wie der Glau­be die Frei­heit zum Han­deln, die Lie­be aber die Frei­heit zum Lei­den gibt. Luther geht einen Weg, der Feig­heit genau­so wie Fata­lis­mus ver­mei­det.“ Dies ist ein äußerst inter­es­san­tes Werk, dass ich vor län­ge­rer Zeit eigent­lich nur des inter­es­san­ten Titels hal­ber gele­sen habe.  Für unser Jubi­lä­ums­jahr möch­te ich das Buch jeder­mann ans Herz legen, gelingt es doch Luther aus die­ser äußerst spe­zi­fi­schen Fra­ge, einen wich­ti­gen Grund­satz her­zu­lei­ten: Hat ein Mensch Ver­ant­wor­tung zu sei­nem nächs­ten, da er z. B. Bür­ger­meis­ter oder Pfar­rer ist, so darf er sei­ne Schäf­chen nicht ver­las­sen, denn er wür­de Ihnen scha­den und nicht nach der Lie­be handeln.

Gedanken über die Ehe & Gedanken über den Ehealltag

In der Rei­he All­tag & Fami­lie ist bereits das Heft Gedan­ken über den Umgang mit der Zeit erschie­nen. Für Wenig­le­ser eine gute Gele­gen­heit, sich mit den Grund­la­gen des jewei­li­gen The­mas ver­traut zu machen. In Gedan­ken über die Ehe legt John Grant in kur­zen Kapi­teln die Grund­la­gen der Ehe dar. Dass die Ehe von Gott ein­ge­setzt ist und eine Hei­rat gemäß der Bibel nur unter gläu­bi­gen Chris­ten mög­lich ist. Er betont, dass die Ehe eine „Lie­bes­be­zie­hung“ auf drei Ebe­nen ist. Eine Bezie­hung der selbst­lo­sen Lie­be, der freund­schaft­li­chen Lie­be und der ero­ti­schen Lie­be. Anhand kon­kre­ter Bibel­wor­te führt der Autor die grund­le­gen­den Ver­pflich­tun­gen von Ehe­frau und Ehe­mann in einer Ehe an, bevor er mit eini­gen Rat­schlä­gen aus den Sprü­chen endet. Das Heft Gedan­ken über den Ehe­all­tag ist die Fort­set­zung. Auf 45 Sei­ten geht John Grant auf die all­ge­mei­nen Grün­de ein, die zu unglück­li­chen und kri­seln­den Ehen füh­ren ein. Er stellt die The­se auf, dass „Ehe­pro­ble­me aller Art die Fol­ge von geist­li­chen Pro­ble­men sind“ (S. 10). Eine falsch aus­ge­rich­te­te Lie­be kann eben­so zum Ver­häng­nis wer­den wie das „Sich aus­ein­an­der­le­ben“. Die Stär­ke der Hef­te ist, dass …

Verlosung: Zorn — Das Laster der Tugendhaften * Der vergessene Auftrag * Ermutigung * Lebenswende [BEENDET]

Der Autor Tho­mas Lan­ge hat uns freund­li­cher­wei­se ein Paket sei­ner Ver­öf­fent­li­chun­gen zur Ver­fü­gung gestellt, wel­ches wir ver­lo­sen wer­den. Der ver­ges­se­ne Auf­trag Genau zwei Din­ge kön­nen wir im Him­mel nicht mehr tun: Ers­tens gegen Got­tes Maß­stä­be ver­sto­ßen und zwei­tens die Erlö­sungs­tat von Jesus Chris­tus ver­brei­ten. Zu Letz­te­rem hat uns Gott defi­ni­tiv beru­fen. Es ist der gro­ße Auf­trag. Doch wie sieht die Rea­li­tät aus? Ein Groß­teil der Gläu­bi­gen befin­det sich in einem Dorn­rös­chen­schlaf, nimmt den Mis­si­ons­be­fehl nicht mehr ernst und ver­küm­mert dies­be­züg­lich in Lethar­gie und Belie­big­keit. Es gilt die Devi­se „Reden ist Sil­ber und Schwei­gen ist Gold“. Läh­mung und Sta­gna­ti­on ist das trau­ri­ge Ergeb­nis. Die­ses Buch ist ein Plä­doy­er für die Ver­brei­tung der Guten Nach­richt und ein lei­den­schaft­li­cher Auf­ruf an alle Nach­fol­ger Jesu, auf­zu­wa­chen und den gro­ßen Auf­trag auszuführen.

Tipp: Francis Schaeffer für eine neue Generation

1960 stand sein Name auf dem Titel­blatt der füh­ren­den US-ame­­ri­­ka­­ni­­schen Zeit­schrift „Time“. Tau­sen­de von jun­gen Men­schen pil­ger­ten aus der gan­zen Welt in ein male­ri­sches Berg­dorf in den Schwei­zer Alpen, getrie­ben von der Fra­ge nach der Sinn­haf­tig­keit ihres Lebens. Dort dis­ku­tier­ten sie, aus­ge­hend von der moder­nen Kul­tur, bren­nen­de Fra­gen der Zeit. „L’a­b­ri“, zu Deutsch die „Zuflucht“, wur­de für manch Gestran­de­ten aus from­men und säku­la­ren Krei­sen zu einem Ort der Neu­ori­en­tie­rung. Scha­ef­fer wird nicht umsonst „Evan­ge­list der Intel­lek­tu­el­len“ genannt. Sei­ne ein­präg­sa­men Model­le und ori­gi­nel­len For­mu­lie­run­gen ent­wi­ckel­te er in unzäh­li­gen Gesprä­chen. Über­haupt besteht sei­ne wesent­li­che Hin­ter­las­sen­schaft weni­ger in sei­nen rund 20 Büchern, als viel­mehr in Begeg­nun­gen, die Men­schen lebens­lang ver­än­dert haben. Ich gehö­re selbst zu einer Genera­ti­on, die Scha­ef­fer durch die Bücher kennt. Ich mei­ne: Scha­ef­fer soll­te drin­gend der neu­en Genera­ti­on bekannt gemacht wer­den. In 10‘000 Wor­ten erhältst du in die­sem Buch eine Ein­füh­rung in die Lebens­ge­schich­te und das Werk sowie eini­ge Impul­se für das Leben im 21. Jahr­hun­dert. Fol­gen Ver­lag, als eBook 3,99 EUR, ePub/Mobi, erhält­lich bei: ceBooks.de

Tipp: Simon und der geheimnisvolle Mönch

Das Buch Simon und der geheim­nis­vol­le Mönch ist ganz aktu­ell 2016 erschie­nen. Das Leben des Refor­ma­tors Mar­tin Luther wird in Form eines his­to­ri­schen, nicht zu umfang­rei­chen Romans Kin­dern im Alter zwi­schen 10 und 13 Jah­ren nahe gebracht. Die Geschich­te spielt sich im Deutsch­land des Jah­res 1521 ab. Die Haupt­per­son ist der 11-jäh­­ri­­ge Simon, des­sen Mut­ter an der zu der Zeit gras­sie­ren­den Pest stirbt. Der Tod sei­ner Mut­ter stürzt den Jun­gen in Ver­zweif­lung. Er macht sich rie­si­ge Sor­gen um sie. Sei­ne Gedan­ken krei­sen um die Fra­ge: Wo ist sie wohl jetzt? Im Him­mel bei Gott oder in der Höl­le? Er setzt sich zum Ziel, Geld zu ver­die­nen und für sei­ne Mut­ter einen teu­ren Ablass­brief zu kau­fen, um ihre Zeit im Fege­feu­er zu ver­kür­zen und ihr ein Leben im Him­mel zu ermög­li­chen. Die Sor­gen des Jun­gen spie­geln die dama­li­ge Leh­re der Kir­che wider. Es zeigt deut­lich auf, wie unsi­cher die Men­schen bezüg­lich der Ewig­keit waren. Da die meis­ten weder schrei­ben noch lesen konn­ten, waren sie den Leh­ren der Kir­che hilf­los ausgeliefert.