Monate: Juni 2015

Sünder in der Hand eines zornigen Gottes

Jonathan Edwards war mir bis vor kurzem – und eigentlich immer noch – recht unbekannt. Ich denke neben den beiden Kapazitäten Whitefield und Wesley wird dieser letzte der Puritaner einfach oft übersehen. Zudem war und ist sein Einfluss natürlich in den USA viel größer als hier auf dem europäischen Festland. Dennoch möchte ich auf die Predigt aufmerksam machen, die R.C. Sproul als die bekannteste und wichtigste Predigt bezeichnet, die jemals auf dem amerikanischen Kontinent gehalten wurde: Sünder in der Hand eines zornigen Gottes. Hierbei gelingt es Edwards zahlreiche theologische Lehren in kurzer Zeit so deutlich zu erklären, dass jedem Zuhörer bzw. Leser klar werden muss, welche praktische Bedeutung diese Lehren für ihn haben. Gottes Zorn ist gerechtfertigt, denn jeder Mensch hat soviel Sünde und Rebellion auf sich geladen, dass er nichts anderes als die Hölle verdient. Wenn er zu diesem Zeitpunkt nur am Leben ist, so ist dies nichts anderem zu verdanken als der Langmut und dem Willen Gottes.

Paul Humburg: Sein Rat ist wunderbar

Heute möchte ich auf ein überaus hochwertiges und in unserer Zeit sehr notwendiges Buch aufmerksam machen. Sein Rat ist wunderbar von Paul Humburg, ist eine Sammlung von fünf kürzeren Schriften des Autors Paul Humburg. Zu spät wurde ich auf diesen Gottesmann aufmerksam, der die Gabe hatte, schwierige theologische Zusammenhänge so zu vermitteln, dass jeder sie verstehen kann und man einen großen Segen aus der Lehre ziehen kann. „Ewige Erwählung“ ist die erste der fünf Schriften Humburgs in diesem Sammelband und gibt eine gute Einführung in die Gnadenlehre. Vor Jahren las ich als ein hitziger Arminianer in diesem Buch, ohne mir wirklich etwas dabei zu denken und konnte durch die Argumentation wirklich überzeugt werden, dass Errettung nur von dem Herrn kommen kann. Seitdem verstehe ich auch, in welchem Zusammenhang Errettung, Gnade und Erwählung miteinander stehen.

Tipp: Die Akte Jillian

Randy Alcorn, langjähriger Pastor und Lehrender an einer Bibelschule, hat in seiner Tätigkeit als bekannter Autor erstmals mit seinen beiden Töchtern Angela und Karina gemeinsam ein Buch geschrieben. Mit „Die Akte Jillian“ präsentieren sie ein Werk, dessen Zielgruppe zwar hauptsächlich Jugendliche darstellt, dessen Botschaft sich aber meiner Meinung nach an alle Altersgruppen richtet. Als Einstieg wählt das Autoren-Trio den Jahreswechsel, die Nacht des 31. Dezembers, und macht seine Leser mit einer der Protagonisten dieses Buches bekannt, der siebzehnjährigen Jillian Flechter, die kurz vor ihrem Schulabschluss steht und mit ihrer besten und zugleich einzigen Freundin Brittany eine Party besucht. Im Gegensatz zu ihrer lebenslustigen und wilden Freundin ist Jillian eher zurückhaltend, sie hat zudem den Unfalltod ihres Vaters Jordan vor einigen Monaten immer noch nicht überwunden. Während Brittany auf der Party ihre Beziehung mit ihrer alten Flamme Ian Stewart wieder aufzufrischen versucht, wird Jillians Interesse auf Ians Freund Roberto Gonzales gelenkt. Als Student der Portland State Universität engagiert er sich in der Bibelgruppe und hat, ebenso wie Jillian, für die stattfindenden Alkohol-, Drogen- und Sex-Exzesse sowie …