Monate: Februar 2015

Buch der Woche: Landeskirche ohne Gott

Olaf Lat­zel erhitzt die Gemü­ter. Es geht die­ses Mal weder um Steu­er­hin­ter­zie­hung, noch um Bestechungs­gel­der, noch um einen unmo­ra­li­schen Skan­dal. Pfar­rer Olaf Lat­zel pre­digt und die Welt spricht dar­über. Eigent­lich könn­te sich ein Pfar­rer freu­en, wenn sei­ne Pre­digt eine brei­te Zuhö­rer­schaft hat und auf eine Reso­nanz stößt. Doch mit so viel Gegen­wind und gleich­zei­tig mas­sen­haf­ten Soli­da­ri­täts­be­kun­dun­gen hat er wohl nicht gerech­net. Im Dis­­to­­mos-Blog sind eini­ge Reak­tio­nen gesam­melt. Ich möch­te die Pre­digt hier nicht bewer­ten. Ich muss­te bei all die­sen Reak­tio­nen an ein Buch den­ken, des­sen Inhalt alle Chris­ten mit erhit­zen Gemü­tern lesen soll­ten. Wolf­gang Rüh­le war vie­le Jah­re akti­ves Mit­glied der Ev.-Luth. Lan­des­kir­che Sach­sens. In den letz­ten Jah­ren führ­te er „eine inten­si­ve Aus­ein­an­der­set­zung um eine Kir­che, in der die gesam­te Bibel als Got­tes Wort“ gel­ten soll­te. In sei­nem Buch Lan­des­kir­che ohne Gott — Die Ergeb­nis­se eines Kir­chen­kamp­fes berich­tet er über sei­ne Erfah­run­gen und Erkennt­nis­se. Das Ergeb­nis fast er kurz und knapp zusam­men: „Raus aus der Kir­che, die kei­ne mehr ist!“ Das mag den ein oder ande­ren über­ra­schen. Gilt die­ser Rat­schlag auch für die bibel­gläu­bi­gen Mit­glie­der in der Kirche …

Buchvorstellung: Seid heilig!

Bereits 1879 erschien die­ses Buch, wel­ches unse­re Zeit mehr als nötig hat. Gro­ße Not herrscht über­all über das The­ma Hei­li­gung, denn ent­we­der wird Hei­li­gung mit Recht­fer­ti­gung ver­mischt, so dass die Gläu­bi­gen in ihren Gewis­sen nie Ruhe fin­den, nie Freu­de an der Erret­tung, nie Sicher­heit in Chris­tus. Oder man schwelgt in trü­ge­ri­scher Selbst­si­cher­heit: Man bräuch­te Jesus eben nur als Ret­ter anzu­neh­men, nicht aber als Herrn. Als Kin­der Got­tes wür­de uns Hei­li­gung genau­so zuteil wer­den, wie die Recht­fer­ti­gung. Wie­der­um an ande­ren Stel­len herrscht ein Miss­ver­ständ­nis dar­über, was Hei­li­gung denn wirk­lich dar­stellt, und statt auf ein tugend­sa­mes chris­tus­ähn­li­ches Leben, wer­den  ande­re Schwer­punk­te gelegt. Geschrie­ben als Ant­wort auf die ent­ste­hen­de Hei­li­gungs­be­we­gung Ende des 19. Jahr­hun­derts ist die­ses Werk eines der groß­ar­tigs­ten Bücher (neben der Bibel selbst­ver­ständ­lich), die ich je gele­sen habe.  Der Autor gräbt tief, deckt sehr vie­le Berei­che des christ­li­chen Lebens ab, zeigt viel Ver­ständ­nis, ver­mei­det Pole­mik und bringt sei­ne The­sen den­noch deut­lich auf den Punkt. Voll­kom­men gerecht­fer­tigt zählt J.I. Packer die­ses Buch zu den fünf für ihn bedeutendsten.

Kapitel 6: Er wird Zeugnis geben

Heu­te wol­len wir Kapi­tel sechs des Buches Gott erken­nen bespre­chen. Es schließt den ers­ten Teil des Buches „Erken­ne den Herrn“ ab.  Die­se sechs Kapi­tel haben einen Über­blick über das The­ma „Gott“ gege­ben, sowie die Bedeu­tung der Erkennt­nis Got­tes abge­steckt. Zuletzt wur­den die drei Per­sön­lich­kei­ten der Drei­ei­nig­keit ana­ly­siert. Kapi­tel sechs run­det somit mit der Betrach­tung über den Hei­li­gen Geist, den ers­ten Teil des Buches ab. Packer stellt voll­kom­men kor­rekt fest, dass „die Leh­re vom Hei­li­gen Geist das Aschen­put­tel der christ­li­chen Leh­re“ sei (S.79),„Nur weni­ge schei­nen sich für sie zu inter­es­sie­ren“. In der Kir­che wird viel über das Werk und die Per­son Chris­ti gere­det, doch die Per­son und das Werk des Hei­li­gen Geis­tes wird weit­ge­hend igno­riert. Dabei ist das Werk des Hei­li­gen Geis­tes von ele­men­ta­rer Bedeutung.

Es war einmal …

Wirk­lich, ich muss zuge­ben, ich lie­be Mär­chen. Schon als Kind und Teen­ager (damals hielt ich das vor mei­nen Freun­den geheim) war ich immer auf der Suche nach span­nen­dem Lese­ma­te­ri­al. Mög­li­cher­wei­se hat es mit mei­ner Her­kunft zu tun, denn dadurch, dass die Sowjet­uni­on ein Viel­völ­ker­staat war, hat jede Kul­tur ihre Sagen und Mär­chen mit­ge­bracht. Sehr vie­le die­ser Mär­chen sind natür­lich blo­ßes Unter­hal­tungs­ma­te­ri­al. Zumeist wird dar­ge­stellt, wie einer durch Beharr­lich­keit, Geschick­lich­keit und ein Maß an Witz zu Erfolg kommt. Neben die­sen ober­fläch­li­chen Erzäh­lun­gen über­sieht man aber die wah­ren Per­len die­ser volks­tüm­li­chen Lite­ra­tur. Ich möch­te dies an drei Bei­spie­len illustrieren.

Das Buch der Schöpfung

Denn was von ihm unsicht­bar ist, sei­ne unver­gäng­li­che Kraft und Gott­heit, wird seit der Erschaf­fung der Welt mit der Ver­nunft an sei­nen Wer­ken wahr­ge­nom­men … Röm.1,20 Das Buch der Schöp­fung Über­aus beein­dru­ckend ist die Schöp­fung Got­tes.  J.C. Ryle stellt in sei­nem Buch „Seid hei­lig!“ fest: (Got­tes) Schöp­fung ist abso­lut voll­kom­men — voll­kom­men ob wir durchs Tele­skop oder durchs Mikro­skop schau­en; voll­kom­men in der Gestal­tung eines mäch­ti­gen Pla­ne­ten wie des Jupi­ters mit sei­nen Satel­li­ten, der sekun­den­ge­nau die Zeit ein­hält, in der er die Son­ne umrun­det, und voll­kom­men in der Gestal­tung des kleins­ten Insekts, das über den Boden kriecht.

Kapitel 5: Der inkarnierte Gott

Heu­te sind wir bereits beim fünf­ten Kapi­tel des Buches „Gott erken­nen“ von James I. Packer. In die­sem Kapi­tel beschäf­tigt sich der Autor mit der Inkar­na­ti­on Got­tes: Der Flei­sch­wer­dung bzw. Mensch­wer­dung Got­tes. Als Ein­stieg in das The­ma wählt der Autor die Schwie­rig­kei­ten der Men­schen an die Wun­der der Bibel zu glau­ben. Dabei muss man nur von einem ein­zi­gen Wun­der über­zeugt sein, dann wird man als Schluss­fol­ge­rung alle ande­ren Wun­der anneh­men. Wer ver­ste­hen kann, dass die „zwei­te Per­son der Gott­heit zum zwei­ten Adam wur­de“ (S. 60), bei dem lösen sich alle ande­ren Schwie­rig­kei­ten auf. Im wei­te­ren Ver­lauf des Kapi­tels geht Packer auf ver­schie­de­ne Aspek­te der Mensch­wer­dung ein. Beson­ders gelun­gen fand ich die Aus­le­gung zu Johan­nes 1,1−18 (S. 63 — 65). Packer zeigt auf, dass Johan­nes eine ganz kla­re Beweis­füh­rung führt, dass Jesus Chris­tus wah­rer Gott ist:

Buchrezension: Ich kann nicht mehr!

Die­ses Buch beschäf­tigt sich mit not­vol­len Situa­tio­nen unter­schied­lichs­ter Art, von denen die meis­ten Chris­ten im Lau­fe ihres Lebens in irgend­ei­ner Form betrof­fen sein wer­den. Kon­kret geht es dabei um Pro­ble­me in der Ehe, die Sor­ge um her­an­wach­sen­de Kin­der die sich vom Glau­ben abwen­den, Ver­su­chun­gen im per­sön­li­chen Glau­bens­le­ben wie auch um Kon­kurs, Gemein­de­pro­ble­me und die The­ma­tik des Bur­nouts. Beim Lesen wird sehr schnell deut­lich, dass der Autor die­se Situa­tio­nen selbst durch­lebt hat. Gleich zu Beginn berich­tet er kurz von den „Schick­sals­schlä­gen“ in sei­nem per­sön­li­chen Leben, bevor er sich den ein­zel­nen The­men zuwen­det. Der Leser fühlt sich „an die Hand genom­men“ und ver­stan­den, was es ihm leicht machen wird, die prak­ti­schen und Mut machen­den Denk­an­stö­ße und Rat­schlä­ge anzu­neh­men.Der zwei­te Teil des Buches ist eben­so wert­voll und beschäf­tigt sich mit der Lebens- und Lei­dens­ge­schich­te Hiobs.

Ole, der Pirat

Von Mit-Blo­g­­ger Alex­an­der habe ich kürz­lich ein beson­de­res Geschenk bekom­men. Eine Hör­­spiel-CD-Box, wel­che die Aben­teu­er der Wai­sen­kin­der Ole und Anne beinhal­tet. Die­se fin­den auf der Suche nach Arbeit eine Anstel­lung auf einem Schiff. Dabei soll Ole der neue Moses (Schiffs­jun­ge) sein. Jedoch mer­ken die bei­den erst auf hoher See, dass Sie auf einem Pira­ten­schiff ange­heu­ert haben … da ist es bereits zu spät, umzu­keh­ren. Zum Glück erin­nern Sie sich an eini­ge Lek­tio­nen des alten Dorf­pfar­rers, die ihnen bei den ver­schie­dens­ten Prü­fun­gen und Aben­teu­ern Kraft geben. Nach einem Über­fall auf ein hol­län­di­sches Schiff, haben die Pira­ten gro­ße Beu­te gemacht, aber auch eini­ge Gefan­ge­ne an Bord, davon zwei Mis­sio­na­re: Johan­nes und Jere­mi­as (wobei, man wird es kaum glau­ben, Jere­mi­as ein stren­ger, beson­ders „bibel­fes­ter“ Mis­sio­nar ist, wäh­rend Johan­nes sich durch sein Ver­ständ­nis und sei­ne Freund­lich­keit auszeichnet).

Buchvorstellung: Ungers großes Bibelhandbuch

Immer wie­der wer­de ich gefragt, ob es einen prak­ti­schen Bibel­kom­men­tar gibt, der die wich­tigs­ten The­men der Bibel abdeckt, aber eben nicht zu umfang­reich ist. Prin­zi­pi­ell ver­wei­se ich dabei auf Ungers Bibel­hand­buch. Ich fin­de die­ses Hand­buch äußerst gelun­gen und als ein ein­bän­di­ges Werk bie­tet es her­vor­ra­gen­de Hil­fe vor allem für Bibel­ein­stei­ger. In der Ein­füh­rung erklärt der Autor was die Bibel ist. Infor­ma­tio­nen zur Anord­nung, Inspi­ra­ti­on und Auto­ri­tät der Bibel wer­den klar erläu­tert. Neben den guten, hoch­wer­ti­gen und auf höchs­te Kom­pakt­heit aus­ge­leg­ten Erklä­run­gen beinhal­tet das Werk zahl­rei­che Gra­phi­ken, Illus­tra­tio­nen, Schau­bil­der und Foto­gra­phien. So kann man sich z. B. ein Bild über die Anord­nung der Stäm­me Isra­els wäh­rend der Wüs­ten­wan­de­rung machen.

Kapitel 4: Der einzig wahre Gott

Wir wol­len heu­te das vier­te Kapi­tel des Buches „Gott erken­nen“ von James I. Packer betrach­ten. Ich den­ke, wer noch mit ein­stei­gen möch­te, wird noch bis Kapi­tel sechs gute Mög­lich­kei­ten haben. Da die ers­ten sechs Kapi­tel die Grund­la­ge für das gan­ze Buch dar­stel­len. Somit bespre­chen Sie die grund­le­gen­den Ele­men­te des Wesens Got­tes. Ich per­sön­lich muss zuge­ben, dass ich von Kapi­tel zu Kapi­tel ehr­fürch­ti­ger vor unse­rem HERRN wer­de. Ich glau­be, die alten Israe­lis taten recht mit ihrer Ehr­furcht davor, den Namen Got­tes in irgend­ei­ner uneh­ren­haf­ten Wei­se aus­zu­spre­chen. In Kapi­tel vier ana­ly­siert der Autor das zwei­te Gebot: „Du sollst dir kein Göt­ter­bild machen, kein Abbild von irgend­et­was dro­ben im Him­mel oder unten auf der Erde oder im Meer. Du sollst dich auf kei­nen Fall vor ihnen nie­der­wer­fen oder sie anbe­ten! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifer­süch­ti­ger Gott“ ( 2. Mo 20,4−5).