Monate: August 2014

Buchrezension: Wie können wir denn leben?

Francis Schaeffer. Wie können wir denn leben? Hänssler: Holzgerlingen, 2000. 302 Seiten. Der Betanien-Verlag hat das Buch neu übersetzt und soeben veröffentlicht (siehe hier). Francis Schaeffer (1912-1984), Evangelist der Intellektuellen und einer der bedeutendsten Evangelikalen des 20. Jahrhunderts, hat seine Sicht auf die westliche Geistesgeschichte in diesem Buch niedergelegt. Ich empfehle, sich ergänzend die gleichnamige Dokumentarfilm-Serie zu Gemüte zu führen.  Beim Lesen muss bedacht werden: Schaeffer sah sich in erster Linie nicht als Philosoph, sondern als Evangelist. Seine (pointierte) Sichtweise hat er über Jahrzehnte in unzähligen Gesprächen mit Intellektuellen aus aller Welt entwickelt und geschärft. Sie ist schon Mitte der 80er-Jahre z. B. von Ronald W. Ruegsegger kritisiert worden.  Viel wichtiger scheint mir insgesamt jedoch die Auseinandersetzung mit einer christlichen Weltsicht an sich. Schaeffer geht etappenweise durch die Geschichte der Christenheit. Zu den einzelnen Phasen habe ich kurze Zusammenfassungen angefertigt.

Buchrezension: Zur Umwelt des Alten Testaments

In der Stadt Mari gab es ein Problem. Die Jagd nach den Löwen war ein königliches Privileg, dennoch kam ein besonders gewitzter Bürger auf die Idee, einen Löwen lebendig einzufangen. Der Bürgermeister der Ortschaft hatte nun ein zusätzliches Problem in seinen Tagesgeschäften und wusste nicht, was er mit dieser Idee anzufangen hatte. Da fiel ihm eine besonders gute List ein: Der Löwe ging als Geschenk an den König. Hübsch verpackt in einem großen Käfig und mit einem Brief an den König persönlich. Plötzlich stand die Ortschaft viel besser da, als gedacht… Diese Geschichte spielte sich nicht nur etwa 2000 Jahre vor Christus etwa 320 km nördlich von Bagdad ab, nein, der dazugehörige Brief ist immer noch erhalten, und zeugt davon, dass Schriftlichkeit im alten Orient eine durchaus tägliche Praxis war, und dass auch Dokumente zweitrangiger Ordnung (wie das oben vorgestellte) durchaus für aufbewahrungswert erachtet wurden.

5 Gründe „Timotheus“ zu abonnieren!

Du kennst das Timotheus Magazin noch nicht? Dann ist jetzt höchste Zeit, es kennenzulernen. Alexander Rempel und ich sind Timotheus-Leser und Unterstützer seit der ersten Ausgabe. In der Rezension zur ersten Ausgabe schrieb Alexander: Wenn die Aus­rich­tung der ers­ten Aus­gabe auch wei­ter­hin so bleibt, dann sehe ich für das Timotheus-Magazin eine gute Zukunft voraus. Heute nach fast vier Jahren können wir bestätigen, dass die Ausrichtung sich nicht geändert hat. Geändert hat sich auch nicht der Preis. Das Magazin ist auf dem Weg, erwachsen zu werden und sich zu etablieren. Die Qualität der Artikel und das Design wurden optimiert. Die Ausarbeitung der Themen werden vielfältiger und inhaltsreicher. Diese positive Entwicklung wollten wir weiter unterstützen. Im Blog des Timotheus Magazins habe ich fünf Gründe gefunden, die für ein Abonnement sprechen. Damit kann ich mich gut identifizieren: Unterstütze das gedruckte Wort! Lass dich herausfordern! Unterstütze bibeltreue Lehre ohne Kompromisse! Unterstütze unabhängige Medien! Unterstütze bibeltreue Medien! Den ausführlichen Artikel findest du HIER. Du kannst alle Ausgaben kostenfrei online lesen und dir selbst einen Eindruck von dem Magazin verschaffen. Ein …

Die Piscator-Bibel ist jetzt vollständig

10 Zugänge zur Piscator-Bibel (von Tim Holler) Sie wussten nicht, dass die Piscator-Bibel die erste in Deutschland gedruckte reformierte Bibel ist? Sie wussten nicht, dass außer Martin Luther auch der Herborner Theologieprofessor Johannes Piscator schon 1602 die Bibel ins Deutsche übersetzte? Sie wussten nicht, dass Piscators Bibel nicht nur im Dillgebiet, sondern schon im 17. Jahrhundert mit 35 Auflagen zur Staatenbibel im Schweizer Kanton Bern wurde? Sie wussten nicht, dass die ursprungsnahe Piscator-Bibel als ein Vorläufer für die Elberfelder-Übersetzung angesehen werden kann? Sie wollen die sprachliche Qualität, die Textgenauigkeit und das Gedankengut des reformierten Theologen selbst kennen lernen? Sie sind neugierig geworden auf die stileigenen Charakteristika Piscators wie seine Erklärungen zu bestimmten Wörtern und die Lehren zu jedem Kapitel seiner Bibel? Sie wollen jetzt mit dem Autor und der Person des Johannes Piscators vertraut werden? Sie wollen Einblicke gewinnen bezüglich des Einflusses von Humanismus und Renaissance auf diese reformierte Bibelübersetzung? Sie sind interessiert an der Wirkung der Piscator-Bibel auf die Stadtgeschichte Herborns und die Hohe Schule? Sie möchten Ihr kirchliches Leben durch die Piscator-Bibel prägen lassen …

Infografik: Wie lang ist die Bibel?

Die Bibel ist der Weltbestseller schlechthin! Vermutlich wird niemals ein anderes Buch ihr diesen Platz streitig machen. Sie nimmt eine einzigartige Stellung unter allen Büchern ein, weil es das einzige Buch ist, welches von Gott inspiriert ist. Trotz unterschiedlicher Autoren, die im einem Zeitraum von 1500 Jahren schrieben, verfolgt sie einen roten Faden. Wegen ihres Umfangs und Vielfalt ist es zunächst nicht leicht, den Überblick zu behalten. Die folgende Infografik gibt einen etwas anderen Überblick über die Bibel. Ich liebe Statistiken! Diese zeigt: das längste Buch der Bibel, das kürzeste Buch der Bibel, wie umfangreich die Bibel im Vergleich zu anderen Büchern ist, welche biblischen Autoren das meiste beigetragen haben und noch mehr.

Sei zufrieden – Studien des Alten Testaments: Prediger

„Nichtigkeit der Nichtigkeiten“, klagte Salomo, „Alles ist Nichtigkeit!“ Salomo gefiel dieses Wort. Er benutzte es im Prediger etwa 37 Mal, während er über das Leben unter der Sonne schrieb (…). Aus menschlicher Sicht erscheint das Leben sinnlos, und man kann leicht pessimistisch werden. Der jüdische Schriftsteller Sholom Aleichem beschrieb das Leben einst als „ein Furunkel auf einer Blase auf einem Krebsgeschwür.“ Diese Definition kann man fast körperlich spüren! Der amerkinasche Dichter Carl Sandburg verglich das Leben mit „einer Zwiebel – man schält die Lagen nach und nach ab, und manchmal weint man dabei.“ Mit diesen anregenden – oder besser pessimistischen – Zitaten fängt die Auslegung zum Buch Prediger an. Schon die einzelnen Titel der ganzen Kommentarreihe regen mit einer „Sei…“-Aufforderung zum Lesen an. So auch dieser Titel, der einen anregt, sich tiefer mit dem Buch Prediger zu beschäftigen.

NEU: Vom Glück vier Jungen zu erziehen

Lernerlebnisse mit Kindern Als fünf­facher Jun­gen­vater mit Söh­nen im Alter zwis­chen 5 Monaten und 8 Jahren ist die Erleb­nis­dichte hoch. Beim Ver­ar­beiten hilft mir das Schreiben. Lesen, schreiben und sin­gen — das sind meine drei Lieblings­beschäf­ti­gun­gen. Alle drei Tätigkeiten lassen sich mit Kindern umsetzen. Was erwartet Sie? 115 kurze Berichte, im All­tag ver­fasst, in den ursprünglichen, umgangssprach­lichen Wen­dun­gen belassen. Für das Lesen eines Berichts benöti­gen Sie zwis­chen 30 und 60 Sekun­den; für das Umset­zen brauchen Sie (aus Erfahrung) einige Monate. Ich wün­sche viel Aus­dauer und Spaß! Her­aus­ge­ber: Fol­gen Ver­lag, als eBook 1,99 EUR, ePub/Mobi, erhält­lich bei: ceBooks.de

Warum wir das Lesen lieben

Diesen Artikel von Tim Challies habe ich übersetzt und veröffentliche ihn hier mit freundlicher Genehmigung. Ich habe einen eifrigen Outdoor-Fan gesehen, einen Angler, der langsam vorbeizieht. Er kommt Morgen für Morgen, Tag für Tag, immer zur gleichen Zeit und immer zum gleichen Ort. Er wartet geduldig auf den Großen Fang, auf den schwierigen Treffer, den harten Kampf, der ihm einen Preis einbringen soll. Ich angle nicht, aber ich lese – und ich sehe hier Ähnlichkeiten. Ein eifriger Leser nimmt ein Buch nach dem anderen, Tag für Tag, forscht und sucht aufmerksam nach den wenigen aber wichtigen Gedanken. Vierhundert Seiten – oder sogar achthundert – kosten nicht viel für einen wichtigen Gedanken. Man zahlt einen kleinen Preis für eine Erkenntnis, die zur Anwendung führt und zur Lebensveränderung. Manchmal musst du eine Menge lesen, um einem wirklich wichtigen Gedanken zu begegnen. Einige Bücher enthalten nur Banalitäten; einige enthalten Gedanken, auf die du bereits vorher tausendmal gestoßen bist. Dann aber, endlich, findest du einen Gedanken, der es in sich hat. Das ist eine große Freude. Eine Belohnung. Der …

NEU: Wer bin ich – wie soll ich sein?

Kind, Frau Mann in der Identitätskrise Der Mensch leidet heute vielfach unter Orientierungslosigkeit und Manipulation. Dennoch bohrt die Frage »Wer bin ich?« in uns allen den Nerv unserer Identität an. Im Spiegel der Gesellschaft und in dem der Bibel soll gezeigt werden, wie wir uns als Kinder, Frauen und Männer neu finden und begreifen können. Ganz wesentlich ist hierfür die Begegnung mit dem anderen Menschen und mit Gott durch Jesus Christus. Her­aus­ge­ber: Fol­gen Ver­lag, als eBook 4,99 EUR, ePub/Mobi, erhält­lich bei: ceBooks.de

Endzeit? Eigentlich ganz einfach!

Mal ehrlich, wenn du dich mit der Endzeit beschäftigt hast, wirst du zugeben: Eschatologie (die Lehre von den letzten Dingen) ist ganz sicher kein einfaches Feld. Und wer kann schon auf die vielen Detailfragen zur biblischen Prophetie immer eine begründete Antwort geben? Und vielleicht geht es dir genauso wie mir. Ich habe versucht ein allgemeines Verständis, einen Überblick von der Endzeit zu gewinnen. Doch die unterschiedlichen Endzeitkonzepte verwirren. Die Diskussionen mit Andersdenkenden enden im Frust. Ermüdet legt man das Thema beiseite, denn es wird ja sowieso alles so kommen, wie es kommen soll. Lasst uns wachen und beten und freuen auf die Wiederkunft Christi. Doch dann stößt man beim regelmäßigen Bibellesen auf Aussagen über die Endzeit und dann darf man nicht einfach darüber hinwegsehen. Eschatologie ist ein fester und wesentlicher Bestandteil des Evangeliums. Das ist die Hauptthese von Samuel E. Waldron in seinem Buch Endzeit? Eigentlich ganz einfach!: