Monate: März 2014

Buchrezension: Sind religiöse Gefühle zuverlässige Anzeichen für wahren Glauben?

Die­ser Klas­si­ker wur­de vor fast 270 Jah­ren von einem Mann geschrie­ben, der bis heu­te in Ame­ri­ka als einer der größ­ten Phi­lo­so­phen und Theo­lo­gen geach­tet wird. Gleich­zei­tig ist er unter den Chris­ten als Erwe­ckungs­pre­di­ger an der Sei­te von Geor­ge White­field bekannt. Edwards hat die „Gro­ße Erwe­ckung“ in Ame­ri­ka mit­er­lebt – mit all den posi­ti­ven, aber auch den nega­ti­ven Begleit­um­stän­den wie z.B. ober­fläch­li­che Begeis­te­rung, Eksta­se, kör­per­li­chen, see­li­schen und geist­li­chen Ent­glei­sun­gen. Sei­ne Nüch­tern­heit und sei­ne schar­fe, geist­li­che Beob­ach­tungs­ga­be führ­ten dazu, dass er die­ses Buch schrieb, in dem er sei­ne Ein­drü­cke ana­ly­siert und mit der Bibel ver­gleicht, um den Erweck­ten damals wie heu­te eine Hil­fe zu bie­ten, mensch­li­che Begeis­te­rung von geist­li­cher Fröm­mig­keit zu unter­schei­den. Die­ses wich­ti­ge Werk, das – soweit wir wis­sen – nun zum ers­ten Mal in deut­scher Spra­che erschie­nen ist, zeigt, wel­che Emo­tio­nen und Ver­hal­tens­wei­sen bei „Erweck­ten“ nur flei­sch­­lich- reli­gi­ös und damit ungeist­lich sind – im Gegen­satz zu den Emo­tio­nen und Früch­ten, die der Geist Got­tes im Leben Wie­der­ge­bo­re­ner bewirkt.

Buchrezension: Biblische Dogmatik — Eine Einführung in die systematische Theologie

Nach­dem die­ses umfas­sen­de Werk bereits in vie­le Spra­chen über­setzt und weit ver­brei­tet wor­den ist, liegt es nun erst­mals auch in deut­scher Über­set­zung vor. Der Autor gibt bereits im Vor­wort einen Über­blick über sei­ne per­sön­li­chen Über­zeu­gun­gen, was fair und auch für den Leser zur Ein­ord­nung die­ses Wer­kes sehr hilf­reich und wert­voll ist: Way­ne Gru­dem ver­tritt u.a.: Eine „kon­ser­va­ti­ve Sicht­wei­se der bibli­schen Irr­tums­lo­sig­keit, die deut­lich im Ein­klang mit der ‚Chi­ca­go Erklä­rung‘ steht“ „Eine tra­di­tio­nell refor­mier­te Posi­ti­on in Bezug auf die Fra­gen der Sou­ve­rä­ni­tät Got­tes und der Ver­ant­wor­tung des Men­schen, des Aus­ma­ßes des Süh­ne­op­fers und der Ver­söh­nung sowie der Fra­ge der Prä­de­sti­na­ti­on“ Die Über­zeu­gung, „dass die­je­ni­gen, die wahr­haft wie­der­ge­bo­ren sind, ihr Heil nie­mals ver­lie­ren wer­den“ Dass Män­ner und Frau­en in der Ehe und in der Gemein­de ver­schie­de­ne Rol­len bzw. Auf­ga­ben haben Die Glau­bens­tau­fe nach bap­tis­ti­schem Ver­ständ­nis Dass alle Geis­tes­ga­ben heu­te noch gül­tig sind – aller­dings ist „Apos­tel“ sei­ner Mei­nung nach ein „Amt“ und kei­ne „Gabe“ und daher heu­te nicht mehr exis­tent Die Sicht, dass die Wie­der­kunft Chris­ti jeden Tag statt­fin­den kann. Sie wird sei­ner Über­zeu­gung nach „prä­mil­le­nia­lis­tisch“ (vor dem Tau­send­jäh­ri­gen Reich), aber …

NEU: distomos-Schriftenreihe

Der Blog­ger Georg Wal­ter ist der Her­aus­ge­ber der neu­en dis­­to­­mos-Schri­f­­ten­­rei­he zu Bibel und Zeit­ge­sche­hen. In einem sach­li­chen Stil infor­miert die Rei­he über aktu­el­le und umstrit­te­ne The­men und bewer­tet die­se. Die kurz gehal­te­nen Bro­schü­ren erschei­nen im neu­en Artos-Ver­­lag. Die ent­spre­chen­den eBook-Ver­­­si­o­­nen ver­öf­fent­licht der eBook-Ver­­lag Fol­gen Ver­lag und sind bei ceBooks.de erhältlich.

Buchrezension: Worte, die verändern

Ein hilf­rei­ches Buch für jeden, der nach einem Leit­fa­den sucht, wenn es um das Aus­wen­dig­ler­nen von Bibel­ver­sen geht. In fast 40 Kapi­teln wer­den ins­ge­samt 100 Ver­se vor­ge­stellt, die gut zum Aus­wen­dig­ler­nen geeig­net sind. Dabei geben sie die „ent­schei­den­den Aspek­te des Glau­bens“ wie­der, was ein beson­de­res Anlie­gen der Autoren ist. Zu jedem die­ser vor­ge­stell­ten Ver­se gibt es eine gründ­li­che und hilf­rei­che Erklä­rung, die zum bes­se­ren Ver­ständ­nis und zur leich­te­ren Ver­in­ner­li­chung führt. Am Ende der jewei­li­gen Kapi­tel fol­gen unter der Über­schrift „Ers­te Schrit­te zur Ver­än­de­rung“ Fra­gen, die eine posi­ti­ve Ver­än­de­rung auf­grund des Ler­nens för­dern sol­len. Lei­der klin­gen die­se Fra­gen manch­mal etwas steif und man hat Mühe, sich dadurch wirk­lich ange­spro­chen zu fühlen.

Buchrezension: Neu belebt von ihm

Wie in dem Titel schon zum Aus­druck kommt, ist es das Anlie­gen der Autoren, mit Hil­fe die­ses Kur­ses zu einer erneu­er­ten Aus­rich­tung auf Gott und sein Wort zu kom­men. Jede Woche beginnt mit einem The­ma, wobei anfangs die ver­ti­ka­le Ebe­ne, also unse­re Bezie­hung zu Gott, und unter die­sem Gesichts­punkt dann spä­ter die hori­zon­ta­le Ebe­ne – wie dies unse­re Bezie­hung zu ande­ren Men­schen beein­flusst – beleuch­tet wird. Jede Lek­ti­on beginnt mit einem Zeug­nis, als Bei­spiel einer prak­ti­schen Aus­wir­kung des vor­ge­stell­ten The­mas. Es fol­gen Bibel­stel­len zur Ver­tie­fung, Merk­ver­se, prak­ti­sche Tipps und immer wie­der Fra­gen, die zum Nach­den­ken anre­gen sol­len und eine gute Hil­fe sind, das Gele­se­ne im ganz per­sön­li­chen All­tag umzu­set­zen. Sie sol­len auch ver­hin­dern, dass das The­ma „Erwe­ckung“ zu einer Kopf­sa­che wird. Immer wie­der wird der Leser ein­dring­lich dahin zurück­ge­führt, sich vor Gott zu prü­fen, sei­nem Wort zu gehor­chen, Sün­de als sol­che zu erken­nen und aus­nahms­los ange­mes­sen zu beken­nen. Es wer­den The­men behan­delt wie: Erwe­ckung, Demut, Auf­rich­tig­keit, Buße, Gna­de, Ver­ge­bung, sexu­el­le Rein­heit, die per­sön­li­che Stil­le Zeit u.a.

Buchrezension: Kämpfe den guten Kampf

Die Suche nach Gold ist har­te Arbeit und kann nicht im Vor­bei­ge­hen erle­digt wer­den. Daher will der Autor dem Leser die Arbeit des For­schens und Suchens nicht abneh­men, son­dern Werk­zeu­ge an die Hand geben, die ihn leich­ter fün­dig wer­den las­sen und davor bewah­ren, zu schnell auf­zu­ge­ben. Als erfah­re­ner „Schatz­su­cher“ weiß er um den Wert selbst gebor­ge­ner Schät­ze und will ins­be­son­de­re die jün­ge­re Genera­ti­on her­aus­for­dern. In dem vor­lie­gen­den Band, dem hof­fent­lich wei­te­re fol­gen, fin­den sich zahl­rei­che Stu­di­en­hil­fen zum 1.Timotheusbrief. Neben hilf­rei­chen Glie­­de­­rungs-Vor­­­schlä­­gen, Hin­­ter­­grund-Infor­­ma­­ti­o­­nen, Über­­­sichts-Tabel­­len und Wort­er­klä­run­gen sind es gera­de die offe­nen Fra­gen und lee­ren Arbeits­blät­ter, die zum eige­nen For­schen anspor­nen: Wel­che Begrif­fe fin­den sich in Kapi­tel 1 und 6? Was sind Schlüs­sel­be­grif­fe im gan­zen Brief? Wie könn­te man Kapi­tel 3 ein­tei­len? Wel­che Rol­le spielt der Teu­fel in die­sem Brief? usw.

Buchrezension: Behüte dein Herz

„Unser Cha­rak­ter von mor­gen ist das Ergeb­nis unse­rer Gedan­ken von heu­te.“ (S. 38) „Unser wich­tigs­tes Sexu­al­or­gan ist unser Gehirn! Wie ist das bei Ihnen: Füt­tern Sie Ihre sexu­el­le Unrein­heit oder las­sen Sie sie ver­hun­gern? Füt­tern Sie Ihre Lei­den­schaft für Chris­tus, oder las­sen Sie sie ver­hun­gern?“ (S. 40) „Eltern, die nie­mals im Leben einen Baby­sit­ter für ihre Kin­der enga­gie­ren wür­den, der auch nur um drei Ecken der Pädo­phi­lie ver­däch­tigt wird, lie­fern die­sel­ben Kin­der unbe­sorgt der Sün­de aus, wenn sie die­se vor dem Fern­se­her zap­pen las­sen.“ (S. 62) „Lie­be Ehe­frau­en, fra­gen Sie Ihre Män­ner, was für sexu­el­le Ver­su­chun­gen sie haben und wie Sie ihnen hel­fen kön­nen … Zu vie­le Ehe­frau­en haben kei­nen Schim­mer von den Kämp­fen, die in ihren Män­nern toben.“ (S. 82)

Ein kleiner Unterricht, was man in den Evangelien suchen und erwarten soll

In letz­ter Zeit wer­den mir die Wer­ke von Mar­tin Luther immer wich­ti­ger. Ich muss immer wie­der stau­nen mit wel­cher Klar­heit er das Evan­ge­li­um erkannt hat. Mit gro­ßer Über­sicht und rei­cher Spra­che konn­te er in einem dunk­len Zeit­al­ter das Licht des Evan­ge­li­ums erken­nen und auch ande­ren wei­ter­ge­ben. So auch in die­ser klei­nen Schrift, die als Ein­lei­tung zu einer Pre­digt­samm­lung, die er auf der Wart­burg hielt, von Luther 1522 ver­fasst wur­de. In die­ser kur­zen Ein­lei­tung (etwa 8 Sei­ten lang), sowie in den Pre­dig­ten will Luther uns ermun­tern, selbst­s­stän­dig Gebrauch von der Hei­li­gen Schrift zu machen. Wich­tig ist es für ihn, klar zu machen, was mit dem Begriff „Evan­ge­li­um“ gemeint ist: Es ist eine fes­te Gewohn­heit, dass man die Evan­ge­li­en nach den Büchern zählt und nennt und sagt: Es gibt vier Evan­ge­li­en. Daher ist’s gekom­men, dass man nicht weiß, was Pau­lus und Petrus in ihren Brie­fen sagen, und dass ihre Leh­re als Zusatz  zur Leh­re der Evan­ge­li­en ange­se­hen wird (…). Danach ist es eine noch schlim­me­re Gewohn­heit, dass man die Evan­ge­li­en und die Brie­fe als Gesetz­bü­cher ansieht, wor­in man …