Monate: November 2013

Himmel über fremdem Land

Nie­der­lan­de, im März 1908. Die Welt am Abend des ers­ten Welt­krie­ges steht vor gro­ßen Ver­än­de­run­gen. In den Nie­der­lan­den ver­sucht der Vater der Fami­lie van Cam­pen, ein erfolg­lo­ser Geschäfts­mann,  durch eine arran­gier­te Ehe sei­ner ältes­ten Toch­ter Til­la das Anse­hen sei­nes Hau­ses zu ret­ten. Sei­ne zwei­te Toch­ter, Anki, wird Kin­der­mäd­chen in St. Peters­burg. Die jüngs­te Toch­ter, die drei­zehn­jäh­ri­ge Demy, muss Til­la als Gesell­schaf­te­rin nach Ber­lin beglei­ten. Demy jedoch, ein leben­di­ger Wild­fang, emp­fin­det die Ber­li­ner Gesell­schaft in der Fami­lie Mein­dorff als Ein­schrän­kung ihrer Frei­heit. Schon bald gerät Sie mit ihrem neu­en Heim in Kon­flikt. Gleich­zei­tig wird uns Phil­ipp, ein Pfle­ge­sohn der Fami­lie Mein­dorff vor­ge­stellt. Die­ser küm­mert sich als Leut­nant  in Deutsch-Süd­­­wes­t­afri­­ka um die Sicher­heit in den Diamantenminen.

Das widerspenstige Ich

Die Macht der Ver­su­chun­gen — wer hat sie noch nicht erlebt? Ich kann von mir sagen, dass ich sie schon sehr oft zu spü­ren bekam und ich muss geste­hen, dass ich die­ser Macht auch oft genug unter­lag. Das eige­ne Ich will nicht das tun, was der Ver­stand for­dert. Wie­der­holt mit der­lei Situa­tio­nen kon­fron­tiert bestell­te ich das Buch von Erwin W. Lut­zer in der Hoff­nung, dort eini­ge Hil­fe­stel­lun­gen zu fin­den. Nach­dem ich das Buch gele­sen habe, kann ich sagen, dass mei­ne Erwar­tun­gen nicht ent­täuscht wur­den. Aus­führ­lich geht der Autor auf ver­schie­de­ne Ver­su­chun­gen ein, bspw. mit der Fra­ge danach, war­um es Ver­su­chun­gen über­haupt gibt und war­um wir ihnen immer wie­der unter­lie­gen. Dabei ist wäh­rend des Lesens eine stän­di­ge Selbst­prü­fung erfor­der­lich, wenn der Autor auf bestimm­te Gewohn­hei­ten ein­geht und den Leser fragt, ob die­se auch in ihm schon ihre Wur­zeln geschla­gen haben.

Paolo – Der GerümpelSchatzKlau

„Pao­lo – Der Gerüm­pel­Schatz­Klau“ ist ein ganz aktu­el­les Buch – erschie­nen 2013 im BOAS-Ver­lag. Ich wür­de es nicht unbe­dingt als typi­sches christ­li­ches Kin­der­buch beschrei­ben. Die Haupt­per­son — Pao­lo – ist ein tie­f­un­glück­li­cher Jun­ge. Nach dem Tod sei­ner gelieb­ten Oma geht es in sei­nem Leben berg­ab. Der Vater ver­lässt die Fami­lie und die Mut­ter ist hin– und her­ge­ris­sen zwi­schen Arbeit und Kin­dern. Pao­lo hat näm­lich zwei jün­gere Brü­der, die noch in den Kin­der­gar­ten gehen. Die Mut­ter ist mit der Situa­tion total über­for­dert und wälzt einen Groß­teil der Ver­ant­wor­tung und Haus­ar­beit auf Pao­lo ab, womit die­ser wie­derum nicht klar­kommt. Er ver­liert alle sei­ne Freun­de, wird zu einem gefürch­te­ten Schlä­ger­typ und ver­ein­samt völ­lig. So trau­rig es auch klingt – ich den­ke, dass die Auto­rin in die­sem Buch das Bild einer Fami­lie auf­zeigt, das in unse­rer heu­ti­gen Gesell­schaft kei­ne Sel­ten­heit ist und mit dem sich so manch ein jun­ger Leser auf irgend­eine Wei­se iden­ti­fi­zie­ren kann. Wie­derum kann es sein, dass Kin­der, die in behü­te­ten, christ­li­chen Fami­lien auf­wach­sen, ein völ­lig ande­res Fami­li­en­bild ken­nen­ler­nen. Mög­li­cher­weise wird es für sie ein­fa­cher, nach­dem sie die­ses Buch gele­sen haben, sich in die Situa­tion und …