Monate: Oktober 2012

Ryle: Gedanken für junge Männer

Macht es Sinn, ein über 100 Jah­re altes Buch spe­zi­ell für jun­ge Män­ner neu auf­zu­le­gen, ohne gro­ße Anpas­sun­gen an die „Face­­book-Gene­r­a­­ti­on“ vor­zu­neh­men? In die­sem Fall mein deut­li­ches „Ja“. J.C. Ryle war 71, als er sei­ne „Gedan­ken für jun­ge Män­ner“ das letz­te Mal über­ar­bei­te­te. Als Pas­tor und Vater von fünf Kin­dern (davon drei Söh­ne) bemerkt man beim Lesen sei­ne gro­ße Zunei­gung zu der Genera­ti­on jun­ger Män­ner. Mit deut­li­chen Wor­ten beschreibt er fünf wesent­li­che Grün­de, war­um jun­ge Män­ner Ermah­nung brau­chen. Sicher benö­ti­gen auch ande­re Alters- und Ziel­grup­pen Kor­rek­tur und Wor­te der Ermah­nung. Aber offen­bar zielt der Teu­fel vor allem dar­auf, jun­ge Män­ner von Gott und kom­pro­miss­lo­ser Nach­fol­ge abzu­hal­ten. Fünf beson­de­re Gefah­ren wie Selbst­über­schät­zung (Stolz), Spaß­kul­tur (Ver­gnü­gungs­sucht) und Null-Bock-Ein­stel­­lung (Gedan­ken­lo­sig­keit und Unüber­legt­heit) für jun­ge Män­ner wer­den lei­den­schaft­lich auf­ge­zählt und mün­den in all­ge­mei­ne Rat­schlä­ge. „Spe­zi­el­le Ver­hal­tens­re­geln“ wol­len dem jugend­li­chen Leser hel­fen, mit Gott mit Erfolg nach­zu­fol­gen. „Gedan­ken für jun­ge Män­ner“ hat in sei­ner Neu­auf­la­ge ein jugend­li­ches Design erhal­ten und eig­net sich gera­de vom Inhalt gut zum Wei­ter­ge­ben an jun­ge Män­ner mit christ­li­chem Hin­ter­grund. Etwas zu kurz geht Ryle in …

Leserunde: Lernen, zu beten (11)

Heu­te folgt der vor­letz­te Arti­kel zu dem Buch „Ler­nen, zu beten“ von D.A. Car­son. Der Pro­fes­sor für Neu­es Tes­ta­ment hat uns anhand der Gebe­te des Apos­tel Pau­lus das Beten gelehrt. Wenn man es genau nimmt, kann uns nur der Hei­li­ge Geist wirk­lich beim Beten hel­fen. Wer bereit ist, sich dar­auf ein­zu­las­sen und Zeit inves­tiert, die Gebe­te des Pau­lus‘ zu stu­die­ren, wird eine unge­ahn­te Tie­fe in sei­nem Gebets­le­ben erfah­ren. Im Gebet kön­nen wir die innigs­te Gemein­schaft mit dem leben­di­gen Gott pfle­gen, die wir auf die­ser Erde je haben kön­nen. Näher kön­nen wir Gott nicht kom­men als im Gebet. Doch Beten will gelernt wer­den. Wenn unse­re Genera­ti­on nicht vie­le Gebets­kämp­fer her­vor­bringt, deren Gebets­ge­wohn­hei­ten die Nor­men der Schrift ange­mes­sen wie­der­ge­ben, dann müs­sen wir umso drin­gen­der zur ursprüng­li­chen Quel­le zurück­keh­ren. Dann wer­den wir von Neu­em ler­nen, wofür wir beten sol­len, wel­che Argu­men­te wir ver­wen­den und auf wel­che The­men wir uns kon­zen­trie­ren sol­len, wel­che Lei­den­schaft sich gehört, wie die­se Gebe­te in eine grö­ße­re christ­li­che Visi­on pas­sen und wie die zen­tra­le Stel­lung Got­tes in unse­ren Gebe­ten wahren.

Vier Hörbibeln im Vergleich

Es ist müßig stän­dig vom Zeit­man­gel zu reden und zu schrei­ben. Jedem Men­schen ste­hen 24 Stun­den pro Tag zur Ver­fü­gung, die „ledig­lich“ gut genutzt wer­den wol­len. Ich bin jeden Tag in etwa 1,5 Stun­den auf der Stra­ße unter­wegs. Dabei bin ich der Ver­su­chung aus­ge­setzt, mich durch Radio-Geplän­­kel berie­seln zu las­sen. Bes­ser aber als säku­la­re Musik oder lau­fend Nach­rich­ten­sen­der zu hören sind gute Pre­dig­ten und Vor­trä­ge. War­um aber nicht direkt die Bibel selbst reden las­sen? Inzwi­schen gibt es eine gute Aus­wahl ver­schie­de­ner Bibel­über­set­zun­gen und Über­tra­gun­gen als Hör­bü­cher. Heu­te möch­te ich vier Hör­bi­beln gegen­über­stel­len und ver­glei­chen. Die Über­sicht soll hel­fen, sich für eine Ver­si­on zu ent­schei­den. Ich habe mich beim Ver­gleich auf die drei klas­si­schen Bibel­über­set­zun­gen Schlach­ter, Elber­fel­der und Luther (in zwei Vari­an­ten) kon­zen­triert. Ich möch­te dar­auf hin­wei­sen, dass die Wer­tung und Ein­schät­zung von Stim­me, Design etc. mei­nem per­sön­li­chen Geschmack ent­spricht und die Ent­schei­dung für eine bestimm­te Hör­bi­bel letz­ten Endes jeder für sich anhand der Hör­pro­ben und der genann­ten Fak­ten tref­fen muss. Ich hof­fe der Ver­gleich führt zu einer guten Entscheidung.

Leserunde: Lernen, zu beten (10)

Heu­te möch­te ich einen kur­zen Ein­blick in das 10. Kapi­tel des Buches „Ler­nen, zu beten“ von D.A. Car­son geben. Die­ses und das nächs­te Kapi­tel beschäf­ti­gen sich mit zwei Abschnit­ten aus dem Ephe­ser­brief. Die dich­te Spra­che der ers­ten drei Kapi­tel die­ses Bibel­bu­ches geben immer wie­der Anlass, sich mit dem rei­chen Inhalt zu beschäf­ti­gen. Es ist nicht nur zu emp­feh­len, son­dern unum­gäng­lich ein Buch wie die­ses mit offe­ner Bibel an der Sei­te zu lesen. Zwar ist am Anfang eines jeden Kapi­tels der Bibel­text freund­li­cher­wei­se abge­druckt. Doch das hin und her blät­tern ist unprak­tisch und man ver­liert schnell die Über­sicht. Gera­de bei die­sem Text aus Ephe­ser 1,15−23 der nur aus zwei Sät­zen mit über 180 Wör­tern besteht, ist es sinn­voll, den Text beim Lesen der Aus­le­gung stets im Blick zu behal­ten. Nach­dem D.A. Car­son im 9. Kapi­tel uns Leser mit der geheim­nis­vol­len Eigen­schaft, der Sou­ve­rä­ni­tät Got­tes, bekannt gemacht hat, erklärt er im 10. Kapi­tel, was es bedeu­tet, zum sou­ve­rä­nen Gott zu beten. Der Autor hat gute Arbeit geleis­tet, den Gedan­ken­gang in die­sen lang­at­mi­gen Sät­zen nach­zu­zeich­nen. Wer text­aus­le­gen­de Predigten …

Christliche Verlage im „Facebook-Ranking“ 1012

Ein wei­te­rer Ver­lag hat eine Sei­te bei Face­book ein­ge­rich­tet. Der für sei­ne schlicht in weiß gehal­te­te­nen Bücher bekann­te Herold Ver­lag steigt in die­sem Monat in das Ran­king mit ein. Der Ver­lag gibt monat­lich das Maga­zin Herold Sei­nes Kom­mens her­aus und bie­tet vie­le wert­vol­le Bücher zum The­ma prak­ti­sche Nach­fol­ge an. Einen äußert gro­ßen Sprung nach oben hat SCM Häns­s­ler Buch im ver­gan­ge­nen Monat geschafft. Über 130 neue Fans konn­te der Ver­lag hin­zu­ge­win­nen. SCM Häns­s­ler Buch liegt damit auf Rang 6.

Schirrmacher: Wir haben eine Nische zwi­schen from­men und nicht­from­men Ver­la­gen gefunden

Die Inter­net­sei­te von GenialeBuecher.de wur­de in letz­ter Zeit gene­ral­über­holt. Sie erscheint jetzt nicht nur im neu­en Gewand, son­dern bie­tet auch attrak­ti­ve Ange­bo­te und Schnäpp­chen­prei­se. GenialeBuecher.de bie­tet zwar nicht die brei­te Palet­te an, wie eini­ge ande­re christ­li­che Online­shops. Dafür fin­det man dort Bücher, die es ent­we­der woan­ders nicht oder zu höhe­ren Prei­sen gibt. Es lohnt, regel­mä­ßig vor­bei­zu­schau­en. Neben zahl­rei­chen deut­schen Titel wer­den auch ca. 60 eng­li­sche Bücher gelis­tet, die meis­tens nicht ohne Wei­te­res in Deutsch­land erhält­lich sind. Ins­ge­samt kann man zwi­schen 600 Titeln aus­wäh­len. Unse­re Leser haben die Mög­lich­keit, einen Monat lang auf zwei Ein­käu­fe 25% Rabatt auf alle nicht preis­ge­bun­de­nen Bücher zu erhal­ten. Die preis­ge­bun­de­nen Bücher wer­den auto­ma­tisch von den Rabat­ten im Waren­korb aus­ge­nom­men. Die Akti­on läuft einen Monat lang vom 7.10.2012 bis 7.11.2012. Die­sen Gut­schein­code im Waren­korb ein­ge­ben und spa­ren:  NIMMLIES-GNX-90Q-77O-UA0 Wich­tig: MBS-Stu­­den­­ten soll­ten den zwei­ten Gut­schein ver­wen­den. Nur die­ser funk­tio­niert zusam­men mit den Ver­güns­ti­gun­gen die sie sonst noch erhal­ten: NIMMLIES-Y7J-PAO-TBM-890 —– David Schirr­ma­cher der Betreu­er und Tho­mas Schirr­ma­cher der Initia­tor von GenialeBuecher.de und Inha­ber von VKW (Ver­lag für Kul­tur und Wis­sen­schaft) waren bereit, …

Leserunde: Lernen, zu beten (9)

Eigent­lich woll­te ich jede Woche ein Kapi­tel aus dem Buch Ler­nen, zu beten von D.A. Car­son bespre­chen. Den Bei­trag von letz­ter Woche möch­te ich heu­te nach­ho­len. Der Arti­kel zum 10. Kapi­tel erscheint dann Ende die­ser Woche. Damit möch­te ich allen denen ent­ge­gen­kom­men, die sich vor­ge­nom­men haben, ein Kapi­tel pro Woche zu lesen. Ab nächs­te Woche pla­ne ich wie­der jeden Mitt­woch ein Kapi­tel zu reflek­tie­ren. In Kapi­tel 9 beschäf­tigt sich Car­son mit der wohl geheim­nis­volls­ten Eigen­schaft Got­tes — mit dem sou­ve­rä­nen Gott. Dem Begriff Sou­ve­rä­ni­tät bin ich nur sehr spät in mei­nem Glau­bens­le­ben begeg­net. Die­ses Wort wur­de in mei­ner Gemein­de nicht ver­wen­det.  Und wer mit dem Wort nicht viel anfan­gen kann, der sei getrös­tet: die­ses Wort kommt in der Bibel nicht vor. Doch was in die­sem Wort kom­pri­miert aus­ge­drückt wird, ist die bibli­sche Leh­re von Gott, dem König in sei­ner Welt. Die Hei­li­ge Schrift lehrt vom Anfang bis zum Ende aus­drück­lich sei­ne unum­schränk­te Herr­schaft. Wer sich mit die­ser Eigen­schaft Got­tes beschäf­tigt, wird schnell fest­stel­len, dass sie schein­bar mit der Ver­ant­wor­tung des Men­schen kol­li­diert. Doch beim genau­en hin­se­hen, lässt sich …

Jay E. Adams: Christsein auch zu Hause

Dass es in man­chen christ­li­chen Fami­li­en alles ande­re als christ­lich zugeht ist eine schmerz­li­che Wahr­heit und eine Tat­sa­che, die den christ­li­chen Glau­ben beschä­digt. Der Unter­schied zu Nicht­chris­ten ist jedoch, dass Chris­ten eine gemein­sa­me Grund­la­ge im Glau­ben haben, die jedes Pro­blem über­win­den und lösen kann. Das Wich­tigs­te dabei ist Offen­heit und ech­te Kom­mu­ni­ka­ti­on. In kur­zen Kapi­teln geht Jay E. Adams auf Aus­sa­gen der Bibel zur Ehe und Ehe­lo­sig­keit ein. Anschau­lich beschreibt er die Rol­le der Frau und des Man­nes anhand der Bezie­hung zwi­schen Chris­tus und der Gemein­de. Kur­ze Fra­ge­bö­gen und Tests am Ende der Kapi­tel hel­fen das Gelern­te in die Tat umzu­set­zen. Der mitt­ler­wei­le über 80-jäh­­ri­­ge Seel­sor­ger und Autor hat „Christ­sein auch zu Hau­se“ bereits 1972 geschrie­ben. In der Neu­auf­la­ge ist das Alter des Buches beim Lesen kaum fest­zu­stel­len. Sehr schön ist es dem Autor gelun­gen, hei­rats­wil­li­gen jun­gen und erfah­re­nen Paa­ren mit weni­gen Wor­ten Ori­en­tie­rung für ein „christ­li­ches“ Ehe­le­ben zu geben. Damit „Christ­sein auch zu Hau­se“ gelebt wird.