Monate: Oktober 2012

Fritz Binde über das Wissen der Welt und das Wissen über Gott

„Ich hat­te einen Plan gemacht. Stre­ben woll­te ich, stre­ben jede Stun­de und mit allen Kräf­ten. Aber nach was? Maler woll­te ich wer­den. Aber malen konn­te ich nur am Sonn­tag. Soll­ten die Aben­de der Woche ver­lo­ren gehen mit dem Geschwätz der soge­nann­ten Freun­de? Das muss­te auf­hö­ren. Da sah ich im Schau­fens­ter einer Buch­hand­lung eine Rei­he blau­grau­er Bücher ste­hen. „Wis­sen der Gegen­wart“ stand dar­über und jeder Band kos­te­te eine Mark. Auf ein­mal wuss­te ich, wonach ich stre­ben woll­te,  näm­lich nach mehr Wis­sen als mir die Schu­le und Vaters Biblio­thek gege­ben haben, näm­lich nach dem gesam­ten Wis­sen der Gegen­wart — über alles in der Welt. Auch über Gott. Ja, auch über Gott. Und da wuss­te ich auch, wo von jetzt an die Mark blei­ben soll­te, die mir Vater jede Woche als Taschen­geld gab. Einen solch blau­grau­en Band wür­de ich mir dafür kau­fen, jede Woche einen, und an den Aben­den jeder Woche wür­de ich ihn durch­le­sen. So fing ich an und führ­te es aus, Woche um Woche. Ich las vom Licht, vom Schall, von der Wär­me und Elek­tri­zi­tät, von Fix­ster­nen und Kometen, …

Aus Sicht des Buchhändlers… — ein Interview

Ein Buch­händ­ler beginnt mit sei­ner Lie­be zum Buch. Nach drei Jah­ren scheint die­se Lie­be zu erkal­ten. Patrick Dan­kert von Dan­kert Con­sul­ting sprach mit Tor­ben Dani­elz­ik von Zelt­ma­cher über Bücher, ihren Preis, per­sön­li­che Erfah­run­gen, die Zukunft des Buches und über die Zukunft von Zelt­ma­cher. PD: Herr Dani­elz­ik, Sie sind Buch­händ­ler. Gehen Sie zur Frank­fur­ter Buch­mes­se? TD: Als Buch­händ­ler soll­te man infor­miert sein. Aber der Auf­wand lohnt nicht mehr. Ich war vor zwei Jah­ren dort und ein­mal in Leip­zig und habe mei­ne Erfah­run­gen gesam­melt und wert­vol­le Gesprä­che geführt. Heu­te, nach drei Jah­ren Online­buch­han­del, sehe ich vie­les mit ande­ren Augen. PD: Sie haben bei Null ange­fan­gen. Wie hat sich das Geschäft ent­wi­ckelt? TD: Wir haben als Fami­lie von Anfang an nicht erwar­tet, dass wir allein von dem Buch­ge­schäft leben kön­nen. Dazu waren wir zu sehr Rea­lis­ten. Aber dass es aus wirt­schaft­li­cher Sicht so schwie­rig ist, das hat­ten wir nicht erwar­tet. Das zwingt uns zu einem Umden­ken und einer Umkehr aus der Sack­gas­se. …wei­ter­le­sen auf www.zeltmacher-buecher.eu

Andrew Murray: Bleibe in Jesus

Was ist das Wesent­li­che in einer leben­di­gen Bezie­hung zu Jesus Chris­tus? Die Ant­wort dar­auf ist nicht schwer. Sie lässt sich leicht zusam­men­fas­sen in der einen Wahr­heit. Wir müs­sen in Jesus blei­ben. Dies bedeu­tet nichts ande­res, als stän­dig in der Gemein­schaft mit Jesus zu leben. Jesus hin­ter­ließ sei­nen Jün­ger am Ende sei­nes Diens­tes eini­ge Anwei­sun­gen. Dabei ging es ihm dar­um sei­ne Jün­ger vor­zu­be­rei­ten auf die Zeit nach ihm. Einer die­ser wesent­li­chen Rat­schlä­ge fin­det sich im Johan­nes­ev. 15. Dort beschreibt Jesus anhand eines Bil­des, wie sei­ne Jün­ger nach sei­nem Weg­gang mit ihm in Ver­bin­dung blei­ben kön­nen. Die zen­tra­le Aus­sa­ge die­ses Bil­des macht Jesus in Vers 5: “Ich in der Wein­stock und ihr seid die Reben wir in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.” …wei­ter­le­sen auf www.nachfolgen.de

Warum es vielen schwer fällt, Bücher zu lesen

Wel­che Rol­le hoch­wer­ti­ge Bücher in unse­rem Leben spie­len, ist abso­lut von ent­schei­den­der Bedeu­tung. War­um fällt es dann so vie­len Chris­ten schwer, sich mit Büchern zu beschäf­ti­gen? A. W. Tozer sag­te ein­mal: „Um ein her­vor­ra­gen­des geist­li­ches Buch zu genie­ßen, muss man sich in einem Maße Gott hin­ge­ben und von der Welt lösen, wie es nur weni­ge Chris­ten von heu­te besit­zen.“ Es for­dert zwar fes­te Ent­schlos­sen­heit, durch Bücher neue Gewohn­hei­ten zu ent­wi­ckeln und das Den­ken neu aus­zu­rich­ten, doch weit grö­ßer ist der Lohn, den Sie sehen wer­den, wenn sich Ihre Denk­wei­se ändert und Sie geist­lich wach­sen. Wenn es dar­um geht, wie wir unse­re Frei­zeit nut­zen, erlau­ben wir dann der Welt, uns nach ihrem Bild zu for­men? Was kön­nen wir heut­zu­ta­ge tun um das zu ändern? John MacAr­thur in John MacAr­thur — Dienst am Wort und Evan­ge­li­um, S. 240 – 241

R. Kent Hughes: Mann mit Profil

Vie­le gläu­bi­ge (jun­ge) Män­ner ste­hen vor dem Pro­blem, dass sie kei­ne rich­ti­gen Vor­bil­der in der Gemein­de und im sons­ti­gen christ­li­chen Umfeld haben. Des­halb wis­sen sie nicht, wie das Bild einen christ­li­chen Man­nes sein soll­te. In dem Buch „Mann mit Pro­fil“ geht R. Kent Hug­hes auf das bibli­sche Bild eines Man­nes ein. Hug­hes war lan­ge Zeit lei­ten­der Pas­tor der Col­le­ge Church in Wheaton, Illi­nois und ist als Autor von eini­gen Aus­le­gun­gen zu Bibel­bü­chern und cha­rak­ter­bil­den­de Bücher bekannt. Er ist ver­hei­ra­tet, hat vier Kin­der und 21 Enkel­kin­der. Der Autor geht in dem Buch auf die ver­schie­de­nen per­sön­li­che Berei­che eines Man­nes ein. Ein­lei­tend behan­delt er das The­ma „In Got­tes­furcht leben“, wo das Haupt­au­gen­merk auf die Dis­zi­plin gerich­tet wird, denn nur mit Dis­zi­plin kann man dem bibli­schen Bild eines Man­nes näher kom­men. Der Haupt­teil des Buches ist in vier gro­ße Berei­che geteilt: Bezie­hun­gen, Wesen, Cha­rak­ter, Dienen.

Suche: Fahrräder für Missionszwecke

Zu den Emp­fän­gern gehört bei­spiels­wei­se die bap­tis­ti­sche Gemein­de Bela­ja Zer­kow in der Nähe der ukrai­ni­schen Haupt­stadt Kiew. Deren Jugend­li­che ver­wen­den die gebrauch­ten Räder für mis­sio­na­ri­sche Ein­sät­ze in umlie­gen­den Dör­fern. Vor­mit­tags strei­chen sie Zäu­ne, jäten Unkraut oder repa­rie­ren Klei­nig­kei­ten im Haus­halt. Nach­mit­tags orga­ni­sie­ren die Fahr­­rad-Mis­­si­o­­na­­re Kin­der­stun­den, und abends beim Lage­feu­er füh­ren die ukrai­ni­schen Chris­ten „evan­ge­lis­ti­sche Stun­den“ durch. Seit 1993 sind allein dadurch rund 20 neue Gemein­den im Raum Bela­ja Zer­kow ent­stan­den. Wer ein noch halb­wegs gebrauchs­fä­hi­ges Fahr­rad abge­ben möch­te, kann sich an das Mis­si­ons­werk Frie­dens­Bo­te wen­den (Tel. 08000 777826, kos­ten­frei). Mit­ar­bei­ter des Mis­si­ons­wer­kes holen das Fahr­rad über­all in Deutsch­land per­sön­lich zu Hau­se ab. Güns­tig ist es, wenn Gemein­den gebrauch­te Fahr­rä­der sam­meln, sodass nur ein Abhol­ter­min nötig ist. Ansons­ten wer­den die Fahr­rä­der nach einem Tou­ren­plan ein­ge­sam­melt. Auch Fahr­rä­der aus Öster­reich und der Schweiz sind will­kom­men und wer­den auch dort abge­holt (Ser­­vice-Num­­mer: 0049 2354 777826).

Rudolf Ebertshäuser: Überwinden in Bedrängnissen und Ängsten

Die Edi­ti­on Nehe­mia hat vor eini­gen Mona­ten ein klei­nes Buch her­aus­ge­ge­ben, das einen Aus­zug aus dem umfang­rei­che­ren Buch „Auf dem Weg zur geist­li­chen Rei­fe“ ent­hält. Die klei­ne Har­d­­co­­ver-Aus­­­ga­­be ist edel gestal­tet und eig­net sich her­vor­ra­gend als Geschenk für Chris­ten in Bedräng­nis­sen und Ängs­ten. Rudolf Eberts­häu­ser ver­steht es, in durch­aus schwie­ri­ge Lebens­um­stän­de ein trös­ten­des und ermu­ti­gen­des Wort zu sagen. Unter Bedräng­nis­sen ver­steht er die facet­ten­rei­chen Lei­den, Nöte, Krank­hei­ten, Kri­sen und Miss­erfol­ge. Das Leben ver­läuft nicht immer grad­li­nig und schmerz­frei. Wer ein offe­nes Auge hat, wird die Nöte ande­rer sehen und mit christ­li­cher Nächs­ten­lie­be hel­fen wol­len. In die­sem Buch fin­det der lei­den­de und ängst­li­che Christ trös­ten­de Wor­te. Der Inhalt ist so all­ge­mein wie mög­lich gehal­ten, um in diver­sen Lebens­um­stän­den Weg­wei­sung zu geben. Der Autor lenkt den Blick auf den gnä­di­gen, sou­ve­rä­nen und hei­li­gen Gott hin. Der Glau­be hält auch im Dun­kel der Anfech­tung fest an den Ver­hei­ßun­gen Got­tes; er weiß, dass Gott ihm gnä­dig ist und für ihn ist, auch wenn der Augen­schein dage­gen spricht.

Leserunde: Lernen, zu beten (12) – ENDE

Heu­te erscheint der letz­te Arti­kel zu dem Buch „Ler­nen, zu beten“ von D.A. Car­son. Vor gut 13. Wochen habe ich ange­fan­gen, die ein­zel­nen Kapi­tel zu bespre­chen, indem ich Inhal­te, die mir wich­tig gewor­den sind, auf­ge­grif­fen und näher erläu­tert habe. Das Buch in einer Grup­pe zu lesen und zu bespre­chen, wäre effek­ti­ver gewe­sen, als Arti­kel zu schrei­ben oder sie zu lesen. Beim gemein­sa­men Bibel­stu­di­um und Gebet lernt man nicht nur die Gebe­te des Pau­lus ken­nen, son­dern man lernt auch von­ein­an­der in bibli­scher Wei­se zu beten. Die­se Vor­ge­hens­wei­se möch­te ich jedem emp­feh­len. Viel­leicht geben mei­ne Bei­trä­ge Impul­se für das Grup­pen­ge­spräch. Es gibt Fach­bü­cher, die man in der vor­ge­ge­be­nen Kapi­tel­rei­hen­fol­ge, also vom Anfang bis zum Ende lesen soll­te. Das Buch von Car­son könn­te man auch mit dem letz­ten Kapi­tel begin­nen und sich zum Anfang vor­ar­bei­ten. Doch weil der Autor im letz­ten Kapi­tel ein Gebet unter­sucht, das so ganz anders ist als die ande­ren, ist es emp­feh­lens­wert, nicht mit dem letz­ten Kapi­tel zu begin­nen. Das Gebet aus Römer 15 ist eines, das von Gott nicht so erhört wur­de, wie Paulus …

C. S. Lewis über seine Liebe zu Büchern

Wei­ter lehr­te mich Arthur, Bücher als Gegen­stän­de zu lie­ben. Respek­tiert hat­te ich sie schon immer. Mein Bru­der und ich waren zwar imstan­de, ohne Skru­pel eine Tritt­lei­ter zu zer­ha­cken; aber ein Buch mit Dau­men­fle­cken oder Esels­oh­ren zu besu­deln, hät­te uns mit Scham erfüllt. Doch Arthur respek­tier­te Bücher nicht nur, er war ver­liebt in sie; und bald war ich das auch. Das Aus­se­hen der Sei­te, die Tex­tur und der Geruch des Papiers, die unter­schied­li­chen Geräu­sche, die ver­schie­den Papier­sor­ten ver­ur­sa­chen, wenn man die Sei­ten umblät­tert, all das wur­de mir zu sinn­li­chen Freu­den. C. S. Lewis in Über­rascht von Freu­de / gefun­den bei Chris­tus allein

Iain H. Murray: John MacArthur

Seit über 40 Jah­ren dient John MacAr­thur als Pas­tor in der Grace Com­mu­ni­ty Church in Kali­for­ni­en und ist durch sei­ne schrift­aus­le­gen­den Pre­dig­ten weit über die Ver­ei­nig­ten Staa­ten bekannt gewor­den. Ich weiß nicht mehr, wel­ches Buch ich von ihm als ers­tes gele­sen habe. Sicher ist, dass es in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer mehr gewor­den sind. Es bedarf nicht wenig Fleiß, Bestän­dig­keit und noch mehr Gna­de, über Jahr­zehn­te hin­weg einer Gemein­de treu zu die­nen und nicht schon in jun­gen Jah­ren den Dienst des Pre­di­gers auf­zu­ge­ben und eine viel­ver­spre­chen­de Kar­rie­re als Pro­fi­sport­ler zu begin­nen. Erst ein schwe­rer Auto­un­fall ver­an­lasst den jun­gen John sein Leben Chris­tus zu wei­hen und dass zu tun, „was er von mir will, näm­lich sein Wort zu ver­kün­di­gen.“ Die fol­gen­den Jahr­zehn­te als Hir­te der Gemein­de ver­lau­fen mit Höhen und Tie­fen, im Ver­gleich mit ande­ren Die­nern Got­tes aber eher gleich­mä­ßig. Immer wie­der fällt MacAr­thur dadurch auf, dass er sich – oft erst nach abwar­ten­dem Zögern – gegen Ent­wick­lun­gen in der christ­li­chen, evan­ge­li­ka­len Welt aus­spricht. Damit macht er sich nicht nur Freun­de und ihm wird man­geln­de Demut vorgeworfen.