Monate: August 2012

Das Timotheus-Magazin

Als ich das ers­te Mal vom Timo­­theus-Maga­­zin hör­te, fand ich die Namens­ge­bung ein­präg­sam und tref­fend. Wahr­schein­lich sahen sich die Grün­der selbst als „Timo­theus­se“, die von Pau­lus ler­nen woll­ten. Wer das Maga­zin von Anfang an liest, wird fest­ge­stellt haben, dass Chris­ten dar­an arbei­ten, die sich selbst als Schü­ler sehen. Sie wol­len von der Bibel und ver­schie­de­nen christ­li­chen Vor­bil­dern ler­nen. Und weil sie Ler­nen­de sind, soll­ten die Leser der Zeit­schrift Geduld mit ihnen haben und Nach­sicht üben. Hal­ten wir uns dabei an fol­gen­de Wor­te von Pau­lus: Nie­mand ver­ach­te dich wegen dei­ner Jugend, son­dern sei den Gläu­bi­gen ein Vor­bild im Wort, im Wan­del, in der Lie­be, im Geist, im Glau­ben, in der Keusch­heit! (1Tim 4,12) Ver­ach­tung wird das Timo­­theus-Maga­­zin wahr­schein­lich sel­ten erlebt haben. Beach­tung hat es aller­dings von ver­schie­den Blog­gern bereits bekom­men. Dar­über freue ich mich. Denn wer ist‚s, der den Tag gerin­ger Anfän­ge ver­ach­tet? (Sach 4,10) Der Name Timo­theus bedeu­tet „einer, der Gott ehrt“. Wenn die­se Bedeu­tung das Mot­to der Zeit­schrift ist und bleibt, wird Gott sich dazu beken­nen und die­se Arbeit seg­nen. Eure Arbeit war bis­her nicht ver­ge­bens, auch …

Leserunde: Lernen, zu beten (6)

Kapi­tel für Kapi­tel arbei­ten wir uns durch das Buch „Ler­nen, zu beten“ von D.A. Car­son. Von Fran­cis Bacon stammt der Satz: „Eini­ge Bücher soll man schme­cken, ande­re ver­schlu­cken und eini­ge weni­ge kau­en und ver­dau­en.“ Ich habe mich dafür ent­schie­den, die­ses Buch von Car­son lang­sam zu kau­en und zu ver­dau­en. Ich lade dich ein, es mir nach­zu­ma­chen. Das Buch kannst du in jeder guten christ­li­chen Buch­hand­lung erwer­ben. Oder frag doch mal beim Bücher­tisch dei­ner Gemein­de nach. Wenn ich frü­her die Gebe­te des Pau­lus‘ las, hat­te ich oft den Ein­druck, dass er pau­schal und sehr all­ge­mein bete­te. Doch je mehr ich mich mit­hil­fe die­ses Buch mit sei­nen Gebe­ten beschäf­ti­ge, des­to stär­ker wird die Erkennt­nis, dass ich bis­her vie­le bana­le und arme Gebe­te gespro­chen habe. Pau­lus dage­gen einen rei­chen Gebets­fun­dus hat­te. Gleich am Anfang von Kapi­tel 6 stieß ich auf einen Satz, der mich moti­vier­te, mit dem Stu­di­um der Gebe­te fortzusetzen: 

Sebastian Weber: Ist Veränderung möglich?

Die Lob­by der Homo­se­xu­el­len hat offen­sicht­lich einen wei­te­ren Teil-Erfolg errun­gen. 13 Mit­glie­der der CDU-Frak­­ti­on im Bun­des­tag spra­chen sich für die recht­li­che Gleich­stel­lung der „ein­ge­tra­ge­nen Part­ner­schaft“ mit der Ehe aus. Und einer der 13 ist Frank Hein­rich, Mit­glied des Haupt­vor­stands der Deut­schen Evan­ge­li­schen Alli­anz. Der Blog­ger Simon Arnold von unwi­ses­heep stellt ein Buch mit der Fra­ge­stel­lung vor, ob ein gleich­ge­schlecht­lich aus­ge­rich­te­ter Mensch sei­ne Nei­gung über­win­den kann. Vor eini­ger Zeit erschien beim CLV ein Buch mit dem Titel “Ist Ver­än­de­rung mög­lich? – Erfah­run­gen eines ehe­ma­li­gen Homo­se­xu­el­len“. Unter dem Pseud­onym „Sebas­ti­an Weber“ schreibt hier ein Christ, der, wie manch ande­rer, sich zu Men­schen des glei­chen Geschlechts sexu­ell hin­ge­zo­gen fühlt(e). Wenn man sich der­zeit die Mel­dun­gen in den gro­ßen Zei­tun­gen zum The­ma Homo­se­xua­li­tät, Homo-Ehe usw. durch­liest, sieht man wie stark der Ein­fluss der Homo­­se­­xu­el­­len-Lob­­by ist, die es fast schon als Selbst­ver­ständ­lichs­tes auf der Welt for­dert, Homo­se­xua­li­tät als eine völ­lig nor­ma­le und legi­ti­me Form der Sexua­li­tät anzu­er­ken­nen. …wei­ter­le­sen auf www.unwisesheep.org

Leserunde: Lernen, zu beten (5)

Wir lesen jede Woche ein Kapi­tel aus dem Buch „Ler­nen, zu beten“ von D.A. Car­son. Für manch einen mag es eine Her­aus­for­de­rung sein, jede Woche 20 – 30 Sei­ten eines theo­lo­gi­schen Buches zu lesen. Ande­re lesen das Drei- bis Vier­fa­che davon. Ganz gleich wie dei­ne Lese­ge­wohn­heit ist, ich wür­de mich freu­en, wenn du dir wöchent­lich Zeit neh­men wür­dest, die­ses äußerst wert­vol­le Buch von D.A. Car­son zu lesen.  Für mich ist der wöchent­li­che Rhyth­mus ein Vor­teil, weil ich es auf die­se Wei­se schaf­fe, jedes Kapi­tel 2 – 3 Mal zu lesen. Beim ers­ten Lesen lese ich zur eige­nen Erbau­ung. Beim zwei­ten und evtl. drit­ten Mal ver­tie­fe ich eini­ge Gedan­ken und über­le­ge mir, wel­che Aspek­te ich für den Arti­kel im Blog auf­grei­fe. Lie­ber Bru­der Car­son, ganz ehr­lich, ich bin Gott sehr dank­bar für die­ses Buch! In Kapi­tel 5 sehen wir, wie Pau­lus‘ Lei­den­schaft für Men­schen sei­nen gan­zen Dienst für den Herrn und sei­ne Gebe­te prägte. 

NIMM UND LIES verlost Timotheus-Abos — August 2012 *BEENDET*

Jeden Monat ver­lo­sen wir hier vor allem inhalt­lich wert­vol­le Bücher. In die­sem Monat haben wir für Euch drei ganz beson­de­re Gewin­ne vor­be­rei­tet. NIMM UND LIES ver­lost drei Jah­­res-Abos des christ­li­chen Maga­zins Timo­theus (nicht nur) für jun­ge Chris­ten. Ein Abo besteht jeweils aus 4 Aus­ga­ben begin­nend mit der aktu­el­len Aus­gabe „Demut“. Das Abo läuft nach 4 Aus­ga­ben aus. Eine Kün­di­gung ist nicht erforderlich.

Der Neue Matthew Henry Kommentar

Update 10/2019: Mitt­ler­wei­le sind alle 6 Bän­de erhält­lich, ent­we­der ein­zeln oder hier als Gesamt­pa­ket. Der 3L Ver­lag hat sich für die nächs­ten drei Jah­re Gro­ßes vor­ge­nom­men. Ich bin tief beein­druckt. Als ich von ihrem neu­en Pro­jekt hör­te, schlug mein Herz schnel­ler. Ich konn­te es auch kaum abwar­ten, die­se Nach­richt hier im Blog zu ver­öf­fent­li­chen: Der ers­te von ins­ge­samt sechs Bän­den des bewähr­ten Mat­thew Hen­ry Kom­men­tars erscheint nächs­tes Jahr in deut­scher Spra­che. Vie­le Pre­di­ger, Theo­lo­gen und auch ein­fa­che Chris­ten wer­den bestä­ti­gen, dass die­ser Kom­men­tar mit zu den Bes­ten gehört. Wer ihn bis­her noch nicht kennt, der wird sich spä­tes­tens nächs­tes Jahr davon über­zeu­gen kön­nen, wenn der ers­te Band erscheint. Ich lie­be mei­ne sechs­bän­di­ge eng­li­sche Aus­ga­be mit ca. 5500 Sei­ten und lese sie regel­mä­ßig. Sie ist mein ers­ter Anlauf­punkt, wenn ich einen Bibel­text erklärt haben möch­te. Sowohl Spur­ge­on als auch White­field und mit ihnen vie­le ande­re haben die­sen Kom­men­tar geliebt und wei­ter­emp­foh­len. Bene­dikt Peters erwähnt in sei­ner White­­field-Bio­­­gra­­fie eini­ge Male, wel­chen enor­men Ein­fluss die­ser Kom­men­tar auf das Leben des Erwe­ckungs­pre­di­gers hatte.

Leserunde: Lernen, zu beten (4)

Wir lesen jede Woche ein Kapi­tel aus dem Buch „Ler­nen, zu beten“ von D.A. Car­son. Heu­te sind wir beim 4. Kapi­tel ange­kom­men und haben somit gut ein Drit­tel des Buches gele­sen. Bis­her gab es noch kaum Kom­men­ta­re zu den ein­zel­nen Kapi­teln. Ins­ge­heim hof­fe ich, dass eini­ge das Buch trotz­dem mit­le­sen. Som­mer­mo­na­te sind natür­lich auch immer Urlaubs- und Aus­zei­ten, in denen man sich auch mal leich­te­re Lek­tü­re gönnt. Für das Beten ler­nen eig­net sich jede Jah­res­zeit, ins­be­son­de­re aber der Som­mer. Ande­rer­seits hof­fe ich, dass die­se Arti­kel eine Lang­zeit­wir­kung haben wer­den und die Besu­cher die­ser Sei­te auch nach Mona­ten oder gar Jah­ren wegen die­ser Arti­kel zum Buch grei­fen wer­den. Das 4. Kapi­tel trägt die schlich­te Über­schrift „Für ande­re beten“. Auf den ers­ten fünf Sei­ten des Kapi­tels konn­te ich zunächst nicht ganz nach­voll­zie­hen, wohin der Autor der Leser führt. Auch nach mehr­ma­li­gem Lesen konn­te ich kei­nen nach­voll­zieh­ba­ren roten Faden erken­nen. Auf Sei­te 94 kommt Car­son dann aber zum Wesent­li­chen und zu etwas sehr Wichtigem:

John MacArthur: Sklave Christi

Es kann nicht oft gesche­hen, dass eine Wahr­heit des Evan­ge­li­ums über Jahr­hun­der­te hin­weg für nahe­zu die gesam­te Chris­ten­heit ver­bor­gen und ver­schüt­tet bleibt. Offen­bar geschieht es aber doch manch­mal, dass ein­zel­ne Facet­ten des Evan­ge­li­ums fast ver­lo­ren und ver­ges­sen wer­den, und dann erst wie­der aus­ge­gra­ben und frei­ge­legt wer­den müs­sen. Im Früh­ling 2007 erkann­te John MacAr­thur erst­mals, dass in fast allen rele­van­ten eng­li­schen Über­set­zun­gen das grie­chi­sche Wort für Skla­ve dou­lus falsch über­setzt wur­de. Statt dou­lus mit „Skla­ve“ zu über­set­zen, tauch­te fast durch­ge­hend das Wort Die­ner (oder Knecht) auf. Die­se Ent­de­ckung eröff­net der Autor in dem Buch mit dem wenig schmei­chel­haf­ten Titel „Skla­ve Chris­ti“. Dabei man­gelt die­se Sicht der Din­ge nicht wenig. Das Den­ken der zumin­dest west­li­chen Chris­ten ist geprägt von der Wahr­heit, dass Gott ein Gott der Lie­be ist. Gott ist unser lie­ben­der Vater. Wir Chris­ten sind sei­ne Kin­der. Er liebt uns und lies des­halb sei­nen Sohn ster­ben, damit wir Leben haben. Manch­mal geht die Vor­stel­lung hier noch wei­ter und Pre­di­ger ver­kün­di­gen, dass Gott einen „wun­der­vol­len Plan“ mit jedem Chris­ten hat. Die­se Gedan­ken sind im begrenz­ten Maße richtig. …

Leserunde: Lernen, zu beten (3)

Wir lesen jede Woche ein Kapi­tel aus dem Buch „Ler­nen, zu beten“ von D.A. Car­son. Von Kapi­tel zu Kapi­tel wer­den wir zum Wesent­li­chen des bibli­schen Betens geführt. Für mich ist es eine enor­me Berei­che­rung, die Gebe­te des Pau­lus zu stu­die­ren. Alle die­je­ni­gen, die die­ses Buch bis­her noch nicht gele­sen haben, hof­fe ich durch die­se Arti­kel dazu zu ermu­ti­gen. In Kapi­tel 3 beschäf­tigt sich Car­son mit zwei Ver­sen aus dem 2. Thes­sa­lo­ni­cher­brief 1,11−12. Nach­dem wir im vori­gen Kapi­tel den Rah­men des Gebets unter­sucht haben, schau­en wir uns jetzt die Bit­ten des Apos­tels an. Es sind vier ein­fa­che und beschei­de­ne Bit­ten, die es jedoch in sich haben. Ers­tens betet Pau­lus dafür, dass Gott die Chris­ten ihrer Beru­fung wür­dig erach­ten möge. Die zwei­te Bit­te hängt eng mit der Ers­ten zusam­men, näm­lich dass Gott in sei­ner Macht in jedem Chris­ten die guten Wer­ke des Glau­bens zur Erfül­lung brin­ge. Die­ses Anlie­gen hat mich ins­be­son­de­re beschäf­tigt und ich wer­de es im Fol­gen­den etwas ver­tie­fen. Zwei­er­lei Zie­le ver­folgt Pau­lus mit die­sen Gebe­ten, dass zum einen Chris­tus ver­herr­licht wird und zum ande­ren, dass die …