Monate: Mai 2012

Uwe Romeike im Interview: »… daß die Familie nicht auseinandergerissen wird …«

Seit August 2008 lebt die schwäbische Familie Romeike in Morristown, Tennessee. Als Heimschulfamilie waren die Romeikes in Deutschland nicht mehr sicher, so daß sie mit damals fünf Kindern in die USA emigrierten, dort Asyl beantragten und in erster Instanz im Januar 2010 auch erhielten. Das Urteil von Richter Burman kann man ohne Übertreibung als Ohrfeige für den deutschen Sonderweg der radikalen Kriminalisierung von Heimschulfamilien bezeichnen. Zurecht hat es damals ein kleines Medienbeben ausgelöst, daß eine deutsche Familie Asyl in den USA erhält — nicht 1940, sondern siebzig Jahre später. Die Geiernotizen haben jetzt im Gespräch mit Uwe Romeike nachgehakt: Was ist aus der Sache inzwischen geworden?   In Deutschland hat es die Nachricht, daß ein Richter in Tennessee einer deutschen Familie Asyl gewährt hat, bis in die Leitmedien geschafft. Wie hat die Öffentlichkeit in den USA — die Presse, aber auch die Menschen, denen Sie begegnen — auf die Angelegenheit reagiert? Durchweg positiv und unterstützend.  Wir wurden sehr herzlich aufgenommen. Neues Land, neue Sprache, neues soziales Umfeld — wie haben die Kinder damals die Umstellung …

Roland Scharfenberg: THEOLOGIE – Warum? Was? Wie?

Dieser Einführungskurs zur Systematischen Theologie, behandelt die Frage: „Warum und wozu ist Systematische Theologie nötig?“ Für den Autor „gehört die gedankliche Welt der Dogmatik zum geistlichen Leben eines Christen dazu. Sie ist ein Bindeglied zwischen dem Reden Gottes in seiner Offenbarung und unserer Antwort in der Anbetung und im Dienst. Deswegen bemüht sich Roland Scharfenberg gerne darum, Verständnis, Einsicht und ein Stück Begeisterung für die Theologie zu wecken.“ (S. 7) Gelungen, wie ich finde. Auf diesem Gebiet herrscht oft auch im freikirchlichen Raum, wo man doch besonderen Wert auf die Schriftoffenbarung der Bibel legen möchte, leider (zu) viel Unkenntnis und Desinteresse. Zu unserem eigenen Schaden. Dabei geht es hier um grundlegende Dinge, die richtig interpretiert und eingeordnet werden wollen, um die Bibel, sich selbst und die (geistige und geistliche) Umwelt, ausgewogen und nüchtern beurteilen zu können, ohne in sektiererische Einseitigkeiten zu verfallen. Wie jemand einmal treffend formuliert hat:  „Gottlose Kontroversen entstehen oft nicht, weil die Streitenden zu viel von Theologie verstehen, sondern weil sie zu wenig davon verstehen. Sie scheitern daran, den Unterschied nicht ausmachen zu …

Buch zur Woche: Das Evangelium nach Lukas

Ein kleiner Hinweis zur Mitte der Woche. Von David Gooding ist ein neuer Bibelkommentar zum Lukas-Evangelium erschienen. Dass sich Lukas als brillanter Historiker erwiesen hat, dürfte vielen Bibellesern bekannt sein. Weniger bekannt scheint jedoch, dass Lukas im gleichnamigen Evangelium historische Genauigkeit mit einem damals üblichen Stilmittel – der literarischen Symmetrie – verbunden hat. David Gooding, emeritierter Professor für neutestamentliches Griechisch, weist im vorliegenden Standardwerk überzeugend nach, dass Lukas bei seiner Auswahl des Stoffes erstaunlich systematisch vorging, und begründet auch, warum er sich dieses Stilmittels der Symmetrie bediente. Dieser Kommentar der besonderen Art legt den Schwerpunkt auf Jesus als den Sohn des Menschen und sein Vorbild in den verschiedenen Facetten. Wertvolle und aufschlussreiche Hintergrund-Informationen erleichtern das Verständnis. Sowohl der lehrmäßige Gehalt als auch die Umsetzung in die Praxis werden berücksichtigt, während auf Spekulationen verzichtet wird. Ein Werk, das Freude daran weckt, im Wort Gottes auf Entdeckungsreise zu gehen …  Das Buch kos­tet 16,90 EUR und ist bei CLV erschie­nen. Erhält­lich auch bei cbuch. Hier gibt es einige nütz­li­che Innen­an­sich­ten des Buches. Bild und Text: www.clv.de

BOAS-Verlag – Ein Porträt

Inzwischen sind es fünf Buchtitel die den noch sehr jungen BOAS-Verlag verlassen haben. Buecheraendernleben hatte nun Gelegenheit dem Verlagschef Friedhelm von der Mark Fragen zu stellen. Buecheraendernleben: Lieber Friedhelm von der Mark, seit November 2009 gibt es ihren BOAS-Verlag. Was war Anlass der Verlagsgründung und wieso ausgerechnet BOAS? Friedhelm von der Mark: Motivation für die Verlagsgründung war der Wunsch, erzählende, unterhaltende Literatur herauszubringen, die eine klare christliche und biblisch fundierte Botschaft enthält, die Nichtchristen auf spannende Weise das Evangelium nahe bringt und Christen auf kurzweilige Art im Glaubensleben fördert. Denn auf dem christlichen Buchmarkt empfanden wir in diesem Bereich eine Lücke, konnten nur wenige Titel finden, die diesem Anspruch wirklich genügten. Für einen Verlag benötigt man natürlich einen Namen, es sollte ausdrücklich nicht der Name eines Beteiligten sein, da nicht ein Mensch sondern die Botschaft im Vordergrund stehen soll, und wir begaben uns auf die Suche nach einem prägnanten und positiv belegten Namen, mit dem man die Werte des neuen Verlags verbinden könnte. Bald kam uns die biblische Person des BOAS in den Sinn, der eine wichtige Figur in einer spannenden Geschichte ist, die von göttlicher Gnade spricht. Sein Name bedeutet “In …

Und trotzdem habe ich JA gesagt

Was Gott zusammenfügt, das soll der Mensch nicht scheiden. Wenn Christen heiraten, bedeutet dieser Satz aus der Bibel weit mehr als ein frommer Wunsch. Es ist der grundsätzliche Ausschluss einer Trennung. Es gibt kein Zurück. Beim Lesen der dünnen Biografie von Brigitte Grill ahnt man, dass sie nicht nur einmal innerlich mit sich selbst und ihrem Versprechen gerungen hat. Sie ist Ende zwanzig als sie dem scheinbar familienlosen Martin das erste Mal begegnet. Dann werden sie Freunde. An dem herrlich sonnigen Tag, an dem sie sich verloben wollen, beginnt Martin zu erzählen. Was nun folgt, ist der Bericht einer schlimmen Kindheit, die über Brigittes Vorstellungskraft hinausgeht. Der Vater lebt nicht mehr, die Mutter seit Jahren in der Psychiatrie.

NIMM UND LIES Verlosung - Mai 2012 *BEENDET*

Wir haben in diesem Monat die besondere Gelegenheit 10 Pakete des bibeltreuen Magazins „Timotheus“ zu verlosen. Freundlicherweise hat uns die Redaktion des Magazins jeweils 10 Exemplare der letzten drei Ausgaben gestiftet. Wenn DU das Magazin noch nicht kennst, hier hast du die Chance gleich drei Probe-Exemplare zu gewinnen.               Wir ver­lo­sen 10 x die letzen drei Ausgaben des Timotheus Magazins. Teil­nah­me­be­din­gun­gen: Hin­ter­lasse einen Kom­men­tar. Damit nimmst du an der Verlosung teil. Teil­nah­me­schluss: 18.05.2012, 23.59 Uhr Ver­sand erfolgt nur an Adres­sen in Deutschland. Die Gewinner stehen fest. Es sind Tobias Richter, Rene, Paul, Stephan Wolf, Christoph, Christ-ian, Manuela Löwen, Peter, Matthias und Gabi Deibi. Unser Glückwunsch!

Was „muslimfreundliche“ Bibelübertragungen bedeuten

Demnächst erscheint ein neues Buch von Rudolf Ebertshäuser über Kontextualisierung. Einige Kapitel des Buchs sind vorab auf der Homepage „Das Wort der Wahrheit“ zu lesen. Hier ein Auszug aus den „Aktuellen Notizen April 2012“. In den letzten Monaten gab es immer mehr Nachrichten über „muslimfreundliche“ Bibelübersetzungen in asiatischen und afrikanischen Sprachen, die das biblische Zeugnis über Gott, den Vater, und über Jesus Christus als den Sohn Gottes verfälschen durch „angepaßte Formulierungen“, die bei den muslimischen Lesern „Mißverständnisse vermeiden“ sollen. Die Begriffe „Vater“ und „Sohn“ kommen in bezug auf Gott und Christus in dieser Klarheit gar nicht mehr vor, sondern werden durch verhüllende, vielseitig deutbare Formulierungen ersetzt, die z.B. „der Geliebte“ oder „der, den Gott gesandt hat“ oder auch „der geistliche Sohn, der von Gott kommt“ bedeuten. In gewissen Übersetzungen wurden die Begriffe einfach weggelassen oder durch die islamisch akzeptable Formulierung „der Messias Jesus“ oder „der Prophet“ ersetzt. …weiterlesen auf www.das-wort-der-wahrheit.de

Wenn die Liebe zur Arbeit größer ist als zu Gott

Fünfundzwanzig Jahre lang hatte ich den Dienst in der großen Stadtgemeinde getan. Der Wiederaufbau in der Nachkriegszeit ging oft über die Kraft. Eine schwere Nierenkolik, die mich in Neuenbürg beim Warten auf die Baugenehmigung einer Heimerweiterung in Neusatz mit furchtbaren Schmerzen überfiel, zwang mich am selben Tag ins Krankenhaus. Nachdem ich vier Tage und Nächte trotz Morphium qualvoll verbracht hatte, erlebte ich durch Gottes Güte eine wunderbare schnelle Heilung. Ich tat Buße vor Gott und erkannte, dass ich meine Arbeit lieber gehabt hatte als Gott. Quelle: Hauß, Friedrich: Erfahrungen mit Gott in Krieg und Wiederaufbau. 2011, S. 103.

Christliche Verlage im „Facebook-Ranking“ 5/12

So richtig viel hat sich nicht getan. Nur inner cube fällt diesmal besonders positiv auf, was die Zuwächse angeht. Nr. Verlag „Gefällt mir“ in 05/2012 „Gefällt mir“ in 04/2012 1 (1) Gerth Medien Buch 448 436 2 (2) Edition Katzenstein 403 403 3 (3) Down to Earth Berlin 356 356 4 (4) SCM Bundes-Verlag 347 343 5 (6) CLV – Christliche Literatur-Verbreitung 299 281 6 (5) Neufeld Verlag 276 277 7 (7) BORN-Verlag 243 237 8 (8) Betanien Verlag 236 219 9 (9) 3L Verlag 211 210 10 (11) SCM R.Brockhaus 183 172

Samuel Koch – Zwei Leben

60 Millisekunden. Ein Wimpernschlag. So lange – oder so extrem kurz – dauerte Samuel Kochs Aufprall mit dem Kopf auf einem Audi A8, das er mit einem Salto überqueren wollte. So kurz und so tragisch. Doch, was bleibt? Am 4. Dezember 2010 stürzt Samuel Koch bei einem Auftritt in der „Wetten, dass…?“-Sendung. Mit seinen „Powerisern“ wollte er in vier Minuten fünf fahrende Autos überspringen. Hunderte Male hat er zuvor diesen Sprung geübt. Als er das vierte Auto, welches sein Vater lenkte, mit einem Salto überqueren wollte, berührte er mit seinem Kopf 60 Millisekunden lang das Autodach und stürzte. Was danach geschah, nennt er „eine fatale Ereigniskette“. Es hätte noch mal alles gut werden können. Doch nach zwei Wochen war klar, dass es zunächst lange nicht mehr gut sein wird. Bis heute sitzt er im Rollstuhl, weil er vom Hals abwärts gelähmt ist, und steuert ihn nur mit den Bewegungen in seiner Schulter. Da es ihm in diesem Zustand nicht möglich ist, ein Buch zu schreiben, bekam er den Co-Autor Christoph Fasel an die Seite gestellt. …