Monate: November 2011

Blognews, Ranking und späte Stunde

Ger­ne wür­de ich jetzt und heu­te die lan­ge auf sich war­ten­den Blo­gnews schrei­ben. Denn Stoff dafür gibt es genug. Nur lei­der ist es für heu­te zu spät gewor­den. Was gibt es Neu­es? Das Face­­book-Ran­­king nächs­ten Mon­tag wird deut­lich wach­sen. Ein äußerst hörens­wer­tes Hör­buch will erwähnt wer­den. Auch der Ver­lags­markt ist um einen Ver­lag unüber­sicht­li­cher gewor­den und immer mehr Ver­la­ge las­sen sich auf die teils begeis­tert erwar­te­ten, teils befürch­te­ten E‑Books ein. Aber wie gesagt, für heu­te ist es zu spät und ich mel­de mich bald mit neu­en Blo­gnews (zwei­fach hält besser).

Leserunde: Lit! A Christian Guide To Reading Books (I)

Die­se Woche begin­nen wir das Buch Lit! A Chris­ti­an Gui­de To Rea­ding Books zu bespre­chen. Nach Mög­lich­keit soll­te man bis heu­te die Ein­lei­tung und die ers­ten bei­den Kapi­tel gele­sen haben. Wie die Leserun­den ablau­fen wer­den, kann HIER nach­ge­le­sen wer­den. Wer viel liest, steht in der Gefahr am Buch der Bücher — der Bibel — „vor­bei­zu­le­sen“. Man wür­de ger­ne noch so vie­le Bücher lesen. Dazu erschei­nen wöchent­lich neue Bücher, die unser Inter­es­se wecken. Bei all die­sem Über­fluss an Büchern möch­te Gott, dass wir sein Buch, was er geschrie­ben hat oder schrei­ben ließ, nicht ver­ges­sen. Ja, er möch­te noch mehr. Er möch­te, dass wir alle ande­ren Bücher neben der Bibel durch die Bril­le der Bibel lesen. Tony Rein­ke for­dert in sei­nem Buch Lit! im ers­ten Kapi­tel dazu auf, zual­ler­erst eini­ge bibli­sche und theo­lo­gi­sche Grund­über­zeu­gun­gen über Bücher, über das Lesen und über Buch­hand­lun­gen zu ent­wi­ckeln. Doch wo soll­te man begin­nen? Tony Rein­ke beginnt mit den ers­ten Wor­ten, die Gott selbst geschrie­ben und publi­ziert hat: Die zehn Gebo­te, die er mit sei­nem Fin­ger auf stei­ner­ne Tafeln schrieb. Die­ses Ereig­nis ver­än­der­te alles was noch zukünftig …

Töws: Wir tuen (fast) alles, um die Preise gering zu halten

Der CMV in Bie­le­feld gehört mitt­ler­wei­le zu den größ­ten Anbie­tern von kon­­ser­­va­­tiv-evan­­ge­­li­­ka­­len Kin­der­hör­spie­len und Büchern für das Vor­le­se­al­ter. Der von Men­no­ni­ten gegrün­de­te Ver­lag bie­tet neben Kin­der­li­te­ra­tur ein umfang­rei­ches Ange­bot aus dem Bereich Jün­ger­schaft und Nach­fol­ge. Dazu zäh­len neben Klas­si­kern wie „Zur geist­li­chen Rei­fe“ und „Geist­li­che Lei­t­er­schaft“ von Oswald San­ders auch Erst­auf­la­gen wie „Demut — die ver­ges­se­ne Tugend“ von Way­ne A. Mack. NIMM UND LIES: Herr Töws, der Christ­li­che Mis­­si­ons-Ver­­lag wur­de von Mit­glie­dern der Men­­no­­ni­­ten-Gemein­­de Bie­le­feld ins Leben geru­fen. Wie kamen Sie dazu, einen neu­en Ver­lag zu grün­den? Töws: Aus­schlag­ge­bend war die Tat­sa­che, dass vie­le wert­volle, aber ver­grif­fene christ­li­che Bücher ande­rer Ver­lage nicht mehr neu auf­ge­legt wur­den. Das woll­ten wir ändern, aber natür­lich auch mit neu­en Pro­duk­tio­nen den christ­li­chen Markt berei­chern. NIMM UND LIES: Was ist das Beson­dere an Ihrem Ver­lag? Töws: Wahr­schein­lich die enge Bin­dung an eine Orts­ge­meinde, da wir unse­re Ver­lags­ar­beit als einen Zweig der Gemein­de­ar­beit betrach­ten, wo vie­le Gemein­de­glie­der ihre Gaben ent­fal­ten und für unse­ren Herrn ein­set­zen können.

Bonhoeffers Lektüre im Gefängnis

Noch ca. 100 Sei­ten und ich wer­de Meta­xas Bon­hoe­f­­fer-Bio­­­gra­­fie been­den. Der Autor schafft es meis­ter­haft, der Per­son Bon­heof­fer sehr nahe zu kom­men. Beson­ders die Aus­wahl aus sei­ner enor­men Brief­kor­re­spon­denz fin­de ich sehr gelun­gen. Zwei Aus­zü­ge aus den Brie­fen, die Bon­hoef­fers Lese­eifer schil­dern, möch­te ich hier wei­ter­ge­ben. In einem Brief an sei­ne Eltern vom 12. Okto­ber 1943 berich­tet er über sei­nen schlich­ten aber dis­zi­pli­nier­ten All­tag: „Mor­gens nach dem Früh­stück, also ab 7 Uhr unge­fähr, trei­be ich Theo­lo­gie, dann schrei­be [ich] bis Mit­tag, nach­mit­tags lese ich, dann kommt ein Kapi­tel aus der Welt­ge­schich­te von Del­brück, etwas eng­li­sche Gram­ma­tik, aus der ich doch noch aller­lei ler­nen kann, und schließ­lich, je nach der Ver­fas­sung, schrei­be ich oder lese ich wie­der. Abends bin ich dann müde genug, um mich gern hin­zu­le­gen, wenn auch noch nicht zu schla­fen.“ (S. 571) Bon­hoef­fer wähl­te sei­ne Lek­tü­re sehr sorg­fäl­tig aus. Dass sei­ne Meß­lat­te dabei sehr hoch war, geht aus einem Brief an sei­nen engs­ten Freund Eber­hard Beth­ge her­vor: Die Genera­ti­on von Maria [Bon­hoef­fers Ver­lob­te] und Rena­te [Beth­ges Ehe­frau, bei­de deut­lich jün­ger als die bei­den Freun­de] ist …

Erinnerung an unsere Leserunde: Lit!

Eini­ge Leser die­ses Blogs haben sich bereits das Buch von Tony Rein­ke Lit! A Chris­ti­an Gui­de To Rea­ding Books gekauft. Spä­tes­tens jetzt wird es Zeit mit dem Lesen zu begin­nen. Nächs­te Woche Diens­tag (am 29.11.) wol­len wir die ers­ten bei­den Kapi­tel hier bespre­chen. Tony Rein­ke hat sich vor dem Schrei­ben des Buches eini­ge Fra­gen gestellt. Mei­ner Mei­nung nach sind sie für jeden Chris­ten und erst recht für jeden lese­freu­di­gen Chris­ten abso­lut wich­tig: War­um ist Bücher­le­sen wie das hin­un­ter­schlu­cken einer gro­ßen Vit­amin­ta­blet­te? War­um soll­te das Bücher­le­sen auf der Prio­ri­tä­ten­lis­te ganz oben ste­hen? Was ver­lie­re ich, wenn ich kei­ne Bücher lese? Wel­che bibli­schen Grund­über­zeu­gun­gen muss ich haben, bevor ich eine Buch­hand­lung betre­te? Wel­chen Ein­fluss hat das Evan­ge­li­um dar­auf, wie ich Bücher lese? Wel­che Bücher soll­te ich lesen? Wel­che Bücher soll­te ich nicht lesen? Soll­te ich nicht-chris­t­­li­che Bücher lesen? War­um oder war­um nicht? Wie lese ich Sach­bü­cher am bes­ten? Wel­chen Gewinn — falls es über­haupt einen gibt — hat ein Christ vom Lesen fik­tio­na­ler Bücher? Wie bestim­me ich den Unter­schied zwi­schen guter und schlech­ter fik­tio­na­ler Lite­ra­tur? Wo neh­me ich mir die Zeit zum Bücher­le­sen her? Soll­te ich …

»Zuallererst haben wir Gott zu dienen«: Interview mit Oliver Seitz

Ron Kubsch von Theo­Blog hat mit dem Lie­der­ma­cher Oli­ver Seitz ein inter­es­san­tes Inter­view geführt. Es geht um den Unter­schied zwi­schen Deutsch­land und den USA, Heim­un­ter­richt und Eifer für Chris­tus. Theo­Blog: In Deutsch­land nennt man Leu­te wie Dich seit eini­gen Jah­ren »Aus­rei­ßer«. War­um hat es Dich von Rhein­land Pfalz nach Okla­ho­ma ver­trie­ben? Oli­ver: Ich wur­de als Teen­ager in den USA bekehrt und fand danach das Umfeld in Deutsch­land mei­nem neu­en Leben gegen­über wenig hilf­reich bis gera­de­zu feind­se­lig. Ich woll­te ger­ne für eine Wei­le in den USA, die­sem Land, das hung­ri­gen Chris­ten wohl mehr zu bie­ten hat als irgend ein ande­res Land, geist­lich wach­sen. Außer­dem woll­te ich dort Medi­zin stu­die­ren, weil die Aus­bil­dung bes­ser sein soll­te als in Deutsch­land. Vom deut­schen Medi­zin­stu­di­um hör­te ich nur Kla­gen und Mur­ren. Und letz­ten Endes woll­te ich auch der gefühl­ten Enge der Ver­hält­nis­se hier in Deutsch­land ent­kom­men. Ich fühl­te mich damals in Deutsch­land regel­recht uner­wünscht, sowohl geist­lich als auch mensch­lich und gesell­schaft­lich. Die Träu­me und Zie­le, Wün­sche und Ambi­tio­nen jun­ger Men­schen sind hier zwar gedul­det, aber nicht will­kom­men. Deutsch­land war und …

Das Gebetsleben Jesu

Kennt ihr das? Ein neu­es Buch erscheint und ihr könnt es kaum erwar­ten bis das Buch end­lich da ist um es zu lesen. Mir ging es bei „Das Gebets­le­ben Jesu“ so. Ich den­ke, dass schon sehr vie­le Bücher über das Beten geschrie­ben wur­den. Aber soweit ich weiß hat der von mir sehr geschätz­te Autor Wolf­gang Büh­ne mit die­sem Buch etwas Neu­es ver­fasst. Auch die­ses Buch bezieht sich auf vie­le Bibel­stel­len zum Gebet. Der Unter­schied scheint mir hier aber zu sein, dass Büh­ne fast aus­schließ­lich auf die Stel­len ein­geht, in denen Jesu Gebets­le­ben geschil­dert wird. Nicht die all­ge­mei­nen Bibel­stel­len über das Gebet und auch nicht Jesu Gebe­te ste­hen in die­sem Buch im Vor­der­grund. Büh­ne rich­tet hier den Blick ganz auf die Umstän­de Jesu Gebe­te. Wo bete­te er, wie oft nahm er sich Zeit um mit sei­nem Vater zu reden. Auch auf die Aus­wir­kun­gen des Gebets auf Jesus geht der Autor ein und stellt dabei immer wie­der die Fra­ge: Was kön­nen wir dar­aus ler­nen? Es ist ein ech­ter Genuss die­ses Buch zu lesen. Gleich­zei­tig beschäm­te es mich …

Bücher zur Woche: Geistlich wachsen

Wäh­rend sich jetzt im Herbst die Natur auf den Win­ter­schlaf vor­be­rei­tet, darf unser Wachs­tum im Glau­ben nicht ste­hen­blei­ben oder ruhen. Das viel­leicht bes­te Mit­tel gegen die Herbst­de­pres­sio­nen und einen geist­li­chen Win­ter­schlaf ist ein gutes Buch, das erfreut und geist­li­chen Wachs­tum för­dert. Ich möch­te gleich drei Bücher zur Woche vor­stel­len. Damit für jeden Lese­typ auch etwas dabei ist.

Christliche Verlage im „Facebook-Ranking“ 11/11

Etwas spä­ter als sonst gibt es hier wie­der das aktu­el­le Face­­book-Ran­­king. Kein neu­er Ver­lag bei Face­book, kein Ver­lag hat Face­book den Rücken gekehrt. Eine Auf­fäl­lig­keit im Ran­king gibt es. Die Christ­li­che Lite­ra­­tur-Ver­­­brei­­tung hat auf rela­tiv hohem Niveau an Fans, einen Zuwachs von 49 Fans ver­zei­chen können.

Buch zur Woche: Gottes zuverlässige Urkunde

Eine Soft­ware 2.0 ist eine über­ar­bei­te­te und wei­ter­ent­wi­ckel­te Ver­si­on einer Soft­ware 1.0. Die alte Soft­ware hat dann ihren Dienst getan und ist bald nur noch Geschich­te. So könn­te man mei­nen, das Neue Tes­ta­ment wäre eine Revi­die­rung des Alten Tes­ta­ments. Das Neue Tes­ta­ment wür­de das Alte Tes­ta­ment erset­zen. Bibel­le­ser wis­sen jedoch, dass das mit­nich­ten der Fall ist. Rudolf Möckel zeigt in der Neu­auf­la­ge des Buches „Got­tes zuver­läs­si­ge Urkun­de“ auf, was jeder (zumin­dest Christ) über die Glaub­wür­dig­keit des Alten Tes­ta­ments wis­sen soll­te. Der Autor legt die Glaub­wür­dig­keit des Alten Tes­ta­ments dar. Er beschreibt die Ent­ste­hung des AT, gibt auf­schluss­rei­che Ein­bli­cke in die Geschich­te Got­tes mit sei­nem Volk Isra­el und einen Über­blick über den Auf­bau und Zusam­men­hang der alt­tes­ta­ment­li­chen Bücher. Das Buch ist in Koope­ra­ti­on von der Christ­li­chen Ver­lags­ge­sell­schaft mbH und Bibel­bund e.V. erschie­nen. Das Taschen­buch hat 224 Sei­ten und macht 7,90 EUR. Bei www.cb-buchshop.de oder www.cbuch.de zu haben.