Monate: September 2010

Licht für den Weg

In meiner Bibliothek stehen cirka 30 Andachtsbücher. Nach der Heirat mit meiner Frau Jenny haben wir mit dem Buch „Licht für den Weg“ begonnen. Nun sind wir durch, und ich möchte euch mitteilen, wie dieses Andachtsbuch ist. Ein gutes Andachtsbuch muss vor allem ausgewogen und verständlich sein. Das sind für mich die Hauptkriterien. MacDonald schreibt über sehr viele Themen. Manche Themen wiederholen sich eindeutig. Viele Gedanken sind mir aus anderen Büchern von ihm bekannt. Etwa 2/3 der Tage behandeln Verse aus dem Neuen Testament. Der Rest aus dem Alten Testament. Es sind meist sehr praktische Auslegungen zu kurzen Versen.

Buchrezension: D.M. Lloyd-Jones „privat“

Es ist oft unglaublich, wie nah man scheinbar einer Person kommt, wenn man ihre Bücher liest. Und manches mal muss man gar nicht so viele Bücher von diesem Autor gelesen haben, um sich einzubilden, man kennt ihn per Du. Nein, man würde ihn nicht als Freund bezeichnen, aber einen guten Bekannten. So ging es mir mit Martyn, sorry, David Martyn Lloyd-Jones. Martyn Llyod-Jones starb genau zwei Jahre nach meinem Geburtstag und ca. 8.000 km von meinem damaligen Wohnort entfernt. Ich kann ihn also weder persönlich gekannt noch gesehen haben. Von daher ist meine Bekanntschaft mit ihm „nur“ über Bücher entstanden. Bevor ich die Biographie von Lloyd-Jones las, las ich folgende Bücher von ihm: Die Predigt und der Prediger Gott uns seine Gemeinde Licht an einem dunklen Ort Gott allein genügt!

Ratschläge für Prediger vs. Lectures To My Students

Ich habe vor kurzen erwähnt, dass die deutsche Ausgabe von „Lectures To My Students“ von Charles H. Spurgeon stark gekürzt ist. Meine Ausgabe von „Ratschläge für Prediger“ ist vom Oncken Verlag aus dem Jahr 1986. Ob die Ausgabe vom RVB (eine Reprint-Ausgabe von 1901) ausführlicher ist, kann ich leider nicht sagen, da ich sie nicht besitze. Meine englische Ausgabe ist von Zondervan, Grand Rapids, 1979. Das sind die Unterschiede zwischen meinen zwei Ausgaben: inhaltlich an vielen Stellen gekürzt Kapitel 17. und 18. der englischen Ausgabe sind in einem Kapitel zusammengefasst und gekürzt: Die Predigt im Freien Kapitel 19. und 20 sind ebenfalls zusammengefasst: Über Haltung und Gebärden Kapitel 24-28 fehlen vollständig in meiner Ausgabe. deutsch: 21 Kapitel, 192 Seiten englisch: 28 Kapitel, 443 Seiten Format der deutschen Ausgabe: 11 x 18 cm Format der englischen Ausgabe: 14 x 21,5 cm  

Spurgeon über das Lesen (Teil 3)

Heute folgt das dritte Zitat von Spurgeon aus seinem Buch „Ratschläge für Prediger“: Beim Lesen merkt euch die Regel: Viel, nicht vielerlei. Denkt ebensoviel wie ihr lest, dann ist’s kein Unglück, wenn ihr nur einen kleinen Büchervorrat habt. Es liegt viel Wahrheit in dem folgenden Wort eines Schriftstellers: „Zeigt mir das eine geliebte Buch, das sich der Besitzer durch den Verzicht auf eine Mahlzeit verschafft hat; es ist abgegriffen und hat Eselohren, der Einband ist zerrissen, das leere Blatt vorn und die Ränder sind bekritzelt, es ist beschmutzt, versengt, in der Tasche abgerieben, es hat die Spuren des Rußes vom Ofen, der Feuchtigkeit vom Gras; du hast im Wald über dem Buch geträumt und vor dem Feuer darüber genickt, du hast es immer wieder von Anfang zu Ende gelesen – durch dieses eine Buch und ein paar andere, die ihm folgen, wird mehr wirkliche Bildung errungen, als durch die vielen tausend Bücher der großen Oxforder Bibliothek.“ Ich muss gestehen, dass ich nur wenige Bücher mehr als einmal gelesen habe. Zu den wenigen gehören die Pilgerreise, Spurgeons …

Fliehet die Sex-Falle

Versuchungen im geschlechtlichen Bereich ist ein Thema, das jeden angeht. Wer von uns kann sagen, dass er damit nichts zu tun hat? Haben nicht schon zu viele Christen durch diese Sünde „Schiffbruch erlitten“? Es ist schon bezeichnend, wie stark sich unser Umgang mit bestimmten Themen ändert. Früher durfte „darüber“ gar nicht erst gesprochen werden. Heute bemühen sich manche christlichen Autoren möglichst offen über Sexualität zu schreiben. Ich war auf das Buch gespannt… Versuchungen überwinden in einer Welt der Unmoral. So lautet der Untertitel. Das Buch besteht aus sechs kurzen Kapiteln.

Spurgeon über das Lesen (Teil 2)

Heute folgt ein weiteres Zitat aus Spurgeons „Ratschläge für Prediger“: Die nächste Regel ist: Werdet vollständig zu Haus in den Büchern, die ihr habt. Lest sie gründlich wieder und wieder, kaut und verdaut sie. Laßt sie einen Teil eures Wesens werden. Macht euch Notizen und Auszüge. Ein Buch, dass man vollständig durchgearbeitet hat, übt viel mehr Einfluß auf den Geist, als zwanzig Bücher, die man nur obenhin liest. Wenig Wissen und viel Dünkel kommt vom schnellen Lesen. Man kann das Gehirn mit Büchern vollstopfen, bis es nicht mehr denken kann. Manche Leute verlernen das Denken, weil sie es dem Lesen zulieb aufgegeben haben. Sie füllen sich mit Bücherweisheit an und leiden dann an geistiger Verdauungsschwäche.   Lucian spottet über die Leute, die auf ihre große Bibliothek stolz sind und doch gar keinen Gewinn von ihren Büchern haben. „Warum kaufst du dir so viele Bücher? Du hast kein Haar und kaufst dir einen Kamm; du bist blind und kaufst dir einen Spiegel, taub und kaufst ein Instrument.“ Ein wohlverdienter Vorwurf für die, die meinen, sie würden …

Spurgeon über das Lesen (Teil 1)

Mein Vater zeigte mir gestern eine Postkarte mit dem unten stehenden Zitat von Spurgeon. Ich fand es recht passend für Bücherwürmer: Legen wir nicht zu viel Kohle auf das Feuer, dass es davon erstickt wird. Wir können unser Gehirn mit so vielen Büchern füttern, dass es darunter begraben wird; wir können unseren Kindern so vieles lehren, dass sie nichts lernen und so lange predigen, dass die Leute alles vergessen, was gesagt wurde. Charles Haddon Spurgeon Leider weiß ich nicht die Quelle dieses Zitates. Vielleicht kann mir ja jemand helfen. Außerdem las ich gestern „Lectures to my Students“  (deutsch: Ratschläge für Prediger) von Spurgeon. Im 13. Kapitel gibt Spurgeon weise Ratschläge für den Umgang mit Büchern, von denen ich einige nach und nach veröffentlichen werden. Er schreibt unter anderem: Wenn sich ein Mann nur sehr wenige Bücher kaufen kann, so ist meine erste Mahnung: Er kaufe sich nur die allerbesten. Kann er wenig Geld ausgeben so gebe er es wenigstens für gute Ware aus. Das Beste ist nun in diesem Fall das Billigste [besser: Das Beste …

Nimm und lies und schreibe!

Richard Sibbes, einer der hervorragendsten puritanischen Autoren, schrieb einst ein Buch, das Richard Baxter las. Er wurde dadurch außerordentlich gesegnet. Daraufhin verfasste Baxter sein Werk Call to the Unconverted (Ruf an die Unbekehrten), das wiederum Philip Doddridge zutiefst beeinflusste, indem er seinerseits The Rise and Progress of Religion in the Soul (deutsche Ausgabe: Anfang und Fortgang wahrer Gottseligkeit in der menschlichen Seele, 4. Auflage, Hannover, 1763) schrieb. Dieses Buch veranlasste den jungen William Wilberforce, den späteren englischen Staatsmann und Gegner der Sklaverei, ernstlich über die Ewigkeit nachzudenken. Wilberforce verfasste daraufhin sein Werk A Practical Book of Christianity (deutsche Ausgabe: Praktische Ansicht des herrschenden Religionssystems vorgeblicher Christen in den höheren und mittleren Ständen verglichen mit dem wahren Christenthum, Frankfurt am Main, 1807), das seinerseits Legh Richmond inspirierte. Richmond wiederum schrieb The Dairyman’s Daughter (Die Tochter des Milchmanns). Durch dieses Buch fanden Tausende zum Herrn. Es war u. a. für Thomas Chalmers, den bekannten Prediger, eine große Hilfe. Ernest Reisinger Every Christian a Publisher, Free Grace Broadcaster, Nr. 51, Winter 1995, S. 18. Quelle: John Piper: Beharrlich …

Die Hand voll glühender Asche

„Die Hand voll glühender Asche“ ist ein Gleichnis. Ein Gleichnis für das ganz normale Christenleben. Die Hauptperson ist Christ Anders. Als Computerverkäufer, Ehemann und Vater von vier Kindern lebt er ein unglückliches Leben. Geheimnisvolle Rückenschmerzen plagen ihn. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel. Durch die Begegnung mit Ernst van Gelst (Evangelist) beginnt er die Suche nach Gott und das Endziel, Lebensstadt. Doch so einfach ist es nicht. Freunde und Feinde kreuzen seinen Weg um ihn zu Fall oder zu Recht zu bringen. Ich habe eine Leseprobe abgetippt. So könnt ihr euch selbst einen Eindruck verschaffen.