Monate: August 2010

Walking as Active Pilgrims — Dr. Joel Beeke

Die Puri­ta­ner habe ich seit eini­ger Zeit sehr lieb­ge­won­nen. Wie es dazu kam, kann ich nicht mehr sagen. Es hat wahr­schein­lich alles mit den Bücher aus dem 3L-Ver­­lag ange­fan­gen, von denen ich bereits eini­ge vor­ge­stellt habe. Im Juli die­ses Jah­res ver­an­stal­te­te Peter Mas­ters im Metro­po­li­tan Taber­na­cle die dies­jäh­ri­ge School of Theo­lo­gy mit dem The­ma: Win­ning an Kee­ping Souls from the World (deutsch: See­len aus der Welt ret­ten und bewah­ren). Einer von vie­len Gast­red­nern war Dr. Joel Bee­ke vom Puri­tan Refor­med Theo­lo­gi­cal Semi­na­ry. Einen sei­ner Vor­trä­ge kann man auf You­tube anschau­en. Für Puri­­ta­­ner-Lie­b­ha­­ber und sol­che die es wer­den wol­len (und eini­ger­ma­ßen Eng­lisch beherr­schen) ist die­ser Vor­trag Pflicht-„Lektüre“. Lei­der konn­te ich auch die­ses Jahr mei­nen Traum, die­se Kon­fe­renz zu besu­chen, nicht erfül­len. Als Ersatz habe ich mir das DVD-Set (10 Stück) bestellt. Es sind eini­ge kost­ba­re Per­len dabei. Außer­dem sehr emp­feh­lens­wert das Buch von Bee­ke: Meet the Puri­tans. With a Gui­de to Modern Reprints.

Gefunden: Gottes Wille

Eifern und hadern wir nicht manch­mal mit Gott, weil wir sei­nen Wil­len ein­fach nicht erken­nen? Wir schau­en weh­mü­tig zu Mose und Gide­on zurück und wün­schen uns ihre Zei­chen. Wäre das alles nicht viel leich­ter? Ob Beruf, Hei­rat, Dienst in der Gemein­de, stän­dig müs­sen wir klei­ne­re oder grö­ße­re Ent­schei­dun­gen tref­fen und ver­su­chen es auf vie­len Wegen. Ich muss mich auch dazu beken­nen, dass Schwie­rig­kei­ten habe, Got­tes Wil­len deut­lich zu erken­nen. Also ist die­ses Buch sehr pas­send für mich… Der Buch­de­ckel zeigt deut­lich wo es lang geht: „Herr, wenn sie sich mit mir auf die­se Bank setzt, dann soll das dein Zei­chen sein, dass du willst, dass ich sie hei­ra­te!“ Die Bank war frisch gestri­chen, die Ehe kam nicht zustan­de. Man­cher Chrit, der nach Got­tes Wil­len sucht, könn­te genau­so gut sein Horo­skop lesen. Geht es nicht auch anders? und was ist das über­haupt – Got­tes Wille?“

Books work, when you cannot!

Vor zwei Jah­ren hat­te ich die Mög­lich­keit ein kur­zes Gespräch mit Wil­liam Macken­zie und sei­ner Frau Cari­ne zu füh­ren, die vor fast 40 Jah­ren den christ­li­chen Ver­lag Chris­ti­an Focus Publi­ca­ti­ons grün­de­ten. Sei­ne Arbeit und Zie­le haben mich tief beein­druck. Ger­ne den­ke ich die­se Begeg­nung zurück. Eini­ge Bücher von CFP sind bereits ins Deut­sche über­setzt. Und ich wünsch­te, es wäre noch viel mehr. Heu­te möch­te ich einen Vor­trag von Macken­zie emp­feh­len, den er auf einer Eltern­kon­fe­renz in den USA hielt. Der Vor­trag trägt den Titel: Can our child­ren sur­vi­ve the world? (Deutsch: Kön­nen unse­re Kin­der in die­ser Welt über­le­ben?) Wie wird ein Ver­le­ger, der sein Leben lang Bücher her­aus­gibt — vor allem auch sehr vie­le Kin­der­bü­cher -, die Fra­ge beant­wor­ten? Klar, Bücher soll­te in dem Über­le­bens­kampf eine gro­ße Rol­le ein­neh­men (sei­ne Frau hat sehr vie­le Kin­der­bü­cher ver­öf­fent­licht). Macken­zie schil­dert, wie Gott Bücher in der Ver­gan­gen­heit benutz­te und auch in der Gegen­wart immer noch benutzt, um Men­schen zu ver­än­dern. Er hat abso­lut recht, wenn er sagt: „Books work, when you can­not!“ (Bücher haben auch dann noch ihre Wir­kung, wenn …

Immer wieder freitags…

Immer wie­der frei­tags bekom­me ich die Gebets­mail von Open Doors. Dar­in berich­tet das Hilfs­werk wöchent­lich über ver­folg­te Chris­ten und ruft zum Gebet für sie auf. Ich habe es mir zur Gewohn­heit gemacht, min­des­tens ein­mal pro Woche für ver­folg­te Chris­ten zu beten. Denn es ist für mich scho­ckie­rend, wie es unse­ren Brü­dern und Schwes­tern in ver­schie­de­nen Län­dern der Erde geht. Das min­des­te, was wir für sie tun kön­nen, ist das Gebet zu unse­rem himm­li­schen Vater. Gleich­zei­tig sind die Gebets­auf­ru­fe für mich eine gro­ße Ermu­ti­gung, weil ich sehe, wie die­se Chris­ten uner­schüt­ter­lich ihren Glau­ben bezeu­gen. Es ist über­wäl­ti­gend, wel­che Mühen sie auf sich neh­men, Got­tes­diens­te durch­zu­füh­ren, um im Glau­ben zu wach­sen. Wenn ich ihre Zeug­nis­se und Erfah­run­gen lese, fra­ge ich mich immer wie­der, wel­chen Wert mei­ne Bibel und mein Glau­be an Jesus Chris­tus für mich haben. In einem frei­en und demo­kra­ti­schen Land zu leben, hat für die Aus­übung des Glau­bens unend­lich vie­le Vor­tei­le. Wenn man jedoch die­se Vor­tei­le nicht zu nut­zen weiß, kön­nen die­se posi­ti­ven Umstän­de kata­stro­pha­le Fol­gen haben und zur Gleich­gül­tig­keit, Träg­heit und Sta­gna­ti­on im Glaubenswachstum …

Der Weg zur Bibel: Nimm und lies

„Wer Jesus ken­nen ler­nen will, der muss die Bibel lesen. Wie macht man das? Nimm und lies. Die Bibel ist der Besitz aller, allen als kost­ba­res Eigen­tum über­ge­ben, und der Weg zu ihr ist frei für jeden, der sie hören und mit ihr ver­keh­ren will. Sie ver­langt nichts von uns, kei­ne Vor­be­rei­tung, kei­ne beson­de­re Ver­an­la­gung, kei­ne Wis­sen­schaft, die wir uns zuerst auf ande­ren Wegen erwer­ben müss­ten. Denn die Bibel ist das­je­ni­ge Wort, das für alle gesagt ist und von jedem gehört sein will, weil jeder es zum Leben braucht.“ Adolf Schlat­ter in: Die Bibel ver­ste­hen. Auf­sät­ze zur bibli­schen Her­me­neu­tik, Brun­nen Ver­lag, Gie­ßen 2002, S. 44.

Die Pflichten der Eltern

Mich begeis­tern vor allem alte Bücher. Vor weni­gen Wochen wur­de so ein altes Buch von 1888 neu auf­ge­legt. Es betrifft mich zwar (noch) nicht direkt. Doch kann man sich nicht früh genug dar­auf vor­be­rei­ten und prä­gen las­sen. Was kann man von einem Buch über Kin­der­er­zie­hung aus dem 19. Jahr­hun­dert erwar­ten? Ich war gespannt, und begann ziem­lich spät nachts, so kurz nach 1 Uhr, mit der Lek­tü­re. „Grund­re­geln bibli­scher Erzie­hung“ als Unter­ti­tel gab mir Ori­en­tie­rung und ich stell­te mich auf eini­ge kurz gefass­te Haupt­auf­ga­ben in der Erzie­hung ein. Der Autor gibt 17 Grund­re­geln wei­ter, die er zu den Wich­tigs­ten zählt. Er lei­tet ein mit den Wor­ten: „Leh­ne mei­ne Rat­schlä­ge nicht ab, weil sie unge­schminkt und ein­fach sind. Ver­ach­te sie nicht, weil sie nichts Neu­es ent­hal­ten. Sei gewiss: Wenn du Kin­der für den Him­mel erzie­hen willst, soll­test du die­se Rat­schlä­ge nicht leicht­fer­tig über Bord wer­fen.“ S. 12