Monate: Februar 2010

Buchrezension: Tom Barnado — Der Mann mit der Laterne

Seit­dem ich den­ken kann höre ich ger­ne Hör­spie­le. Es war immer etwas beson­de­res wenn wir zuhau­se eine neue Kas­set­te hören konn­ten. Oft spiel­ten wir als Geschwis­ter Gesell­schafts­spie­le und hör­ten dabei span­nen­de Kas­set­ten. An ein Hör­spiel kann ich mich noch sehr gut erin­nern. „Tom Bar­na­do – Der Mann mit der Later­ne“. Eine wah­re Geschich­te über ein Werk­zeug Got­tes, der sein Leben in den Dienst der Armen und Ver­sto­ße­nen gestellt hat. Vor eini­gen Mona­ten erblick­te ich in mei­nem Bücher­re­gal ein dickes, grü­nes Buch. Der Titel kam mir bekannt vor und ich begann zu lesen. Das Buch beschreibt das Leben des „Vaters der Nie­man­ds­kin­der“ — Tom Bar­na­do. So wird er von den Zeit­ge­nos­sen Bar­na­dos benannt. Zu sei­ner Zeit herrscht eine extre­me sozia­le Unge­rech­tig­keit und mora­li­sche Schein­hei­lig­keit in Eng­land und vor allem in Lon­don. Kin­der wer­den unter schlimms­ten Bedin­gun­gen in Fabri­ken aus­ge­beu­tet. Tau­sen­de von ihnen leben auf der Stra­ße ohne Fami­lie und Hei­mat. Das Leben der Unter­schicht ist geprägt von Unmo­ral und Gesetz­lo­sig­keit. Aber die meis­ten Men­schen ver­schlie­ßen die Augen und küm­mern sich nicht um die ver­lo­re­nen Generationen.

So wie der Meister

„Wir leben in einer Kul­tur, die Tole­ranz zur höchs­ten Tugend erho­ben hat […] Glau­be ist sub­jek­tiv gewor­den, dass nur weni­ge Men­schen heu­te den Mut haben, Chris­tus als den ein­zi­gen Weg, die Wahr­heit, und das Leben zu beken­nen. “ So fängt das eng­­lisch-spra­chi­­ge Buch More Like the Mas­ter von Ran­dy Jaeg­gly an. Hier ein paar Aus­zü­ge: Als Gläu­bi­ge müs­sen wir uns von allen huma­nis­ti­schen Sicht­wei­sen über Gott distan­zie­ren. Die­se feh­ler­haf­ten Ideen ueber Gott sind um uns her­um, sie duer­fen aber nicht in unse­ren Her­zen sein. Wir mues­sen Sein Wesen ken­nen­ler­nen. Wir mues­sen unse­ren Herrn auf der Basis bibli­scher Erkennt­nis lie­ben, sonst wer­den wir begin­nen, unser Chris­ten­le­ben den ver­schie­de­ne Welt­an­schau­un­gen anzupassen.Wir kön­nen unse­ren Gott nicht lie­ben und ver­trau­en, wenn wir Ihn nicht kennen.

Genau 24 Stunden pro Tag

Fast alle den­ken es, vie­le sagen es: „Ich habe kei­ne Zeit.“ Dass die­se Aus­sa­ge so allein ste­hend nicht ganz kor­rekt ist, leuch­tet schnell ein. Denn jeder ver­fügt über 24 Stun­den am Tag. Ob es der Metz­ger um die Ecke ist, die Bun­des­kanz­le­rin oder ich selbst es bin. Streng genom­men ist es eine Lüge. Aber wie kommt es dazu, dass wir mit unse­rer Zeit nicht mehr zurecht kom­men? Was machen wir falsch? Dabei soll­ten wir unse­ren ers­ten Blick Jesus zuwen­den. Wie ging Jesus mit sei­ner Zeit um? Vie­le Men­schen bedräng­ten ihn. Das Volk lief ihm hin­ter­her. Eini­ge such­ten Hei­lung von irdi­schen Lei­den, ande­re den Weg zu Gott, noch ande­re einen Grund zur Ankla­ge und Ver­haf­tung. Jesus hat­te viel zu tun und hät­te noch viel mehr tun kön­nen. Jesus hät­te sich 24 Stun­den am Tag um das Volk küm­mern kön­nen. Aber er tat es nicht. Hat­te er zu wenig getan?