Monate: Januar 2010

Wer liest schon so ein altes Buch?!

Seit­dem ich die­se Sei­te ken­ne, habe ich immer ger­ne einen Blick dar­auf gewor­fen und eif­rig mit­ge­le­sen. Ab jetzt möch­te ich jedoch das tun was Eddi im ers­ten Bei­trag Novem­ber 2006 schrieb: „Falls du auch inter­es­san­te Bei­trä­ge auf die­ser Sei­te ver­öf­fent­li­chen, d.h. Bücher aus dei­ner Biblio­thek vor­stel­len willst, mel­de dich ein­fach per Email und ich schal­te dich frei: ed.kl@web.de“ Über Kom­men­ta­re und Rück­mel­dun­gen freue ich mich… Kennt ihr die­se Bücher mit ver­gilb­tem Papier und ein­ge­ris­se­nen Buch­de­ckeln? Meis­tens schon etwas älter. Oft nur nur noch als Deko im Bücher­schrank im Gebrauch. Vie­le tra­gen eine Schrift, die heu­te fast nur noch Groß­müt­ter und Groß­vä­ter ken­nen. Dar­un­ter sind vie­le Bücher, die ein­mal vor 30, 50 oder 80 Jah­ren gekauft, gele­sen und einen gro­ßen Segen gespen­det haben. Was an die­sen Jahr­gän­gen jedoch auf­fällt – sie wer­den immer sel­te­ner. Sie haben kei­ne Ver­wen­dung mehr in Zei­ten von Mar­ke­ting und Ver­kaufs­stra­te­gie. Wer liest schon so ein altes Buch?! Das muss doch ver­al­tet sein. Kürz­lich kam ich zur gro­ßen Freu­de, direkt meh­re­re Hun­dert die­ser mir wert­vol­len Bücher zu erhal­ten. Es war der Nach­lass einer klei­nen Bibelschule. …

Ein Moleskine-NT

Ein Mole­s­ki­­ne-NT 22.01.2010 18:28 Fast täg­lich fah­re ich mit der Bahn nach Ham­burg in die Uni und nut­ze die ein­stün­di­gen Fahr­ten zum Lesen. Ein Buch habe ich immer dabei — mein Neu­es Tes­ta­ment (Über­set­zung: Schlach­ter 2000). Die Aus­ga­be ist zwar preis­güns­tig, aber nicht dafür gedacht, sie täg­lich unge­schützt im Ruck­sack zu trans­por­tie­ren. Als ich zu Weih­nach­ten ein Mole­ski­ne Kalen­der bekam, kam ich auf die Idee, mei­nen alten Mole­ski­ne­ka­len­der zu ver­wer­ten. Da die Maße des Kalen­ders und des NTs iden­tisch sind, woll­te ich das NT in den Leder­um­schlag des Mole­ski­ne ein­bin­den. Somit wür­de mei­ne täg­li­che Lek­tü­re, die inhalt­lich kost­ba­rer als Gold ist, nicht nur äußer­lich ver­edeln, son­dern auch mit einem har­ten Leder­um­schlag und einem Gum­mi­band sta­bi­li­sie­ren. Ich fin­de das Ergeb­nis so geni­al, dass ich es mei­nen Lesern nicht vor­ent­hal­ten woll­te. Gleich­zei­tig sol­len die Fotos zum Nach­ma­chen ani­mie­ren. Eines soll­tet ihr aber bes­ser machen. Ich habe mein bereits sehr gebrauch­tes NT genom­men, vor allem auch weil ich dort Eini­ges unter­stri­chen habe. Mit einem neu­en NT wür­de da gan­ze aber auf jeden Fall bes­ser aus­se­hen. So sieht ein mein Moleskine …

Bei Stromausfall ein Buch lesen

Zeit-Sozio­­­lo­­ge Hart­mut Rosa erzählt in einem Inter­view, wie schwer es uns fällt ein Buch zu lesen, weil wir dann mei­nen, so viel zu ver­pas­sen. Er hat auch das inter­es­san­te Buch „Beschleu­ni­gung — Die Ver­än­de­rung der Zeit­struk­tu­ren in der Moder­ne“ geschrie­ben. Hier der Aus­zug aus dem Gespräch: Zeit: Sind wir also unfä­hig gewor­den, die Muße zu genie­ßen? Rosa: Das Pro­blem ist, dass wir stän­dig das Gefühl haben, Zeit sei kost­bar und dass ich des­halb jede Akti­vi­tät recht­fer­ti­gen müs­se. Wenn ich mir vor­neh­me, heu­te mal in Ruhe ein Buch zu lesen, dann gäbe es auch hun­dert ande­re Optio­nen: fern­se­hen, im Inter­net sur­fen, E‑Mails che­cken… Das heißt, wenn ich lese, muss ich zugleich das Gefühl haben, dies sei die nütz­lichs­te, die sinn­volls­te Ver­wen­dung mei­ner Zeit. Zeit: Sie mei­nen, ich muss es qua­si vor mir selbst recht­fer­ti­gen, dass ich nun ein Buch lese? Rosa: Natür­lich läuft die­ses Abwä­gen nicht bewusst. Es beschäf­tigt uns per­ma­nent unbe­wusst und bin­det Denk-Ener­gie. Zeit: Wie ent­kommt man dem? Wel­che Stra­te­gien haben zum Bei­spiel Sie selbst? Rosa: Es gibt nichts schö­ne­res, als wenn bei mir im Hoch­schwarz­wald, wo ich …

Ende der Winterpause!

Es sind jetzt schon eini­ge Wochen ins Land gegan­gen, in denen es kei­ne neu­en Bei­trä­ge auf die­ser Sei­te gab. Nach­dem jetzt eini­ge Leser die­ses Blogs per Email nach­ge­fragt haben, was denn mit mir eigent­lich los sei, habe ich beschlos­sen, mich wie­der zu Wort zu mel­den. Als aller ers­tes möch­te ich mich bei allen Lesern ent­schul­di­gen, dass ich über die Bücher der Puri­­ta­­ner-Serie aus dem 3L-Ver­­lag nicht wöchent­lich geschrie­ben und die Serie auch nicht wei­ter geführt habe. Ich habe die Bücher zwar alle gele­sen, kam aber bedau­erns­wer­ter­wei­se nicht zum Schrei­ben. Mitt­ler­wei­le ist ein wei­te­res Buch von den Puri­ta­nern erschie­nen, was dar­auf war­tet gele­sen zu wer­den. Da sich bei mir wie­der das Semes­ter­en­de naht, und damit auch eini­ge umfang­rei­che Haus­ar­bei­ten, möch­te ich kei­nen Zeit­plan nen­nen, wann ich die Serie been­den wer­de. Ich wer­de sie aber, so Gott will, wei­ter­füh­ren. Es lohnt sich also hier wie­der vor­bei­zu­schau­en. Ich habe mich in der letz­ten Zeit auch immer wie­der über den Sinn und Unsinn die­ser Sei­te Gedan­ken gemacht. Fol­gen­des ging mir dabei durch den Kopf: Wer liest über­haupt mei­nen Blog? För­dern meine …