Monate: November 2009

Welches Buch ist dir sehr ans Herz gewachsen?

Alber­to Man­guel beginnt sein Buch „Tage­buch eines Leser“ mit fol­gen­den Wor­ten: Man­che Bücher durch­que­ren wir wie im Flu­ge. Schon beim Umblät­tern ver­ges­sen wir, was auf der vori­gen Sei­te stand. Ande­re lesen wir mit Ehr­furcht, ohne Wider­spruch oder Zustim­mung zu wagen. Wie­der ande­re die­nen ledig­lich der Infor­ma­ti­on und blei­ben ohne Kom­men­tar. Dann gibt es Bücher, die uns in vie­len Jah­ren so sehr ans Herz gewach­sen sind, dass wir sie nur Wort für Wort wie­der­ho­len kön­nen, denn wir ken­nen sie längst aus­wen­dig. Bei den Büchern, die ihm ans Herz gewach­sen sind, fin­det man lei­der nicht die Bibel, das Buch der Bücher. Aber wünsch­te es für mich, dass mir die Bibel wie kein ande­res Buch ans Herz und ins Herz wach­sen wür­de, so dass ich sie Wort für Wort rezi­pie­ren, aus­wen­dig zitie­ren und voll­stän­dig leben könn­te, so wie es Gust­ave Flau­bert sag­te: „Lies, um zu leben.“

Wohin mit den vielen Büchern?

Wir haben ges­tern im IKEA-Restau­rant nach einer anstren­gen­den und reg­ne­ri­schen Auto­bahn­fahrt Kaf­fee getru­ken. Neben­bei habe ich der IKEA-Fami­­ly Zeit­schrift geblät­tert und fol­gen­den Tipp gefun­den: „Je vol­ler der Gefrier­schark, des­to spar­sa­mer läuft er. Unge­nut­zen Platz kannst du mit Büchern fül­len.“ (IKEA Umwelt­kämp­fer Char­lie Brow­ne) Das man auf die­se Wei­se Ener­gie spa­ren kann, sehe ich ein. Aber ob das für mei­ne Bücher ein siche­rer Auf­be­wah­rungs­ort ist, bin ich mir nicht ganz sicher. Dann stel­le ich sie doch lie­ber in mein Bil­ly Regal von IKEA. Ich habe zwar gehört, dass man feucht Bücher durch Gefrier­trock­nen ret­ten kann, bezweif­le aber, dass das mit einem nor­ma­len Gefrier­schark auch funktioniert.

Zur Größe gebeugt (Ravi Zacharias)

Fol­gen­den Aus­zug aus dem Buch von Ravi Zacha­ri­as „Kann man ohne Gott leben?“ (S. 186 – 188) fand ich sehr tief­ge­hend und über­füh­rend. —- Im Alten Tes­ta­ment steht in 1. Mose 32 ein Abschnitt, des­sen Kern­punkt häu­fig auch von sorg­fäl­ti­gen Lesern über­se­hen wird. Es ist die erzäh­len­de Beschrei­bung von Jakobs Heim­kehr nach lan­ger Abwe­senheit. Jah­re zuvor war er von Zuhau­se geflo­hen, weil er den Segen gestoh­len hat­te, der sei­nem älte­ren Bru­der Esau zuge­stan­den hät­te. Wäh­rend Esau auf der Jagd war, ver­klei­de­te sich Jakob in einem ge­meinen Akt als Esau, knie­te sich vor sei­nen blin­den Vater Isaak und bat Isaak, ihn mit dem Erst­ge­burts­recht zu seg­nen, das recht­mä­ßig Esau zustand. Der Vater war ernst­lich ver­wirrt, denn die Stim­me klang wie Jakobs; daher sag­te er: „Du bist nicht Esau — wie kann ich dir den Segen ertei­len?“ Jakob reich­te ihm etwas Wild­bret und behaup­te­te, er habe das Tier gera­de erlegt. Zögernd seg­ne­te Isaak Jakob in dem Glau­ben, es sei Esau, und gab ihm das Vor­recht der Erst­ge­burt, das ihm nicht zustand. Dar­auf­hin wur­de sein Bru­der Esau so zor­nig, dass Jakob fliehen …