Monate: Oktober 2009

Ist das der neue Atheismus?

Ich lese gera­de das Buch „Kann man ohne Gott leben“ von Ravi Zacha­ri­as. Er ver­sucht mit einer apo­­lo­­ge­­tisch-phi­­lo­­so­­phi­­schen Her­an­ge­hens­wei­se in der Tra­di­ti­on Fran­cis Scha­ef­fers den christ­li­chen Glau­ben zu ver­tei­di­gen. Im 1. Teil „Der Athe­is­mus ist leben­dig — und töd­lich“ zitiert er fol­gen­des sati­ri­sches Gedicht von dem eng­li­schen Jour­na­lis­ten Ste­ve Tur­ner: Wir glau­ben an Marx­freund­und­dar­win. Wir glau­ben, alles ist OK, solan­ge du kei­nem weh­tust, nach bes­tem Wis­sen über dei­ne Defi­ni­tio­nen von weh­tun, über­haupt nach dei­nem bes­ten Wis­sen. Wir glau­ben an Sex vor, wäh­rend und nach der Ehe. Wir glau­ben an die The­ra­pie der Sün­de. Wir glau­ben, Ehe­bruch macht Spaß. Wir glau­ben Sodo­mie ist OK. Wir glau­ben, Tabus sind tabu. Wir glau­ben, alles wird bes­ser, trotz der Bewei­se des Gegen­teils. Der Beweis muss erforscht wer­den und alles lässt sich durch Bewei­se bele­gen. Wir glau­ben, es ist etwas dran an Horo­sko­pen, UFOs und ver­bo­ge­nen Löf­feln; Jesus war ein guter Mensch, genau wie Bud­dha, Moham­med und wir sel­ber. Er war ein guter Moral­pre­di­ger, wenn­gleich wir mei­nen, dass sei­ne guten Sit­ten schlecht waren. Wir glau­ben, alle Reli­gio­nen sind im Grun­de gleich — Zumin­dest war es die, die wir deuten. …

Buchrezension: Geborgen in Ihm

Ger­ne wünscht man es sich als Christ, in allen Lebens­la­gen stark zu sein und auch dann nicht ein­zu­kni­cken, wenn wirk­lich alles schief läuft. Ande­rer­seits begeg­net man immer wie­der Chris­ten, die mut­los, ent­täuscht und manch­mal sogar frus­triert die Hoff­nung auf­zu­ge­ben schei­nen, weil sie kraft­los gewor­den sind. Dafür kann es ver­schie­de­ne Grün­de geben: eige­nes Ver­schul­den und eige­ne Sün­de, Ent­täu­schung, Krank­hei­ten, Burn-Out oder Depres­sio­nen. Wo fin­det man in sol­chen Situa­tio­nen für sich selbst und für Ande­re Hil­fe, die wirk­sam aus der Not führt? Richard Sib­bes hat­te wohl sol­che Situa­tio­nen vor Augen, als er das Buch „Gebor­gen in ihm“ schrieb. Der eng­li­sche Titel „The Brui­sed Reed“ (Das geknick­te Rohr) ver­rät mehr über den Inhalt, vor­aus­ge­setzt man erkennt in dem Titel ein Bibel­zi­tat. Denn es geht in die­sem Buch tat­säch­lich im Wesent­li­chen nur um den einen Vers aus Mat­thä­us 12,20 (zitiert aus Jes 42,3): „Ein geknick­tes Rohr wird er nicht zer­bre­chen, und einen glim­men­den Docht wird er nicht aus­lö­schen, bis er das Recht hin­aus­füh­re zum Sieg.“ Der ers­te Gedan­ke, der mir kam, als ich erfuhr, dass das gesam­te Buch eine Auslegung …