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Das Leben des Messias

von Arnold G. Fruchtenbaum

27lebendesmessiasgerade_z1Ach­tet doch auf ihn, der sol­chen Wider­spruch von den Sün­dern gegen sich erdul­det hat, damit ihr nicht müde wer­det und den Mut ver­liert! (Hebrä­er 12,3)

Genau das ver­sucht die­ses Buch, näm­lich dem Leser klar zu machen, wie viel Jesus ertra­gen und erlei­den muss­te. Nicht nur kör­per­lich, son­dern auch geis­tig, geist­lich und see­lisch. Nicht nur am Kreuz, son­dern bei sei­ner gesam­ten Mensch­wer­dung.

Der Autor Arnold G. Fruch­ten­baum ist ein mes­sia­ni­scher Jude, der sich viel mit dem Juden­tum beschäf­tigt und auch jüdi­sche Theo­lo­gie stu­diert hat. Da er geschicht­li­che Hin­ter­grün­de und jüdi­sche Sit­ten bei den Betrach­tun­gen der Bibel­stel­len mit­ein­be­zieht und erklärt, bekommt man einen ganz neu­en Blick­win­kel für die Gescheh­nis­se in den Evan­ge­li­en.

Als ich die­ses Buch las, fiel mir auf, dass ich sehr oft den Feh­ler gemacht habe, zu ver­ges­sen, dass nicht nur Jesus ein Jude war, son­dern auch sei­ne Jün­ger. Somit hat vie­les, was sie schrie­ben, im jüdi­schem Ver­ständ­nis eine ganz bestimm­te Bedeu­tung. Ange­fan­gen mit dem Logos in Johan­nes 1, über wel­ches man in vie­len Bibel­kom­men­ta­ren Erklä­run­gen fin­det, die das Wort mit grie­chi­scher Phi­lo­so­phie in Ver­bin­dung brin­gen und es auch so erklä­ren.

Dabei ist die­ses Wort im jüdi­schen Ver­ständ­nis ein theo­lo­gi­sches Kon­zept namens Mem­ra (was über­setzt „Wort“ bedeu­tet). In den ers­ten 18 Ver­sen des ers­ten Kapi­tels wird die­ses Kon­zept aus­führ­lich von Johan­nes behan­delt. Aber auch eini­ge Bege­ben­hei­ten und Aus­sa­gen der Pha­ri­sä­er haben eine tief­grün­di­ge­re Bedeu­tung. Dabei erkennt man ein Stück weit, wie gött­lich und mensch­lich Jesus zugleich war, und wie gedul­dig mit den Men­schen.

Die­ses Buch kann ich nur emp­feh­len, obwohl es auch Din­ge gibt, die ich nicht unbe­dingt beja­hen wür­de. Zum Bei­spiel behaup­tet der Autor, dass Mat­thä­us bereits wie­der­ge­bo­ren war, als er sein Zoll­haus ver­ließ, um Jesus nach­zu­fol­gen. Auch bei die­sem Buch soll­te man alles prü­fen und in sei­nem Her­zen bewe­gen.

Sara Sie­mens

Autor: Arnold G. Fruch­ten­baum
Sei­ten: 168
For­mat: 14 x 21 cm
Ein­band: Paper­back
Jahr: 6. Auf­la­ge 2012
Ver­lag: CMD (Christ­li­cher Medi­en­dienst Hün­feld)
ISBN: 978−3−939833−05−5
Preis: 9,50 EUR (eBook: 6,90 EUR)
erhält­lich bei: CMD, Zelt­ma­cher
als eBook bei: ceBooks.de

1 Kommentare

  1. Andreas Schnebel sagt

    Nun ja, Jesus und die Jün­ger waren Juden. Das ist ohne Zwei­fel rich­tig. Was sagen Chris­tus oder Pau­lus über den spe­zi­fisch jüdi­schen Blick­win­kel? Ich fin­de, dass ist eine äußerst span­nen­de Fra­ge im Bezug auf die Her­me­neu­tik von Arnold G. Fruch­ten­baum.

    LG

    Andre­as Schne­bel

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