Allgemein, Zitate
Kommentare 1

Das höchste Gut des Menschen

gefunden bei "The Wonderful Works of God" von Herman Bavinck

„Gott und Gott allein ist das höchs­te Gut des Menschen.

In einem all­ge­mei­nen Sin­ne kön­nen wir sagen, dass Gott das höchs­te Gut all sei­ner Krea­tu­ren ist. Denn Gott ist der Schöp­fer und Erhal­ter aller Din­ge, die Quel­le allen Seins und jeg­li­chen Lebens und die über­flie­ßen­de Quel­le allen Gutes. Jede Krea­tur schul­det jeden ein­zel­nen Augen­blick sei­ne gan­ze Exis­tenz ein­zig Ihm, der das Eine, Ewi­ge und All­ge­gen­wär­ti­ge Wesen ist.

Doch das Kon­zept des höchs­ten Guts schließt übli­cher­wei­se auch den Gedan­ken mit ein, dass die­ses Gut von den Krea­tu­ren selbst erkannt und genos­sen wird. Und das kann natür­lich nicht der Fall für die leb­lo­se oder nicht-ratio­na­le Schöp­fung sein. Die leb­lo­se Schöp­fung exis­tiert bloß und besitzt über­haupt kein Lebens­prin­zip. Die ande­ren Geschöp­fe, so wie die Pflan­zen besit­zen zwar ein Lebens­prin­zip, haben aber kei­ner­lei Emp­fin­den. Die Tie­re besit­zen zwar zusätz­lich zu ihrer Exis­tenz und ihrem Leben eine Art des Bewusst­seins, doch es ist ein Bewusst­sein, dass die Din­ge um sich durch Sin­nes­rei­ze wahr­nimmt. Sie sind sich der irdi­schen, aber nicht der himm­li­schen Din­ge bewusst. Sie sind sich der tat­säch­li­chen, der freu­di­gen, der nütz­li­chen Din­ge bewusst. Doch sie besit­zen kein Bewusst­sein für die Wahr­heit, das Gute und das Schö­ne. Sie besit­zen ein sinn­li­ches Emp­fin­den und sinn­li­che Wün­sche, doch ent­spre­chend sind sie auch durch Sin­nes­wahr­neh­mung gesät­tigt und kön­nen zu den geist­li­chen Din­gen nicht durchdringen.

Beim Men­schen ist das völ­lig anders. Er ist eine Krea­tur, die von Anfang an im Bil­de Got­tes geschaf­fen wur­de und die­sen gött­li­chen Ursprung kann er weder löschen noch zer­stö­ren. Auch wenn er durch die Sün­de die herr­li­chen Eigen­schaf­ten der Erkennt­nis, der Gerech­tig­keit und der Hei­lig­keit ver­lo­ren hat, die im Bil­de Got­tes lie­gen, sind sie doch in ihm in „klei­nen Über­res­ten“, als Schen­kun­gen der Schöp­fung vor­han­den. Die­se rei­chen nicht nur aus, um das Bewusst­sein der Schuld auf­recht­zu­er­hal­ten. Die­se bezeu­gen auch sei­ne ursprüng­li­che Grö­ße und erin­nern ihn bestän­dig an sei­ne gött­li­che Beru­fung und sein himm­li­sches Schicksal…“

Über­setzt aus „The Won­der­ful Works of God“

 

1 Kommentare

  1. Pingback: Neujahr (7): Dem höchsten Gut nachstreben – Hanniel bloggt.

Hinterlasse einen Kommentar!

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.