Alle Artikel in: Puritaner

Buchrezension: Geborgen in Ihm

Gerne wünscht man es sich als Christ, in allen Lebenslagen stark zu sein und auch dann nicht einzuknicken, wenn wirklich alles schief läuft. Andererseits begegnet man immer wieder Christen, die mutlos, enttäuscht und manchmal sogar frustriert die Hoffnung aufzugeben scheinen, weil sie kraftlos geworden sind. Dafür kann es verschiedene Gründe geben: eigenes Verschulden und eigene Sünde, Enttäuschung, Krankheiten, Burn-Out oder Depressionen. Wo findet man in solchen Situationen für sich selbst und für Andere Hilfe, die wirksam aus der Not führt? Richard Sibbes hatte wohl solche Situationen vor Augen, als er das Buch „Geborgen in ihm“ schrieb. Der englische Titel „The Bruised Reed“ (Das geknickte Rohr) verrät mehr über den Inhalt, vorausgesetzt man erkennt in dem Titel ein Bibelzitat. Denn es geht in diesem Buch tatsächlich im Wesentlichen nur um den einen Vers aus Matthäus 12,20 (zitiert aus Jes 42,3): „Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht hinausführe zum Sieg.“ Der erste Gedanke, der mir kam, als ich erfuhr, dass das gesamte Buch eine …

Matthew Henry: Leben voller Freude

Mit großem Gewinn lese ich regelmäßig Matthew Henry’s Hauptwerk Exposition of the Old and New Testament (Kommentar zum Alten und Neuen Testament). Und so wartete ich gespannt auf das erste deutsche Buch von Matthew Henry: Leben voller Freude. Dieses Buch ist das Letzte von Matthew Henry und wurde 1714, seinem Todesjahr, gedruckt. Es ist also gleichsam sein Vermächtnis und wenn man so will, seine letzten Worte, die bis in unsere Zeit hineinklingen. Das Buch basiert auf 6 Predigten, die der Autor 1713 hielt und auf Wunsch seiner Zuhörer für die Veröffentlichung überarbeitete. Dieser Neuausgabe wurde zusätzlich ein Vorwort von James I. Paker beigefügt, in dem er in Kürze in das Buch und das Leben des Autors einführt und außerdem dem Leser Hinweise gibt, wie er das Beste aus dem Buch herauszuholen hat.

Thomas Watson: Die Lehre der Buße

Was bewegt mich 341 Jahre nach Erscheinen des Buches „Die Lehre der Buße“, dieses Buch zu lesen, hier vorzustellen und wärmstens zu empfehlen? Was motiviert den Verlag dieses Buch von Thomas Watson nach 338 Jahren in deutscher Sprache herauszubringen? Es muss etwas in dem Inhalt verborgen liegen, was sich lohnt, wieder aufgedeckt zu werden. Der Autor Thomas Watson (1620-1686) ist mir beim Lesen verschiedener englischsprachiger Blogs begegnet. Und ich war sehr gespannt endlich ein Buch von ihm in deutscher Sprache zu lesen. Um sich ein Bild vom Autor zu machen, beinhaltet das Buch eine achtseitige „kurze Erinnerung an Thomas Watson“, zusammengestellt von C.H. Spurgeon. Spurgeon schreibt: „Watson war einer der bündigsten, tiefsten, beispielhaftesten und gehaltvollsten jener vortrefflichen Theologen, welche die Zeit der Puritaner zum Augusteischen Zeitalter der evangelischen Literatur machen“ (S. 11). Diese Superlative sind berechtigt und beschreiben treffend dieses kompakte Buch. Watson beginnt sein Buch mit einleitenden Bemerkungen über die Buße und wirft die Frage auf, ob zuerst die Buße oder ob der Glaube zuerst kommt. Diese Frage beantwortet er nicht, weist jedoch darauf hin, …

Die Puritaner im 3L Verlag

In der Puritaner-Serie im 3L Verlag ist mittlerweile der fünfte Band erschienen. Das nehme ich zum Anlass alle fünf Bände und das Andachtsbuch kurz vorzustellen. Über den ersten Band habe ich bereits geschrieben. Also folgt ab nächste Woche im wöchentlichen Rhythmus jeweils ein Buch. Beginnen werde ich mit „Die Lehre der Buße“ von Thomas Watson. Der Verlag hat mit der Herausgabe dieser Bände folgendes Ziel: „Mit dieser neuen Reihe sollen die wertvollen Lehren der Puritaner wieder in Erinnerung gebracht werden.“ Denn: „Die Schriften der Puritaner haben nachhaltig die Christen in den folgenden Jahrhunderten durch ihren glühenden Glauben an das unverfälschte Wort der Bibel beeinflusst. Sie sind auch heute noch ein „Festschmaus“ für Gottes Kinder.“ Die Puritaner zu lesen, ist für mich wirklich ein „Festessen“. Es ist nicht unbedingt leicht verdaulich, man muss für das Festessen Zeit mitbringen, um auch wirklich alles auszukosten. Und ein Festessen vergisst man nicht so schnell, ebensowenig das Lesen der Puritaner. Im dem Andachtsbuch „Die Englischen Puritaner. 365 Tage lebendiges Wasser“ heißt es zum heutigen Tag (S. 231): Oh, Freunde, gewinnen …

John Owen: Die Herrlichkeit Christi – Köstlicher als Gold

Die äußere Aufmachung dieses Buches – ein im schlichten Gold gehaltener Umschlag – lässt den kostbaren Inhalt dieses Buches erahnen. „Die Herrlichkeit Christi“, aus der Feder von John Owen (1616-1683), hat auch nach über 300 Jahren nichts an Aktualität eingebüßt, sondern ist bis heute ein einzigartiges Werk über unseren Herrn, König und Erlöser Jesus Christus. Die Seiten des Buches stammen von einem Mann, der „die Breite, die Länge, die Tiefe und die Höhe“ der Herrlichkeit Christi erfahren hat, wie sie nur jemand erfährt, der viel über das Wort Gottes nachdenkt, und den der Heilige Geist in die ganze Wahrheit leitet. Kann ich über die Herrlichkeit Christi staunen? Führt mich diese Erkenntnis zur wahren Anbetung? Wer dieses Buch andächtig liest, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.