Alle Artikel in: Leben als Christ

Tipp: Schreib’s auf!

Im Jahr 1955 starb mein Urgroß­va­ter müt­ter­li­cher­seits. Er hat uns ein dün­nes Buch hin­ter­las­sen, in dem er aus sei­nem Leben und über unse­re Vor­fah­ren berich­tet. Es ist span­nend zu lesen, was er und mei­ne Vor­fah­ren erlebt haben, was sie dach­ten und was sie taten. Es ist ein Ein­tau­chen in eine ande­re Zeit, mit der man ver­bun­den ist. Und es weckt in mir das Vor­ha­ben, mein eige­nes Leben — mög­lichst sys­te­ma­tisch und geglie­dert — in Buch­form fest­zu­hal­ten. Wie pas­send, dass im Ver­lag Riga­tio der Autor und Gemein­de­äl­tes­ter Peter Güth­ler ein für die­sen Zweck gera­de­zu per­fek­tes Buch ver­öf­fent­licht hat: Schreib’s  auf! ist ein Erin­ne­rungs­al­bum, in das du dei­ne eige­ne Geschich­te schrei­ben kannst. Fra­gen zu dei­ner Her­kunft, Kind­heit, Jugend und dei­nem Leben als Erwach­se­ner hel­fen dir dabei. Schreib‘s auf für dich oder die Per­son, die dir die­ses Buch über­reicht hat – dein Kind oder dei­nen Enkel, dei­nen Nef­fen oder dei­ne Nich­te … Sie wol­len wis­sen, wie du auf­ge­wach­sen bist und was du erlebt hast. (Ver­lags­text) Das sehr hoch­wer­tig wir­ken­de Buch mit Lese­bänd­chen und 120 Sei­ten ist vol­ler Fra­gen und aus­rei­chend Platz, um die Geschich­te eines Lebens aufzuschreiben. …

Tipp: Bibel und Wissenschaft

Dr. Roger Lie­bi hat Aus­sa­gen aus der Bibel mit wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen ver­gli­chen und dabei fest­ge­stellt, dass eine bedeu­ten­de Zahl bibli­scher Aus­sa­gen erst in den letz­ten Jahr­hun­der­ten durch die Wis­sen­schaft bestä­tigt wur­den. Die Bibel ist kein wis­sen­schaft­li­ches Buch son­dern Got­tes schrift­li­che Offen­ba­rung an uns Men­schen. Daher beschreibt die Bibel natur­wis­sen­schaft­li­che Fak­ten ganz neben­bei und ohne viel Auf­he­bens. Eben dar­um, weil es Gott nicht um die Ver­mitt­lung von wis­sen­schaft­li­chen Kennt­nis­sen ging. Dr. Lie­bi nennt Bei­spie­le aus sehr unter­schied­li­chen Gebie­ten wie den Geo­wis­sen­schaf­ten, der Bio­lo­gie oder der Hygie­ne. Zum Bei­spiel, dass die jüdi­sche Beschnei­dung von Jun­gen exakt am 8. Tag erfol­gen soll­te, heu­te weiß man, war­um. Oder dass das Licht sich bewegt, eine Erkennt­nis, die erst durch Isaac New­ton nach­ge­wie­sen wur­de. Man­che der 30 aus der Bibel abge­lei­te­ten wis­sen­schaft­li­chen Aus­sa­gen wer­den Skep­ti­ker nicht über­zeu­gen. Dafür sind ande­re umso ver­blüf­fen­der. Got­tes­fer­ne Leser, die mit Offen­heit für Got­tes Offen­ba­rung an die Lek­tü­re die­ses optisch anspre­chen­den Buches her­an­ge­hen, wer­den sich kaum der Erkennt­nis ver­schlie­ßen kön­nen, dass die Bibel ein Buch über­na­tür­li­cher Quel­le sein muss. Das Buch hat 80 Sei­ten und ist bei CLV für sehr …

Lange: Achtung: Freudenräuber!

Wie kommt es, dass Chris­ten oft als wenig fröh­lich und „freu­de­voll“ wahr­ge­nom­men wer­den? Oder wie Fried­rich Nietz­sche über Chris­ten geur­teilt hat: „Chris­ten müss­ten erlös­ter aus­se­hen.“ Da es sei­ne Zeit­ge­nos­sen eben­falls oft nicht waren, waren sie ihm wenig glaub­wür­dig. Tho­mas Lan­ge führt in sei­nem gera­de ein­mal 72 Sei­ten knap­pen Büch­lein 14 mög­li­che Grün­de an, die er als „Freu­den­räu­ber“ bezeich­net. Von feh­len­der Heils­ge­wiss­heit, über unbe­rei­nig­te Sün­de bis man­geln­de Opfer­be­reit­schaft. Alle ange­führ­ten Grün­de haben gemein, dass sie durch man­geln­de Lie­be zu Chris­tus ent­ste­hen und Chris­ten die Freu­de rau­ben. Tho­mas Lan­ge betont, dass bei der Freu­de sowohl die Ver­ant­wor­tung des Men­schen als auch die Sou­ve­rä­ni­tät Got­tes eine Rol­le spie­len. Die Freu­de ist zwar als Frucht des Geis­tes von Gott gewirkt und in unser Herz gepflanzt, trotz­dem muss sie unse­rer­seits im Wachs­tum geför­dert wer­den, damit sie nicht ver­küm­mert. Somit zei­gen sich auch hier die Sou­ve­rä­ni­tät Got­tes einer­seits, als auch die mensch­li­che Ver­ant­wor­tung ande­rer­seits. S. 45 Die mit zahl­rei­chen Zita­ten gespick­ten Kapi­tel sind knapp und schnell gele­sen. Ein Anhang mit Kapi­teln „Freu­de“ und „War­um sind so vie­le Chris­ten unglück­lich?“ von John MacArthur …

Calwer Luther Ausgabe in 10 Bänden

Auf die­se nur noch anti­qua­risch erhält­li­che Aus­wahl der Wer­ke Luthers bin ich lei­der erst vor kur­zem auf­merk­sam gewor­den. Wahr­schein­lich soll­te ich anfan­gen öfter mal ein paar Ver­lags­ka­ta­lo­ge durch­zu­schau­en. Um sich einen Ein­blick in das Werk Luthers zu ver­schaf­fen, scheint mir die Aus­wahl recht gelun­gen zu sein. Es folgt ein kur­zer Über­blick über die ein­zel­nen Bän­de. Band 1 fängt mit der klas­sisch luthe­ri­schen Leh­re mit dem gro­ßen Kate­chis­mus an. Die­ser ist neben dem klei­nen Kate­chis­mus eine der bei­den Gele­gen­hei­ten, die Luther wahr­nahm um ein Über­blick über die pro­tes­tan­ti­sche Leh­re zu geben. Im Grun­de liegt hier eine klei­ne Dog­ma­tik vor. In vie­len Punk­ten ein­fach gehal­ten, waren doch auch Geist­li­che jener Zeit oft­mals nicht für star­ke Spei­se reif. Die Schmal­kal­di­schen Arti­kel wie­der­spie­geln das­sel­be The­ma, aber eher aus einem apo­lo­ge­ti­schen Anlie­gen, näm­lich in der Abgren­zung gegen­über Schwär­mern und Katho­li­ken. Die Anfän­ge der Refor­ma­ti­on rei­ßen einen Pre­di­ger mit­ten aus der Lehr­stu­be und von der Kan­zel hin­ein in das Welt­ge­sche­hen. Ent­spre­chend beinhal­tet Band 2 Pre­dig­ten und Aus­le­gun­gen Luthers. Zen­tral an die­sem Band ist die Wucht­schrift “ Von der Frei­heit eines Chris­ten­men­schen“. Die Aus­le­gung des …

Luther: Eine einfältige Weise zu beten, für einen guten Freund

Die­ses Werk ist äußerst ori­gi­nell, schrieb doch der berühm­tes­te Pro­fes­sor Euro­pas ein Buch für sei­nen Bar­bier. An die­ser Stel­le möch­te ich einen Aus­schnitt aus einer Buch­be­spre­chung von Pierre Büh­ler hin­zu­fü­gen: „Meis­ter Peter Bes­ken­dorf war Bar­bier und zum Teil wohl auch Arzt. Er gehör­te zu den bes­ten und ältes­ten Freun­den Luthers und sprach gern mit die­sem über theo­lo­gi­sche und reli­giö­se The­men. Es ist anzu­neh­men, dass er von Luther eine Anwei­sung zum Beten begehrt hat­te und Luther sei­nen Wunsch ent­sprach mit die­ser Dar­le­gung „einer ein­fa­chen Wei­se zu beten.“ Die Schrift erschien erst­mals 1535 in Wit­ten­berg, aller Wahr­schein­lich­keit nach in den ers­ten Mona­ten des Jah­res. Auf jeden Fall wird nicht auf das Unglück Bes­ken­dorfs Bezug genom­men: Er erstach am Oster­sams­tag 1535 — wahr­schein­lich im Rausch — sei­nen Schwie­ger­sohn Diet­rich und wur­de dann, von allen bedau­ert, am 30. Juli 1435 zwar begna­digt, aber des Lan­des ver­wie­sen. Die ein­fa­che Wei­se zu beten wird am Leit­fa­den der Bit­ten des Vater­un­sers und der zehn Gebo­te ent­fal­tet. Noch im sel­ben Jahr erschien eine erwei­ter­te Aus­ga­be: Hin­zu­ge­fügt wur­de das Beten der Haupt­stü­cke des Glau­bens­be­kennt­nis­ses. Die­se Schrift lie­fert wich­ti­ge Aspek­te von …

Martin Luther: Ob man vor dem Sterben fliehen möge

1525 wüte­te in Bres­lau die Pest. Wer konn­te, floh vor der Seu­che und ver­ließ die Stadt. So ent­stand auch bei evan­ge­li­schen Pfar­rern das Pro­blem, ob man vor die­sem Ster­ben flie­hen dür­fe? Man stell­te die­se Fra­ge Luther zur Klä­rung, und er ver­fass­te die­se Schrift. Als die Pest zwei Jah­re spä­ter auch in Wit­ten­berg aus­brach, blieb Luther und ver­sorg­te als Seel­sor­ger die Bedürf­ti­gen. H.C. Knuth schreibt dazu: „Die Schrift zeigt klar, wie der Glau­be die Frei­heit zum Han­deln, die Lie­be aber die Frei­heit zum Lei­den gibt. Luther geht einen Weg, der Feig­heit genau­so wie Fata­lis­mus ver­mei­det.“ Dies ist ein äußerst inter­es­san­tes Werk, dass ich vor län­ge­rer Zeit eigent­lich nur des inter­es­san­ten Titels hal­ber gele­sen habe.  Für unser Jubi­lä­ums­jahr möch­te ich das Buch jeder­mann ans Herz legen, gelingt es doch Luther aus die­ser äußerst spe­zi­fi­schen Fra­ge, einen wich­ti­gen Grund­satz her­zu­lei­ten: Hat ein Mensch Ver­ant­wor­tung zu sei­nem nächs­ten, da er z. B. Bür­ger­meis­ter oder Pfar­rer ist, so darf er sei­ne Schäf­chen nicht ver­las­sen, denn er wür­de Ihnen scha­den und nicht nach der Lie­be handeln.

Tipp: Gott leben — „Lehre trennt, Liebe eint“?

Bene­dikt Peters ruft in die­sem klei­nen Heft dazu auf, den Wert der bibli­schen Leh­re zu erken­nen. Eine gesun­de Leh­re im per­sön­li­chen Glau­bens­le­ben und im Leben der Gemein­de ist die Grund­la­ge für ein gott­wohl­ge­fäl­li­ges Leben. Der Autor ver­weist auf Anwei­sun­gen im Neu­en Tes­ta­ment, die zum Fest­hal­ten und das Ein­tre­ten bibli­scher Leh­re auf­for­dern. Dabei warnt er davor, die Leh­re gegen die Lie­be aus­zu­spie­len. Leh­re ist nichts ohne die Lie­be und Lie­be kann nicht sein ohne die Leh­re. Der kur­ze Auf­satz ver­zich­tet dar­auf, Gren­zen zu zie­hen, wel­che Lehr­dif­fe­ren­zen „tole­riert“ wer­den kön­nen und wel­che Leh­ren eine Tren­nung nötig machen. Denn auch in der bibel­treus­ten Gemein­de gibt es zumin­dest in Detail­fra­gen unter­schied­li­che Erkennt­nis­se. Der Autor will hier kei­ne Klä­rung schaf­fen son­dern vor allem eins: Dass Evan­ge­li­ka­le den Vor­rang der Leh­re erken­nen. Das Heft hat ein hand­li­ches For­mat (12 x 12 cm), 32 Sei­ten und kos­tet ein­zeln 1,50 EUR. Der Men­gen­preis liegt bei 1,20 EUR. Auch bei cbuch.de erhältlich.

Besprechung: Als Christ in der Welt des Internets

Smart­pho­nes, Com­pu­ter oder das Inter­net? Was genau ist das über­haupt? Und wie gehe ich damit rich­tig um? Gibt es über­haupt einen rich­ti­gen Weg? Oder gibt es dafür Maß­stä­be in Got­tes hei­li­gem Wort? Sind das nicht Fra­gen, die in der heu­ti­gen Welt so manch ein Herz beschäf­ti­gen – der­je­ni­gen, die auch in die­ser letz­ten bösen Zeit unse­rem Hei­land Jesus Chris­tus auch in dem Bereich der digi­ta­len Medi­en treu nach­fol­gen wol­len? Seit mehr als 30 Jah­ren haben PCs, das Inter­net und immer mehr digi­ta­le Medi­en die Art und Wei­se, wie die west­li­chen Indus­trie­ge­sell­schaf­ten und auch die gan­ze übri­ge Welt funk­tio­nie­ren, beträcht­lich beein­flusst und ver­än­dert. Die digi­ta­len Medi­en wer­den als “ Rat­ge­ber für alles “ in allen Lebens­si­tua­tio­nen bei Fra­gen und anste­hen­den Ent­schei­dun­gen genutzt. Doch dabei ist vie­len bei der Nut­zung die­ser Medi­en etwas aus­schlag­ge­ben­des und wich­ti­ges ver­lo­ren gegan­gen oder ein­fach in Ver­ges­sen­heit gera­ten. Rudolf Eberts­häu­ser ver­weist des­halb in die­sem Werk, dass die Benut­zung der moder­nen digi­ta­len Medi­en stets einer beson­de­ren, tief­grün­di­gen Prü­fung vor sich selbst und vor Gott bedarf. Er macht deut­lich, dass wir die­se gebrau­chen können …

Gefunden: Gottes Wille

Was ist Got­tes Wil­le für mein Leben? Was ist sein Plan für mein Leben und wie fin­de ich das her­aus? Wen will er dass ich hei­ra­te? In wel­che Gemein­de will Gott dass ich gehe? Wel­che Aus­bil­dung? Ist es sein Wil­le dass ich in die Mis­si­on gehe? Ist es sein Wil­le dass ich die Gemein­de ver­las­se? Ist es sein Wil­le dass ich die­ses oder jenes Auto kau­fe? Was ist Got­tes Wil­le? Oder haben wir viel­leicht sogar Frei­hei­ten bezüg­lich unse­rer Ent­schei­dun­gen? „In der Fra­ge nach dem Wil­len Got­tes, sind wir schlim­mer als jeder Cha­ris­ma­ti­ker“, sag­te jemand zu mir. Ich muss­te kurz dar­über nach­den­ken und konn­te dem dann nur zustim­men. Wir mögen die Cha­ris­ma­ti­ker kri­ti­sie­ren von ihrer Ein­stel­lung und ihrer Leh­re, aber in die­sem Punkt, sind wir meis­tens schlim­mer als sie. Ist es nicht so, dass wir mit die­sem „Ich will Got­tes Wil­len für mein Leben erken­nen“, nur from­mes daher plap­pern, um ande­ren sehr geist­lich zu erschei­nen damit sie den­ken „man ist der geist­lich, man ist der fromm“? Frag doch mal so jeman­den wie der das denn erkennen …

Besprechung: Psalm 23 — Aus der Sicht eines Schafhirten

Jesus, mein Hir­te! Was für eine Tie­fe liegt in die­sem Aus­spruch Davids, der selbst als Hir­te auf­wuchs und spä­ter König wur­de — gewis­ser­ma­ßen der Hir­te des Vol­kes Isra­el. Wie kaum einem Men­schen des 21. Jahr­hun­derts war ihm bewusst, was es bedeu­tet, ein Schaf zu sein: ein völ­lig abhän­gi­ges, schwa­ches Tier, das sei­nem Hir­ten gehört. Der Autor Phil­lip Kel­ler, Diplom­land­wirt und selbst lang­jäh­ri­ger Schaf­züch­ter, beschreibt in die­sem 175 Sei­ten star­ken Büch­lein, was der Psalm 23 aus sei­ner Sicht wirk­lich aus­sagt. Jeder Aspekt des Psalms wird in 12 Kapi­teln unter die Lupe genom­men und betont die inni­ge Bezie­hung des Hir­ten zu sei­ner Her­de. Glei­cher­ma­ßen über­trägt der Autor die­se Bezie­hung auf das Ver­hält­nis von dem gro­ßen Hir­ten Jesus zu jedem sei­ner Scha­fe, den Gläu­bi­gen, die er mit sei­nem Blut erkauft hat. Wer möch­te schon ger­ne ein Schaf genannt wer­den? Oft wird das sogar als Belei­di­gung ver­stan­den. Und doch wer­den in die­sem Buch die erstaun­li­chen Par­al­le­len, die wir Men­schen zu den Scha­fen auf­wei­sen, beson­ders deut­lich. Immer wie­der staun­te ich über die ver­blüf­fen­den Bei­spie­le, die sich sehr gut auf unser Leben übertragen …