Alle Artikel in: Leben als Christ

Sharon James: „Der, die, was?“

Eine Gast­re­zen­si­on von Caro­lin Schmitt: Mitt­ler­wei­le ist es kaum zu ver­mei­den, dass man mit der gen­der­ge­rech­ten Spra­che kon­fron­tiert wird und in immer mehr Tex­ten Schreib­wei­sen wie Kund:innen oder Verkäufer:innen liest. Ich ver­mu­te, dass vie­len Eltern – egal ob Chris­ten oder Nicht-Chris­­ten – über­haupt nicht bewusst ist, wie gezielt wir und vor allem die nächs­te Genera­ti­on mit die­ser Ideo­lo­gie indok­tri­niert wer­den. Sharon James gibt auf den 172 Sei­ten einen sehr guten Über­blick über die Ursprün­ge und Hin­ter­grün­de sowie die Inhal­te der Gen­­der-Ideo­­lo­­gie. Sie argu­men­tiert klar und fun­diert, dass es beim Gen­­der-Main­stre­a­­ming um eine Ideo­lo­gie geht, da die Theo­rie mit wis­sen­schaft­li­chen Argu­men­ten nicht beleg­bar ist. Die Theo­rie, die besagt, dass es zwi­schen dem bio­lo­gi­schen Geschlecht (eng­lisch sex) und einem gesell­schaft­li­chen bzw. aner­zo­ge­nen Geschlecht (eng­lisch gen­der) einen Unter­schied gibt, lässt sich in kei­ner Wei­se durch eine wis­sen­schaft­li­che Grund­la­ge bewei­sen, schreibt die Autorin. Dar­über hin­aus spre­chen für den ideo­lo­gi­schen Cha­rak­ter zahl­rei­che Bei­spie­le, die in dem Buch auf­ge­führt wer­den. Immer wie­der wer­den Fak­ten in der Öffent­lich­keit und in den Medi­en geleug­net. Berich­te von Men­schen, die nach Jah­ren eines Lebens im …

Demokratie, Freiheit und christliche Werte: Liebe heilt die Gesellschaft

Rezen­si­on Hans­jürg Stü­ckel­ber­ger: Demo­kra­tie, Frei­heit und christ­li­che Wer­te: Lie­be heilt die Gesell­schaft Hans­jürg Stü­ckel­ber­ger war von 1956 bis 1995 Lan­des­kir­chen­pfar­rer an drei Orten in der Schweiz. Am 07.12.2020 hat er sei­nen 90. Geburts­tag gefei­ert. Im Ver­lauf sei­nes Lebens hat er meh­re­re Mis­­si­ons- und Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen gegrün­det. Dafür hat er alle fünf Kon­ti­nen­te bereist und mit vie­len Men­schen gespro­chen. Er stell­te sich die Fra­ge: War­um leben eini­ge Gesell­schaf­ten in Demo­kra­tie, Wohl­stand, Frie­den und Frei­heit und ande­re nicht? Sein neu­es Buch lie­fert Ant­wor­ten. Es trägt den Titel: „Demo­kra­tie, Frei­heit und christ­li­che Wer­te: Lie­be heilt die Gesell­schaft“ (Esras.net 2020). Das Buch bie­tet eine tref­fen­de Zusam­men­fas­sung der Kir­chen­ge­schich­te, wie Jesus Chris­tus mit der Bibel die Welt geprägt hat. Das Titel­bild nimmt den Inhalt des Kapi­tels über die bibli­schen Wer­te gleich vor­weg: es zeigt einen Baum mit tie­fen Wur­zeln, einen dicken Stamm und saf­ti­ge Früch­te. Das Bild ist aus Psalm 1 ent­lehnt: Wer Got­tes Wort beach­tet, „ist wie ein Baum, gepflanzt an den Was­ser­bä­chen, der sei­ne Frucht bringt zu sei­ner Zeit, und sei­ne Blät­ter ver­wel­ken nicht“ (Ps 1,3). Das Wur­zel­werk sym­bo­li­siert das …

Tipp: Binty

Ein Buch von Sin­gles für Sin­gles über das Leben als eine Toch­ter des Aller­höchs­ten. So könn­te man das Buch kurz beschrei­ben. „Bin­ty“ ist das ara­bi­sche Wort für „mein Mäd­chen“, „mei­ne Toch­ter“. Wer sein Leben Jesus über­ge­ben hat und Ver­ge­bung der Sün­den erle­ben durf­te, darf sich sicher sein, ein Kind Got­tes zu sein. Ein Leben als Toch­ter Got­tes ist wun­der­bar, denn der Vater liebt und sorgt sich um sei­ne Toch­ter. Er ist treu, gütig und ein wun­der­ba­rer Rat­ge­ber und Füh­rer. Was kann es schö­ne­res geben, als eine Bin­ty Got­tes zu sein?! Die Autorin macht mit ihrer ange­neh­men Art Mut, als Toch­ter Got­tes ihm wür­dig zu leben. Sie geht auf vie­le ver­schie­de­ne Berei­che des Lebens von Frau­en und ins­be­son­de­re ledi­ger Frau­en ein. Wie kann ich als Sin­gle ein erfüll­tes Leben füh­ren, ohne den roten Faden zu ver­lie­ren? Wie kann ich eine gute Freun­din sein? Wie kann Gott mich gebrau­chen? Die­se und eini­ge ande­re The­men bewegt Lia­ne Fens­ke in ihrem Buch. Sie bringt ihre eige­nen Erleb­nis­se und Erfah­run­gen ein und berich­tet von Freun­den und Bekann­ten, wie sie Gott in …

Verteidigung der Trinität, der Wahrheit, des Denkens und der Tollheit

2019 war für mich durch das Lesen (und Hören) der Wer­ke von Carl R. Tru­e­man geprägt. Es ist ein neu­es Ereig­nis, sich aus­führ­li­cher mit ein und dem sel­ben Autor zu beschäf­ti­gen (viel­leicht müss­te man Mar­tin Luther aus­neh­men, in dem Fall mei­ne ich ein und den sel­ben zeit­ge­nös­si­schen Autor). Moti­viert haben mich die Autoren­pro­fi­le von Han­ni­el, mit dem Ziel, sich durch ein Gesamt­werk durch­zu­ar­bei­ten. Doch an das umfang­rei­che Werk von z.B. Car­son wag­te ich mich zunächst nicht. Somit ein Quick-Review über den Autor, Dozen­ten, Pas­tor, Pre­di­ger und Blog­ger Trueman:

Tipp: Liebe deinen Körper

Die Gesell­schaft hat bei der Sicht auf den mensch­li­chen Kör­per einen nach­christ­li­chen Weg beschrit­ten. Die Aus­wüch­se sind Trans­gen­de­ris­mus, eine Auf­­­reiß-Kul­­tur, Homo­se­xua­li­tät, Abtrei­bung und Eutha­na­sie. Abtrei­bungs­be­für­wor­ter behaup­ten, dass das unge­bo­re­ne Leben zwar ein Mensch sei, aber kei­ne Per­son – daher wäre es ver­tret­bar, es zu töten. Ver­tre­ter des Trans­gen­de­ris­mus füh­ren an, dass die männ­li­che oder weib­li­che Per­son nicht zwin­gend mit dem bio­lo­gi­schen Kör­per über­ein­stimmt – Geschlechts­um­wand­lun­gen wären daher eine Lösung. Auf­grund der Zwei­tei­lung wird am Ende des Lebens die Eutha­na­sie ange­wandt, da der Mensch nach dem Ver­lust von gewis­sen Fähig­kei­ten den „Sta­tus“ als Per­son ver­lie­ren wür­de. Die im deutsch­spra­chi­gen Raum nur wenig bekann­te Best­sel­ler­au­torin Nan­cy R. Pear­cy kon­fron­tiert auf über 400 Sei­ten das säku­la­re Dog­ma der Zwei­tei­lung von Kör­per und Person/Geist mit der chris­t­­lich-bibli­­schen Sicht auf den Kör­per. Die von Fran­cis Scha­ef­fer (L’A­b­ri) gepräg­te Autorin hat ein gut ver­ständ­li­ches Buch ver­fasst und mit zahl­rei­chen Quel­len belegt. Beim Lesen tuen sich ethi­sche Abgrün­de auf, die nicht für jeder­mann ver­träg­lich sind. Ins­be­son­de­re Pre­di­ger und Ältes­te, Leh­rer und Stu­den­ten soll­ten es lesen um einen chris­t­­lich-bibli­­schen Gegen­ent­wurf mit einer gesun­den Liebe …

Tipp: Meinst du noch oder glaubst du schon?

Der aus Eng­land stam­men­de Autor Phil­ipp Nunn hat 15 Jah­re in Kolum­bi­en gelehrt und war in der Gemein­de­grün­dungs­ar­beit aktiv. Heu­te lebt er mit sei­ner Fami­lie in den Nie­der­lan­den. Phil­ipp Nunn geht in die­sem Buch der Fra­ge nach, ob das (bibli­sche) Chris­ten­tum sinn­voll und „ver­nünf­tig“ ist. Dabei geht er auf die bei­den vor­herr­schen­den Denk­an­sät­ze der meis­ten Men­schen ein. Der moder­ne Ansatz, bei dem es vor allem um die Fra­ge geht, „ob das Chris­ten­tum in sich schlüs­sig, ratio­nal und wahr ist“. Und die post­mo­der­ne Anschau­ung, bei der es eher dar­um geht, ob das Chris­ten­tum sich „rich­tig anfühlt“ und „es funk­tio­niert“. Phil­ipp Nunn ver­mei­det es, schwie­ri­ge Fra­gen mit simp­len Ant­wor­ten abzu­tun und bie­tet statt­des­sen einen bibli­schen Denk­rah­men an. Anhand von Hin­wei­sen beschreibt der Autor in sach­li­chem Ton und kla­rer Spra­che, dass es sehr gute Grün­de für den christ­li­chen Glau­ben gibt. Die­ses Buch ist beson­ders für jun­ge Leu­te mit christ­li­chem Hin­ter­grund geeig­net, und lässt sich gewinn­brin­gend von Älte­ren lesen, da es auf eine betont jugend­li­che Spra­che ver­zich­tet. Meinst du noch oder glaubst du schon?, Phil­ip Nunn, 152 Sei­ten, Christliche …

Empfehlung: Im Irrgarten

Hans Tho­mas, Im Irr­gar­ten. Gedan­ken und Noti­zen zur geis­ti­gen Lage in Kir­che und Staat, Sach­buch, 1. Auf­la­ge Ber­lin 2017, Pro BUSINESS 2017, 202 Sei­ten, 10,80 €, ISBN 978−3−86460−638−0, Pro BUSINESS, Schwe­den­stra­ße 14, 13357 Ber­lin. Es ist nicht das ers­te Mal, dass Hans Tho­mas, lang­jäh­ri­ger evan­ge­li­scher Pfar­rer, zur Feder greift und aktu­el­le Ent­wick­lun­gen in Kir­che, Staat und Gesell­schaft auf­greift und mit bei­ßen­der Kri­tik ver­sieht. Wenn ein gelehr­ter Mann, in der Mit­te des neun­ten Lebens­jahr­zehnts ste­hend, sich nicht zurück­lehnt und den Din­gen ein­fach unkom­men­tiert ihren Lauf lässt, so ruft dies doch die Fra­ge wach, was ihn dazu antreibt. Bei Hans Tho­mas lässt sich dies leicht beant­wor­ten: Er ist von tie­fer Besorg­nis um Zukunft von Kir­che und Gemein­we­sen umge­trie­ben; es ist die Sor­ge um die, die das, was da zu befürch­ten steht, voll tref­fen wird. Für Hans Tho­mas ist klar, wenn es so wei­ter­läuft, dann führt dies unwei­ger­lich zu kata­stro­pha­len, anar­chis­ti­schen Zustän­den – und das schon bald. Hans Tho­mas spricht die reli­giö­se, kul­tu­rel­le und eth­ni­sche Über­frem­dung unse­res Lan­des an, die wohl nicht aus­ge­löst, aber gera­de­zu unheim­lich ver­stärkt durch die Politik …

Besprechung: Paßt euch nicht der Welt an!

Das neue Buch von Autor Rudolf Eberts­häu­ser Passt euch nicht der Welt an ist mir zu gro­ßem Gewinn gewor­den. Vor lau­ter Dies­sei­ti­gem sind wir Gläu­bi­gen oft in Gefahr zu ver­ges­sen, dass es letzt­lich in unse­rem Leben immer um Frucht für die Ewig­keit geht. Das Netz des all­täg­lich uns Umge­ben­den und in uns Woh­nen­den will uns völ­lig in Beschlag neh­men, so dass das jetzt noch Unsicht­ba­re mit sei­nen blei­ben­den Wer­ten unse­ren Augen ent­schwin­den will. Wer denkt davon unbe­rührt zu blei­ben, belügt sich selbst. Der Autor ver­steht es, die uralte Bot­schaft der Bibel mit den Gege­ben­hei­ten unse­res Lebens zusam­men­zu­brin­gen und die­se aus die­ser Sicht zu beleuch­ten und zu hin­ter­fra­gen. Eine klar geist­li­che, aus dem Wort Got­tes abge­lei­te­te Sicht­wei­se hilft dem Leser Ori­en­tie­rung und Befrei­ung von der leicht  umstri­cken­den Sün­de (Hebrä­er 12, 1) zu fin­den. So kann unser Leben als Nach­fol­ger Jesu Chris­ti gelin­gen und zur Ehre des HERRN gelebt wer­den, was im Nor­mal­fall der Wunsch von jedem Gläu­bi­gen ist oder zumin­dest sein soll­te. Das Buch kann in Abschnit­ten gele­sen oder sogar auch als Nach­schla­ge­werk zu den ein­zel­nen Themen …

Ebertshäuser: Der priesterliche Auftrag der Gemeinde

Wozu dient eigent­lich eine christ­li­che Gemein­de? Was ist ihr Auf­trag und wozu gehen wir Sonn­tag für Sonn­tag zur Gemein­de­stun­de? Oft mache ich mir Gedan­ken, wie eine Gemein­de auf­ge­baut sein soll­te, über Kon­flik­te oder heik­le Lehr­fra­gen. Dabei geht die grund­le­gen­de Fra­ge „Wozu?“ lei­der schnell ver­ges­sen. Eine gute Hil­fe­stel­lung, um die­ser Fra­ge­stel­lung nach­zu­ge­hen, ist das Buch von Rudolf Eberts­häu­ser mit dem Titel: „Der pries­ter­li­che Auf­trag der Gemein­de und sein end­zeit­li­che Gefähr­dung“. Auf den ers­ten 80 Sei­ten wird die bibli­sche Leh­re auf­ge­ar­bei­tet, begin­nend beim aaro­ni­ti­schen Pries­ter­dienst bis zu den Lehr­brie­fen des Neu­en Tes­ta­ments. Wei­ter wird behan­delt, was der Dienst der Anbe­tung für Gott bedeu­tet und wie dies in unse­ren Gemein­den und in unse­ren per­sön­li­chen Leben ver­wirk­licht wer­den kann. Die­se Fra­gen wer­den auf unge­fähr 40 Sei­ten erörtert.

Hilfe für Zeugen Jehovas

Kein Arti­kel wird auf NIMM UND LIES häu­fi­ger auf­ge­ru­fen, als das Zeug­nis eines ehe­ma­li­gen Zeu­gen Jeho­vas. Das fas­zi­niert mich. Offen­sicht­lich ver­weist Goog­le bei der Suchanfrage„Zeugen Jeho­vas“ auf NIMM UND LIES. Die­se Gele­gen­heit möch­te ich nut­zen, um einen öffent­li­chen Auf­ruf zu star­ten. Falls Sie ein Zeu­ge Jeho­va sind, dann möch­te ich Sie bit­ten, die fol­gen­den Zei­len zu lesen. Der Weg der Zeu­gen Jeho­vas ist nicht Chris­ti Weg, weil er den Weg der Werks­ge­rech­tig­keit führt. Es ist nicht biblisch sich durch eige­ne Gerech­tig­keit erret­ten zu wol­len, denn 1 Petrus  1:13 lehrt uns: (…)Set­zet eure Hoff­nung ganz auf die Gna­de, die euch ange­bo­ten wird durch die Offen­ba­rung Jesu Chris­ti, weil Chris­tus nicht das Zen­trum der Ver­kün­di­gung ist, obwohl Chris­tus im Neu­en Tes­ta­ment über­all als Kyri­os (grie­chisch für Adonai = Got­tes­na­me) ange­spro­chen wird und obwohl Chris­tus das fleisch­ge­wor­de­ne Wort Got­tes ist. (Apg 4:12: Und ist in kei­nem ande­ren Heil, ist auch kein ande­rer Name unter dem Him­mel den Men­schen gege­ben, dar­in wir sol­len selig wer­den.) er sich auf Details kon­zen­riert, wie den rech­ten Namen Got­tes, statt auf den Weg des Heils, näm­lich Buße, …