Alle Artikel in: Gedichte/Lyrik

Ein christliches Lied, das Deutschland zur Buße ermahnt

Es ist schon eini­ge Jahr­hun­der­te her, es war im Jahr 1561, da ver­fass­te Johann Wal­ter im Rück­blick auf die damals gera­de von Gott geschenk­te Refor­ma­ti­on das fol­gen­de Gedicht:  1. Wach auf, wach auf, du deut­sches Land! Du hast genug geschla­fen, bedenk, was Gott an dich gewandt, wozu er dich erschaf­fen. Bedenk, was Gott dir hat gesandt und dir ver­traut sein höchs­tes Pfand, drum magst du wohl auf­wa­chen. 2. Gott hat dich, Deutsch­land, hoch geehrt mit sei­nem Wort der Gna­den. Ein gro­ßes Licht dir auch beschert und hat dich las­sen laden zu sei­nem Reich, welchs ewig ist, dazu du denn gela­den bist, will hei­len dei­nen Scha­den. 3. Gott hat dir Chris­tus, sei­nen Sohn, die Wahr­heit und das Leben, sein lie­bes Evan­ge­li­um aus lau­ter Gnad gege­ben; denn Chris­tus ist allein der Mann, der für der Welt Sünd gnug getan, kein Werk hilft sonst daneben.

Brief an einen Dauerzocker

Lie­ber Zocker Viel­leicht wird dich die­ser Brief ärgern. Das wün­sche ich mir eigent­lich. Weil mir Unwil­le und Wider­stand lie­ber sind als pas­si­ves Hin­neh­men. Pas­si­vi­tät deu­tet näm­lich auf Ent­täu­schung hin. Könn­te es sein, dass du zu einem bestimm­ten Zeit­punkt resi­gniert hast? Für Jungs ist die Schu­le ein Ort für sol­che Ent­täu­schun­gen. Sie ist öde. Die Inhal­te gefal­len nur Mäd­chen, die brav Voka­beln büf­feln. Dabei hät­test du es wahr­schein­lich faust­dick hin­ter den Ohren, ich mei­ne damit (auch) im Kopf. Nur ist dein Kopf nicht glei­cher­mas­sen trai­niert wie dei­ne Fin­ger. Ich fra­ge mich, was wohl gesche­hen wür­de, wenn du kon­se­quent dein Hirn trai­nie­ren wür­dest! Zuge­ge­ben, das braucht eini­ge Jähr­chen. Doch jetzt sitzt du die bes­te Zeit dei­nes Lebens ab, als ob es nichts Span­nen­de­res geben wür­de als auf eine klei­ne Glas­ta­fel zu gucken (oder auf das Tablet bzw. den PC). Und ich befürch­te, dass es tat­säch­lich nichts Span­nen­de­res gibt. Sonst wür­dest du es nicht stän­dig tun. Ein geschei­ter Mann hat gesagt: Wer ein Wozu hat, erträgt fast jedes Wie. Und ich füge hin­zu: Wer kein Wozu hat, tes­tet fast jedes …

Mein Volk, das in vergang’nen Tagen

Vor eini­gen Jah­ren bin ich auf die­ses Lied gesto­ßen, dass ich ger­ne mit euch tei­len wür­de, da der Inhalt doch unge­wöhn­lich ist im Ver­gleich zu vie­len der ande­ren alten Glau­bens­lie­der: 1. Mein Volk, das in ver­gang­nen Tagen des Her­ren Ban­ner fröh­lich schwang, dazu, von hohem Geist getra­gen, so himm­lisch schö­ne Lie­der sang, wo ist denn dei­ner Väter Glau­ben, ihr‘ fes­te Burg, ihr‘ Waff und Wehr? Du ließt dein höchs­tes Gut dir rau­ben von einem gan­zen Höl­len­heer! 2. Mein Volk, das in verfloss’nen Zei­ten mit einer hei­li­gen Geduld, ver­folgt, erträgt die schwers­ten Lei­den, gestützt auf Got­tes Vater­huld, kaum sah’n wir dich dem Leid ent­rin­nen, so warfst du dich zum Herr­scher auf, um schnell am Faden fort­zu­spin­nen, wo Rom ver­lor den blu­t’­gen Lauf! 3. Mein Volk, das eins­tens pro­tes­tier­te voll Kühn­heit wider Trug und Wahn, dass schnell dein Geist, der lang‘ ver­irr­te, betrat der Wahr­heit lich­te Bahn. Ist jener Kampf denn schon been­det, im Geist besiegt der Lüg­ner Rott‘? Weh‘ dir, du hast dein Herz gewen­det, bekämpfst das Licht nun selbst mit Spott! 4. Mein Volk, erwach aus dei­nem Schlum­mer und kehr zu dei­nem Herrn zurück, sonst …

Sarah und die Verheißung

Sie waren hoch­be­tagt und alt, Die Füße lang­sam, die Hän­de kalt, Doch als Gott sie erwähl­te vor der Welt, Da folg­ten sie treu, es hielt sie kein Geld. Gott sag­te nicht viel, doch deut­lich sein Wort Abram, du musst zie­hen an einen ande­ren Ort Über­häuft wirst mit Segen du in der frem­den Au, Dein gan­zes Geschlecht und auch dei­ne Frau. Abra­ham glaub­te dem was Gott hier sag­te, Der Weg war weit, doch kei­ner klag­te, Auch Sarah folg­te Schritt um Schritt Durch Nacht und Wüs­te ging ihr Ritt. Wie sieht er aus, die­ser neue Segen? Sarah fühl­te eine neue Hoff­nung sich regen. Gott sprach: ich wer­de euch meh­ren, Die Frau konn­te kaum dem Zwei­fel weh­ren. Und als sie nach lan­ger Rei­se Last Fan­den in Kana­an ihre Rast, Wo blieb da bloß der Ver­hei­ßung Brot, Im Lan­de herrsch­te Hun­ger, sogar der Tod. Bei Abra­ham wur­den die Sor­gen groß In Ägyp­ten, dacht er, da fin­den wir Trost, Sara sah die Schwä­che des Gat­ten Doch wür­de sie ihn nie­mals ver­ra­ten. An den sie sich lehn­te, der Mann, Der floh nach Ägyp­ten als­dann. Hier blieb Gott treu und gerecht, Er ver­schaff­te Sarah ihr Recht Zurück in der Hei­mat, spricht Gott …