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Blog: hanniel.ch

Alles aus einem christlichen Blickwinkel sehen!

Heu­te ein unge­wöhn­lich per­sön­li­cher Blog-Tipp. Und alles fing so an:

Übli­cher­wei­se fin­de ich gutes Mate­ri­al und bekom­me spä­ter das Inter­es­se auch mal den Autor ken­nen zuler­nen. Beim Blog von Han­ni­el Stre­bel habe ich die­se Erfah­rung zum ers­ten Mal umge­kehrt gemacht. Ich bin mehr­fach auf eini­ge sei­ner Arti­kel gesto­ßen, die mich eigent­lich stets nur irri­tiert zurück­ge­las­sen haben. Viel zu Intel­lek­tu­ell! Ech­te Chris­ten wür­den nichts mit BWL machen! Und schon wie­der die olle Kamel­le Home-Schoo­ling. Und wer bit­te schön sol­len Kuy­per und Bavinck sein? Ver­wirrt surf­te man wei­ter! Als Fol­gen-Ver­lag dann ein Buch von Han­ni­el ver­öf­fent­lich­te, gab ich mir erneut einen Ruck, doch tat ich das Werk bald als all­zu extra­va­gant ab.

Nun, wie kam es zum Umbruch? Alex­an­der Rem­pel, war ein­mal bei mir zu Gast und arran­gier­te ein Tref­fen mit Han­ni­el in Zürich. Ich war mäßig begeis­tert, aber doch hin­rei­chend inter­es­siert. Und nun, wow! Was mich wirk­lich gleich erreicht hat, war der ers­te Satz. Noch bevor wir ins Haus gelas­sen wur­den, erzähl­te uns Han­ni­el von einer Gebets­er­hö­rung! Ich mei­ne, ein Intel­lek­tu­el­ler, der beten muss? wo gibt es denn sowas? Im Lau­fe des Besuchs hat­te ich die Mög­lich­keit Han­niels Fami­lie ken­nen zu ler­nen. Die Ein­heit der Fami­lie begeis­ter­te mich:die Fami­lie lebt zusam­men als Ein­heit. Sowas wün­sche ich mir für mei­ne Fami­lie auch! Spä­ter hat­te ich noch die Mög­lich­keit sein Bücher­re­gal zu sehen und habe mir unfass­bar vie­le Lite­ra­tur­hin­wei­se mit­neh­men kön­nen, von denen ich sicher eini­ge Jah­re zu zeh­ren haben wer­de. Im Rück­blick wird mir deut­lich, dass ich das Chris­ten­tum viel zu eng sah, als etwas pri­va­tes, ver­bor­ge­nes für die „Reli­giö­sen Fra­gen“. Für Han­ni­el bedeu­tet Christ sein, aber Mensch zu sein! Natür­lich etwas, was ich immer auch so sagen wür­de und gesagt hät­te, aber doch nicht ein­mal ahn­te, wie inten­siv man das aus­le­ben kann!

In den nächs­ten Wochen nach mei­nem Besuch las ich aus­führ­li­cher eini­ge sei­ner Arti­kel! Sehr hilf­reich sind sei­ne Buch­re­zen­sio­nen. Han­ni­el hat bereits mehr als 600 davon ver­öf­fent­licht. Für mich per­sön­lich ein wich­ti­ger Indi­ka­tor, wenn ich ein Theo­lo­gi­sches oder sons­ti­ges Sach­buch aus­wäh­len möch­te. Die­se Rezen­sio­nen wer­den dau­er­haf­ten und blei­ben­den Wert schaf­fen und schaf­fen aus einer kar­gen deutsch­spra­chi­gen Aus­wahl die Edel­stei­ne her­aus zu picken und aus einer rie­si­gen eng­lisch­spra­chi­gen das Gute zu sie­ben. Vie­len Dank für die­sen Dienst!

Die Band­brei­te der Arti­kel ist beein­dru­ckend. Von Erzie­hung, Bil­dung, Lite­ra­tur, Zeit­ge­sche­hen, Apo­lo­ge­tik und Kul­tur­kri­tik wird sehr vie­les abge­deckt. Den zehn Jah­ren sei­ner „Blog­ge­rei“ fol­gend kann man auch sei­ner Ent­wick­lung fol­gen. Pole­mi­sche Bei­trä­ge nah­men ab, Bei­trä­ge zu Erzie­hung und ähn­li­chem wur­den sel­te­ner. Dafür gibt es nun seit eini­gen Monat, die wert­vol­len Bei­trä­ge des „Vogel­flugs“. Immer wie­der gibt es Ver­öf­fent­li­chun­gen von Pre­dig­ten, auch mal auf Schwy­zer­dütsch, was ich lang­sam anfan­ge zu lie­ben. Ins­ge­samt erken­ne ich die­se roten Lini­en:

Han­ni­el schreibt per­sön­lich und direkt. Auch ein Grund war­um ich die­se Rezen­si­on so deut­lich emo­tio­nal ver­fasst habe und auf eine küh­le sach­li­che Dar­stel­lung ver­zich­te.  Übri­gens, Irri­ta­tio­nen blei­ben auch bis jetzt:

  • Bei allem Ver­ständ­nis kann ich einem Kampf um eine Christ­li­che Kul­tur nicht fol­gen. Wie eine Gemein­de das umzu­set­zen hat bleibt unklar. Zudem bleibt der blei­er­ne Bei­geschmack der Geschichts­er­fah­rung, die immer wie­der zeig­te, wie bit­ter sakra­le Kul­tu­ren ver­sag­ten. Ein Bei­spiel zur Erläu­te­rung: Dating! Ich fol­ge voll­stän­dig der Argu­men­ta­ti­on, hät­te aber Angst vor einer Umset­zung in Kir­chen und Gemein­den. Meis­tens bleibt kal­tes und gleich­gül­ti­ges (auch pha­ri­säi­sches) Gesetz übrig, was am Men­schen vor­bei­geht. Bleibt für eine christ­li­che Kul­tur nur der Rah­men der Fami­lie?

Was half mir vor­han­de­ne und anfäng­li­che Irri­ta­tio­nen zu über­win­den? Da ich Han­ni­el per­sön­lich ken­nen­ler­nen durf­te, schät­ze ich an sei­nem Blog die Authen­ti­zi­tät. Han­ni­el schreibt so, wie er ist. Die Arti­kel sind nicht beschö­nigt, und hier liegt ein gro­ßes Poten­ti­al. Oft­mals trennt man sei­ne Schreib­ar­beit poli­tisch kor­rekt vom Leben, wor­auf Han­ni­el ver­zich­tet. Hier ist er für mich, der ich eben­falls blog­ge ein Vor­bild!

Fünf lesens­wer­te Arti­kel­rei­hen zur Aus­wahl:

Per­sön­lich habe ich von hanniel.ch eines gelernt: Ich als Christ brau­che nicht wie ein Bett­ler zu säku­la­ren Lösun­gen zu eilen! Chris­tus und sein Wort haben die bes­ten Lösun­gen! Die Gemein­de darf sich hier reich­lich und satt bedie­nen! Wenn wir doch mehr von die­sem uralten (aber unver­gäng­li­chen) Schatz her­aus­gra­ben könn­ten, und Berei­che die wir längst ver­lo­ren haben, wie „Bil­dung“, „Seel­sor­ge“, „Erzie­hung“ wie­der zurück­rau­ben könn­ten!

Ach­tung: Die Ver­fol­gung von Hanniel.ch ist inten­siv! eine täg­li­che Her­aus­for­de­rung!

 

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