Erbauliches, Leben als Christ
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Kann ich sicher sein, dass ich gerettet bin?

Vie­le Gemein­de­glie­der sind geplagt von Zwei­feln über ihre Erlö­sung. Satan flüs­tert ihnen ein, dass es unmög­lich sei für sol­che Sün­der – wie sie es sind – im Stand der Gna­de zu sein. Und eini­ge Gemein­den ver­schlim­mern das Pro­blem auch noch, indem sie leh­ren, dass es für Gläu­bi­ge mög­lich sei, ihr Heil zu ver­lie­ren. Aber Heils­ge­wiss­heit ist in die­sem Leben mög­lich. In der Tat – wie Dr. R. C. Sproul in die­sem Cru­ci­al Ques­ti­ons (Ent­schei­den­de Fra­gen) Büch­lein argu­men­tiert – ist es die Pflicht eines Chris­ten, sei­ne Beru­fung und Erwäh­lung fest zu machen (2. Petrus 1,10). Um den Gläu­bi­gen zu hel­fen, die­ses Ziel zu errei­chen, erklärt Dr. Sproul die Gewiss­heit, zeigt wie wir sie erlan­gen kön­nen, ent­hüllt die Seg­nun­gen, die sie ver­leiht, und warnt vor den Gefah­ren fal­scher Gewiss­heit. Hier gibt es Hil­fe für sol­che, die danach rin­gen, zu wis­sen, wo sie mit Jesus Chris­tus ste­hen.

Dr. R.C. Sproul — der Grün­der und Vor­sit­zen­de von Ligo­nier Minis­tries — ist für sei­ne Fähig­keit bekannt, tie­fe Wahr­hei­ten des christ­li­chen Glau­bens zu ver­mit­teln. Er pre­digt wöchent­lich an der Saint Andrew’s in San­ford, Flo­ri­da; und kann über das täg­li­che Radio-Pro­gramm Renewing Your Mind gehört wer­den. Er ist Autor von über 70 Büchern, dar­un­ter auch: The Pray­er of the Lord. Er lebt in Long­wood, Flo­ri­da.

Das Büch­lein ist in fünf über­sicht­li­che Kapi­tel geglie­dert:

  • The strugg­le for assurance/Das Rin­gen um (Heils-)Gewissheit
  • Four kinds of people/Vier Arten von Men­schen
  • Fal­se assurance/Falsche Gewiss­heit
  • Gai­ning true assurance/Wie man wah­re Gewiss­heit erlangt
  • The source of full assuranca/Die Quel­le der vol­len Gewiss­heit

In Kapi­tel 1 geht es um das „Herr, Herr“ in der Berg­pre­digt (Mat­thä­us 7). Es gibt in der gesam­ten Bibel nur 15 Vor­kom­men, wo jemand dop­pelt mit Namen geru­fen wird. Und dann fol­gen neu­en Bei­spie­le.

… Jesus sagt, dass es vie­le gibt, die beken­nen (wie­der­ge­bo­re­ne) Chris­ten zu sein; die Ihn bei sei­nem erha­be­nen Titel: „Herr“ nen­nen, aber eigent­lich über­haupt nicht im Reich Got­tes sind. Sie gehö­ren nicht zu Ihm und wer­den nicht fähig sein, am Tag des Gerichts zu bestehen. … Wie kön­nen wir sicher sein, dass wir uns nicht selbst betro­gen haben? Wie kön­nen wir sicher sein, dass wir geret­tet sind? … Dann geht es um die­se kon­tro­vers dis­ku­tier­te Leh­re, im Licht der Kir­chen-Geschich­te. Das Gleich­nis vom Sämann wird behan­delt; und die Not­wen­dig­keit von Frucht (Römisch-Katho­li­sche Sicht vs. Pro­tes­tan­ti­sche Sicht).

In Kapi­tel 2 geht es um vier Arten von Men­schen:

  • Men­schen, die geret­tet sind und es wis­sen
  • Men­schen, die geret­tet sind und es (noch) nicht wis­sen [„Nir­gends sagt die Schrift,  dass wir den exak­ten Zeit­punkt unse­rer Bekeh­rung wis­sen müs­sen … Eines der gefähr­lichs­ten Din­ge, die wir als Chris­ten tun kön­nen, ist, dass wir unse­re Theo­lo­gie über unse­re Erfah­run­gen fest­le­gen; denn nie­man­des Erfah­rung ist nor­ma­tiv für das Leben eines Chris­ten. Wir müs­sen unse­re Theo­lo­gie vom Wort Got­tes her defi­nie­ren, nicht von dem was wir füh­len.“ S. 21.23]
  • Men­schen, die uner­löst sind und es wis­sen
  • Men­schen, die uner­löst sind und es nicht wis­sen

Kapi­tel 3 behan­delt das The­ma: „Fal­sche Sicher­heit“.

  • Uni­ver­sa­lis­mus (All­ver­söh­nung)
  • Gesetz­lich­keit (Werk­ge­rech­tig­keit)
  • Sakra­men­ta­lis­mus

In Kapi­tel 4 geht es dar­um, wie man Heils­ge­wiss­heit erlangt. „Fal­sche Theo­lo­gie kann fal­sche Sicher­heit bewir­ken.“ (S. 44)

„Leu­te (in Ame­ri­ka), die sich selbst Evan­ge­li­kal nen­nen, glau­ben vie­le ver­schie­de­ne Din­ge dar­über, was mit einer Per­son pas­siert, wenn sie durch den Hei­li­gen Geist, vom geist­li­chen Tod zum geist­li­chen Leben erneu­ert wird. Dar­um ist eine sau­be­re Leh­re der Wie­der­ge­burt von ent­schei­den­der Bedeu­tung, um eine vol­le Gewiss­heit in unse­rem Stand der Gna­de und unse­rer Bezie­hung zu Gott zu haben. (S. 57)

Kapi­tel 5 zeigt dann abschlie­ßend die Quel­le der vol­len Gewiss­heit. Es geht um Wie­der­ge­burt.

  • Liebst Du Jesus? (3 Fra­gen: „liebst du Jesus voll­kom­men?“ —  „Liebst du Ihn so sehr, wie du Ihn lie­ben soll­test?“ – „Liebst du Jesus über­haupt?“)
  • Ein fal­sches Ver­ständ­nis von Erneue­rung (Wie­der­ge­burt)
  • Das „Unter­pfand“ des Geis­tes (2 Korin­ther 5,1 – 5)
  • Das Sie­gel Got­tes des Königs (2 Korin­ther 1)
  • Das inne­re Zeug­nis des Hei­li­gen Geis­tes (Römer 8; Gala­ter 5)

Alles in allem: Ein leicht ver­ständ­li­ches und fun­dier­tes Büch­lein, von einem begna­de­ten und bewähr­ten Bibel-Leh­rer. Lei­der gibt es das Buch momen­tan nur in Eng­lisch. Aber selbst mein Schul-Eng­lisch hat gereicht, um das Wesent­li­che zu ver­ste­hen. Wer über das The­ma Heils­ge­wiss­heit eine knap­pe, aber inhalts­rei­che Lek­tü­re sucht, wird hier fün­dig.

Gibt es bei Ama­zon.

Bei Ligo­nier.

Und als PDF hier: http://www.monergismbooks.com/pdfs/besuresaved.pdf

Kategorie: Erbauliches, Leben als Christ

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NIMM UND LIES - dieser Aufforderung möchte ich selbst nachkommen und andere dazu motivieren und anleiten. NIMM UND LIES zuerst die Bibel und dann gute christliche Literatur. Denn beim Lesen lässt sich vortrefflich denken (nach Leo Tolstoi). Ich lebe mit meiner Frau und unseren vier Kindern in Baden-Württemberg.

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