Erbauliches
Schreibe einen Kommentar

Zitat über Sarah Edwards‘ Frömmigkeit

Neulich las ich einige Gedanken über Sarah Edwards‘ (Jonathan Edwards‘ Frau) Frömmigkeit, unter anderem einen Ausschnitt, den ich sehr amüsant fand.

„Ein paar Jahre später war es Sarah Edwards‘ Ansehen als Christin, das einem verlegenen Pastor in Portsmouth zu Hilfe kam, seine Fassung in einem denkwürdigen Fall wiederzufinden. Dies geschah anlässlich der Ordinierung von Job Strong. Edwards war zum Predigen eingeladen worden, aber wegen der Entfernung hatte ein anderer Pastor, Samuel Moody aus New York, sich als Ersatzmann bereitgehalten, falls der Pastor aus Northampton nicht ankommen sollte. Die in der Kirche Versammelten saßen dicht gedrängt, und viele brannten darauf Edwards zu hören. Der Gottesdienst sollte anfangen, aber von dem erwarteten Prediger war nichts zu sehen. Zögernd erhob sich Moody […]. Er nahm seinen Platz ein und begann mit dem Gottesdienst. In dem Gebet, das der Predigt unmittelbar vorausging, nahm er sich die Freiheit seine eigene Enttäuschung und diejenige der Gemeindeglieder auszudrücken, weil sie auf den ‚bedeutenden Diener Gottes, Rev. Mr. Edwards aus Northampton, verzichten müssten‘. Nachdem er erst auf dieses Thema eingeschwenkt war, fuhr Moody fort, Gott für Edwards zu danken, wobei er seine Ehrerbietung für ’seine ungewöhnliche Frömmigkeit‘, seine ‚exzellente Predigtgabe‘, seinen Dienst und seine Schriften erwähnte. Ohne dass er es wusste, war Edwards in die Kirche eingetreten, kurz nachdem Moody das Gebet begonnen hatte, und stand nun still neben ihm, als er die Augen öffnete! Moody erholte sich schnell von dieser Überraschung, schüttelte Edwards die Hand und begrüßte ihn mit den Worten:

Bruder Edwards, wir sind alle sehr erfreut, dich heute hier zu sehen, was vielleicht für niemand mehr gilt als für mich selbst. Ich hätte mir aber gewünscht, dass du etwas früher oder etwas später hereingekommen wärest oder dass ich dein Kommen bemerkt hätte, denn dann hätte ich gewusst, dass du da bist. Ich hatte nicht vor, dir ins Angesicht zu schmeicheln; aber es gibt da etwas, das ich dir sagen möchte: Man erzählt, deine Frau würde einen noch geraderen Weg zum Himmel gehen als du.“

Quelle: Jonathan Edwards, CLV, 2011, S. 267-268

Übrigens: Eine kurze Buchbesprechung gab es schon auf nimm-lies.

Hinterlasse einen Kommentar!