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Zehn Fragen an Wilfried Plock

Autor von „Eine Ehe zur Ehre Gottes“ und anderen Büchern

  1. 12112215_10206263092074487_2862741706463701156_nWie kamst du dazu schriftstellerisch aktiv zu werden?

Ich habe schon vor 30 Jahren erste Artikel und Texte für Traktate / Flyer verfasst. Als ich 1997 in Willow Creek und 2000 in Saddleback gewesen war, wurde ich von mehreren evangelikalen Leitern aufgefordert, darüber ein Buch zu schreiben. So entstand Gott ist nicht pragmatisch. Seitdem sind weitere Bücher beim Christlichen Mediendienst (CMD) erschienen.

  1. Ist aktuell ein Buchprojekt geplant?

Von mir nicht; aber meine Frau wir in Kürze ihr fünftes Buch unter dem Titel Herr, ich bin verletzt – Wie ein barmherziger Gott seelische Wunden heilt veröffentlichen.

  1. Nenne uns deine drei Lieblingsbücher (neben der Bibel)?

Vom Geheimnis des Glaubens (Fritz Binde); Christus in uns (Fritz Binde); Der Weg dem Lamme nach (Georg Steinberger)

  1. Welche Bücher / Welches Buch würdest du nicht noch einmal lesen?

Eine unaufhaltsame Kraft: Gemeinde, die die Welt verändert (Erwin McManus)

  1. In welchem Bereich siehst du die größte Not in der heutigen Christenheit und wo (und/oder) wie könnte man da am besten einschreiten/helfen?

Oberflächlichkeit. Die heutige Christenheit ist 20 Kilometer breit, aber nur fünf Zentimeter tief. Da hilft nur, die Leute zum echten Bibellesen und zum Verständnis gesunder Lehre zu führen.

  1. Wie beurteilst du den reformatorischen Aufbruch unter vielen Christen aktuell?

Ambivalent. Ich freue mich über das Interesse am Evangelium, bedauere aber, dass die Präsentation dieses Evangeliums oft mit einem augustinisch-calvinistischem Erwählungsverständnis einhergeht, das ich für absolut unbiblisch halte.

  1. Wie wurdest du Christ?

Zunächst war da das Vorbild und die Belehrung meiner gläubigen Eltern. Dieses hat mich letztlich – nach einem acht Jahre langen Umweg – auf die Knie vor Gott gebracht. Damals war ich 22 Jahre alt.

  1. Was bedeutet für dich „Christ sein“?

Alles, was ich bin, weiß, kann und habe, verdanke ich allein der Gnade Gottes (1Kor 15,10). Darum möchte ich auch lernen, alles, was mir begegnet, mit Gott in Verbindung zu bringen. Ich möchte meine verbleibende Zeit auf Erden mit und für Christus leben.

  1. Worin siehst du Grundlagen für geistliches Wachstum?

Tägliches, aktives Bibellesen (das tue ich seit fast 36 Jahren), lesen guter Bücher und Artikel, Hören guter Vorträge und aktiver evangelistischer Dienst!

  1. Welche historische Person würdest du gerne Treffen und welche Fragen würdest du mit dieser besprechen wollen?

Augustin. Ich würde ihn gerne fragen, ob er sein Erwählungsverständnis Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr. von der Sekte der Manichäer übernommen hat.

3 Kommentare

  1. Lieber Bruder Wilfried, wir wollen freundlich darauf hinweisen, dass nicht nur Augustinus und Calvin, sondern von Paulus bis hin zu fast allen Reformatoren, Spurgeon und ungefähr jeden bekannten Theologen und Gottesmann der dir einfällt (z.B. George Whitefield, Jonathan Edwards, Georg Müller), die bedinungslose Erwählungslehre vertreten hat 😉

    Die arminianistische Theologie (also das Gegenteil von Calvinismus) hat erst im Zuge des Humanismus breiten Anklang im Christentum gefunden. Vorher wurde die Erwählungslehre gar nicht angezweifelt.

    Aber das ist ein langes, langes Thema, dass wir hier besser nicht ausdiskutieren sollten. 🙂

    Soli Deo Gloria.

  2. Pingback: Reformierter Spiegel #9 | Timotheus Magazin

  3. Hallo »[…]«, theologische Diskussionen die im Internet ausgetragen werden, sind zu 99% kontraproduktiv. Für beide Seiten. Wir respektieren die Haltung von Wilfried Plock, finden aber, dass die Seitenhiebe gegen die reformierte Lehre nicht für ihn sprechen. Was an Smileys unglaubwürdig ist, wissen wir nicht. Wir wollten unseren Kommentar nicht verbissen oder bitter verstanden wissen. Jeder der mit und diskutieren möchte, kann gerne per Mail Kontakt aufnehmen, nur »hier« (im Kommentar-thread) halten wir eine solche Diskussion nicht für angebracht.

    Liebe Grüße

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