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Zehn Fragen an Thomas Lange

Autor von „Zorn“ und „Der vergessene Auftrag“

  1. 792242_562034170475504_873004453_oWie kamst du dazu schriftstellerisch aktiv zu werden?

Angefangen hat es mit Beiträgen zur Zeitschrift fest & treu. Schnell merkte ich, dass mir das Schreiben große Freude bereitet. Man kann sich für bestimmte Texte Zeit lassen, intensiv darüber nachdenken, korrigieren, radieren, etc… Letztlich muss ich einfach sagen, dass es unser Herr selbst war, der mir diesen Dienst aufs Herz gelegt hat. Denn von Natur aus bin ich kein Schreiber. Das hat sich einfach entwickelt. Zu meinem ersten Buch Zorn – Das Laster der Tugendhaften gab es den Anstoß von einer Schwester im Glauben, die mein Referat zu dem Thema gehört hat. Wir unterhielten uns über das Thema Zorn und das es ein wichtiges Thema darstellt, es jedoch leider in Deutsch wenig Material darüber gibt. So kam dann die Idee, selbst einen Versuch zu wagen.

Zuletzt ist das Buch Der vergessene Auftrag von mir erschienen.

  1. Ist aktuell ein Buchprojekt geplant?

Ja. Ich habe eigentlich zwei Buchprojekte geplant. Eines dreht sich um einen Punkt, den wir alle sehr nötig haben…, das andere wird nicht verraten … 😉

  1. Nenne uns deine 3 Lieblingsbücher (neben der Bibel)?

Oh, ich habe einige Bücher, die mich ungemein beeindruckt haben und aus denen ich viel lernen durfte. Ich greife da einfach drei heraus:

1.) R.C. Sproul – Die Heiligkeit Gottes

2.) Benedikt Peters – George Whitefield

3.) Joseph Alleine – Der sichere Weg in den Himmel

  1. Welches Buch würdest du nicht noch einmal lesen?

Da gibt es auch einige. Die Kunst ist es ja, aus den guten Büchern die besten herauszufiltern 🙂 .

  1. In welchem Bereich siehst du die größte Not in der heutigen Christenheit und wo (und/oder) wie könnte man da am besten einschreiten/helfen?

der_vergessene_auftrag-cover-150619_1Das ist sicher geografisch unterschiedlich. Wenn ich es so sagen darf, macht mir die geistliche Schläfrigkeit und die damit verbundene Gleichgültigkeit vielerorts zu schaffen. Es besteht die akute Gefahr, dass das Christsein zur Tradition erstarrt. Man ist zufrieden und verändert sich nicht mehr, hat keine geistlichen Ziele mehr. Die Folge ist geistliche Trägheit, die darin mündet, den eigentlichen Auftrag der Anbetung des lebendigen Gottes (in allen Facetten) massiv zu vernachlässigen.

Ich sehe da einen Zusammenhang  zum Mangel an gesunder, biblischer und vollmächtiger Predigt. Die gottzentrierte Verkündigung wird zugunsten der Bedürfnisse des Menschen beiseitegeschoben. Die Folge ist, dass immer weniger Gott, sondern mehr der Mensch im Mittelpunkt steht.

  1. Wie beurteilst du den reformatorischen Aufbruch unter vielen Christen aktuell?

Ich freue mich, dass wieder mehr junge Leute Ausschau nach guter Literatur, wie der von Whitefield, Spurgeon oder Paul Washer halten. Einen Aufbruch an sich kann ich, zumindest in dem Gebiet, wo ich wohne, nicht erkennen.

  1. Wie wurdest du Christ?

Kurz: Anfang 1999 las ich das Johannesevangelium mit den Erklärungen von Werner Heukelbach. Gott hat es gefallen, mich dadurch zu sich zu ziehen. Er errettete mich von meinen Sünden und den Folgen davon. Vorher war ich absolut ungläubig. Ich führte mein Leben als DeeJay in der House – Trance und Technoszene.

  1. Was bedeutet für dich „Christ sein“?

ZORN-Das-Laster-der-Tugendhaften-Thomas-LangeEin Leben zur Ehre Gottes. Kein Unterschied zwischen Gemeinde – und Alltagsleben. Ständiges Bemühen, dem Herrn ähnlicher zu werden (das macht Er ja…aber wir sollen auf ihn schauen nach 2.Kor 3,18) Ferner bedeute es für mich, mir stets meiner eigenen Unzulänglichkeit und der völligen Abhängigkeit von Jesus Christus bewusst zu sein. Christ sein ist Dienst für Gott.

  1. Worin siehst du die Grundlagen für geistliches Wachstum?

Gottesfurcht – Gotteserkenntnis – Selbsterkenntnis

  1. Welche historische Person würdest du gerne Treffen und welche Fragen würdest du mit dieser besprechen wollen?

Timotheus. Ich würde ihn fragen, wie ihm zumute war, als er wegen seiner Jugend verachtet wurde.

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