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Wissen vs. Glauben

Der Glaube ist höher als die Vernunft

Carl_Spitzweg_Der_Zeitungsleser_1868In meinem Glaubensleben ist mir eine besondere Tücke meines Herzens erst in der letzten Zeit aufgefallen: Ich musste feststellen, dass ich immer wieder geneigt bin, Glauben durch Wissen zu ersetzen. Denken wir hierbei an die Auferstehung Christi. Natürlich ist die Auferstehung Christi ein historisches Faktum.

Dies kann ich wissen, auch kann ich mich mit allen historischen Einzelheiten der Auferstehung beschäftigen. Eine Harmonie der dazugehörigen Texte durchführen. Auch kann ich bekennen und wissen, dass Christus Gott ist (wenigstens dass was ich darunter verstehe, was ein Gott ist).  Dennoch kann es sein, dass ich gleichzeitig gar nicht daran glaube. Diese Dinge werden für mich nur zu einer Angelegenheit der Vernunft nicht aber zu einer Angelegenheit des Herzens.

Ich denke die Ursache dazu ist in einem gewissen Sinne historisch: Vor etwa 150 Jahren ging ein großer Kampf durch die Christenheit, der seinen Ursprung in der zunehmenden Rationalisierung hatte: Die Bibelkritik erreichte auch immer mehr reformierte und evangelikale Prediger*. Was war die neue Darstellung? Plötzlich hieß es, dass manche Wunder in der Bibel nicht wörtlich zu verstehen seien, da diese schließlich nur Projektionen jüdischer Frömmigkeit darstellen. Wichtig sei nur, dass du an diese Wunder glaubst und aus diesen Geschichten Kraft für den Alltag schöpfen kannst. So griff die Bibelkritik immer weiter um sich herum: Angefangen von den Autoren der biblischen Bücher (Konnte Petrus wirklich so tiefe Erkenntnis über die Gnostiker besitzen?), über die Wunder, wurde schließlich auch die Auferstehung Christi in Frage gestellt.**

Bibeltreue Christen waren natürlich schnell in der Lage diesen tückischen Glauben, der nur noch aus Zweifeln besteht, zu entlarven und betonten die Bedeutung der Historizität und Unfehlbarkeit der Heiligen Schrift. Klare apologetische Schriften entstanden, die zwei größten hierbei die Fundamente R.A. Torreys und die Chicago-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Bibel. Die Hauptthese dabei: Dein Glaube hat ein festes Fundament. Heute, einige Generationen weiter, sind wir als Christen oftmals geneigt, den Glauben auf das Rationale zu fixieren: Hauptsache, du weißt das Jesus auferstanden ist. Hier muss ich sagen: Dies reicht nicht. Die Bibel  hat einen festen Grund, aber dein Leben wird nur dann einen festen Grund haben, wenn du selig machenden Glauben hast, der natürlich größer ist als die Vernunft.

Natürlich ist der Glaube größer: Denn müsste ich durch Erkenntnis selig werden, würde dies voraussetzen, dass ich eine perfekte und völlige Erkenntnis von göttlichen Dingen haben soll, die ich als Mensch gar nicht erlangen kann. Der Glaube allein, sei er auch so klein wie ein Senfkorn, kann Gott wohlgefällig werden und ihn ehren. Glaube allein nimmt den ganzen Menschen ernst. Der Mensch von heute behauptet gerne, er wäre rational. Aber sieh dich um, wie oft ist der Mensch von Emotionen, Gefühlen, Trieben, Veranlagung , Hunger, Bedürfnissen und der vielen Mehr getrieben. Mir scheint, viel häufiger als vom Rationalen. Der Mensch ist nicht eine tote rational arbeitende Maschine, sondern viel mehr eine Persönlichkeit. Nur der Glaube nimmt alle Ebenen des Menschen ernst, seien es die körperlichen Bedürfnisse, seelische Nöte, Regungen der Gefühle und Triebe. Dies alles kann zu Gott gebracht werden im Glauben. Was für ein Fortschritt gegenüber blankem Wissen!

Zum Schluß: Du weißt, dass Jesus auferstanden ist? Sehr gut, aber reduziere nicht deinen Glauben auf bloßes Wissen. Nicht umsonst gibt es viele Menschen um uns, die die Lehre der Bibel ausgezeichnet gut kennen und dennoch nicht die Vergebung vor Gott besitzen.


Es ist natürlich klar, dass das Gespenst des Rationalismus bereits ab dem 15ten Jahrhundert unter den Intellektuellen immer mehr Zuspruch gewann. Das jedoch die Ideen auch das Bürgertum und die Arbeiterklasse erreichten, war erst seit dem Zeitalter der Industrialisierung der Fall. Weiterführend möchte ich an dieser Stelle auf den Wikipedia-Artikel über den „Erfinder“ der Bibelkritik verweisen: Baruch Spinoza. Kennzeichnet in diesem Fall, ist dass Bibelkritik ihren Ursprung nicht im Christentum hatte.

** Diese letzte Bastion wagte man erst recht spät anzugreifen, dennoch akzeptiert der moderne Theologe heutigentags die Auferstehung Christi höchstens im methaphorischen Sinne an: Ob Jesus tatsächlich auferstanden ist, sei nicht so wichtig, so lange die Apostel dies glauben. Ob Jesus wirklich lebt, ist ja eigentlich egal, so lange du aus dem „Glauben an die Auferstehung“ Kraft für dein Leben schöpfst. Man vergleiche dazu nur einige Artikel im Chrismon (dem „evangelischen“ Magazin).

13 Kommentare

  1. joergwilhelmganzow sagt

    „Guter Rat ist teuer“, so drückt ein menschliches Sprichwort den Wert eines guten Ratschlages aus, aber auch, dass dieser selten und dadurch wertvoll ist. Das gilt insbesondere dann, wenn man sich in einer schwierigen Situation befindet und zunächst keinen Ausweg sehen kann.
    Auch als Kinder Gottes stehen wir manches Mal vor folgenschweren Entscheidungen, die zu treffen oder Problemen, die zu lösen sind – dazu brauchen auch wir „guten Rat“. Allerdings ist solcher Rat für uns weder teuer noch schwer zu finden, denn uns stehen jederzeit mehrere Ratgeber zur Verfügung:
    1. Der Herr Jesus selbst: „Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Berater, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Friedefürst“ (Jes 9,5).
    2. Der Heilige Geist: „Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN“ (Jes 11,2).
    3. Das Wort Gottes: „Deine Zeugnisse sind auch meine Wonne, meine Ratgeber“ (Ps 119,24).
    „Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen willig gibt und nichts vorwirft, und sie wird ihm gegeben werden“ (Jakobus 1,5). Es ist ein großes Geschenk, dass wir unsere Entscheidungen und Probleme bei Ihm abgeben dürfen, Er wirft uns nichts vor! So wird uns der Herr Jesus auch heute noch, wenn wir Ihn darum bitten, durch den Heiligen Geist aus Seinem Wort den richtigen Rat für die jeweilige Situation erteilen.
    „Ich will dich unterweisen und dich den Weg lehren, den du wandeln sollst; mein Auge auf dich richtend, will ich dir raten“ (Ps 32,8). Er ist bereit uns zu raten, aber das erfordert den Blick auf den Berater (den wir leider häufig genug nicht so haben), das Vertrauen zu Ihm (das uns in vielen Situationen fehlt) und die Annahme des Beratungsangebots (was wir oft zu wenig in Anspruch nehmen).
    Als weitere Ratgeber haben wir zudem unsere Glaubensgeschwister: Als Kinder Gottes stehen wir nicht alleine da! Wir sind Mitglieder der Familie Gottes und haben auch geistliche Glaubensgeschwister zur Seite gestellt bekommen, die uns unter Gebet und anhand der Heiligen Schrift sowie der jeweiligen Situation entsprechend sicher einen guten Rat geben können (vgl. Titus 2,3-4; Spr 15,22; Spr 11,14).
    Auch wenn die Gedanken Seines Wortes über allem stehen, dürfen wir doch von der geistlichen Erfahrung unserer Glaubensgeschwister profitieren und dem Herrn dafür dankbar sein.
    „Doch ich bin stets bei dir: Du hast mich erfasst bei meiner rechten Hand; durch deinen Rat wirst du mich leiten …“ (Ps 73,23.24).

    GOTTES Segen und Beistand – Jörg aus Bayern

  2. Werner sagt

    Ich finde es schade, wenn man Wissen (bzw. die Vernunft) und den Glauben gegeneinander ausspielt. Die Schrift lehrt uns, dass es ohne Wissen keinen Glauben gibt. Jesus selbst sagt, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist (Joh 14,6). Er spielt also das Leben nicht gegen die Wahrheit aus sondern zeigt vielmehr, dass Wahrheit (Wissen) und Leben (Glaubensleben) zusammen gehören. Wir können Gott gemäß leben, weil wir die Wahrheit kennen. Von Jesus Christus geht das Wissen aus. Er ist der Grund, dass Wissen überhaupt existiert (Kol 2,3). Ich bin mir bewusst, dass es Erkenntnis ohne wahren Glauben gibt. Darüber lehrt uns z.B. Hebr 10,26. Dies heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass man waren Glauben ohne wahre Erkenntnis besitzen kann. Hier besteht die Gefahr, dass man von der anderen Seite vom Pferd fällt.

    Der weise Salomo lehrte uns schon in Sprüche 1,7: Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis; nur Toren verachten Weisheit und Zucht!

    Ich grüße euch herzlich mit den Worten des Petrus (2Pet 3,18): Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen.

  3. Ich stimme Werner zu. Obwohl ich dein Anliegen verstehe Sergej, kommst du nahe dran Glauben und Wissen gegeneinander auszuspielen, was ein falscher Gegensatz ist.

    Wissen ist ein Teil des Glaubens. Nach den Reformatoren und den Scholastikern setzt sich der Glaube folgendermaßen zusammen:
    1. Notitia Wissen und Inhalt
    2. Assensus Zustimmung, als Wahr annehmen
    3. Fiducia Herzliches Vertrauen in Jesus.

  4. Günter sagt

    Die drei Kommentare sind wirklich interessant. Hier wird mir vor Augen gestellt, wie man Worte verstehen kann. Wenn man die Worte im Sinne der Sprache – DEUTSCH – versteht, bekommt man einen anderen Inhalt. Versteht man die Wort aber aus dem Text der Ursprachen her, welche ich nur mit Nachschlagewerken, verstehen kann. Dann haben Worte wie Wissen, Glauben Weisheit, hoffen und Hoffnung ganz andere Inhalte, als ich sie vom Deutschen her kenne.

    Es steht aber auch die Frage im Raum, was haben die Scholastiker mit dem Wort der Wahrheit Gottes gemeinsam?

    Wer sich mal die Mühe macht, Wissen und Glauben oder Weisheit und Wahrheit zu verbinden und dann in einer elektronischen Konkordanz nachschlägt, wird eine erstaunliche Entdeckung machen.

    Hier auch noch eine andere interessante Aufgabe: Veränderung einmal nachschlagen, weil ja immer davon gesprochen wird, das der Mensch verändert würde.

    Viel Spaß dabei!

  5. Michael Polster sagt

    hallo liebe Geschwister ich denke ihr habt die Botschaft nicht verstanden. Dort wird nicht Glauben gegen Wissen ausgespielt, sondern die Tatsache erläutert das ein Mensch der Biblische Erkenntnis besitzt noch lange nicht in der Lage ist dieses auch zu Glauben. Wer denkt er Glaubt alles was in der Bibel steht der macht sich etwas vor,der wird vom Feind (Satan) getäuscht.
    Einige Bibebstellen reden eine deutliche Sprache über den Glauben. Matthäus 21-Vers 21-22
    Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Gauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein das mit dem Feigenbaum Geschehene tun, sondern wenn ihr zu diesem Berg sagen werdet: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! so wird es geschehen.
    Und alles, was immer ihr im Gebet glaubend begehrt, werdet ihr emfangen. Matthäus 17-Vers20-21
    er aber sprach zu ihnen: Wegen eures Kleinglaubens, denn wahrlich ,ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so werdet ihr zu diesem Berg sagen: Hebe dich weg von hier dorthin! und er wird sich hinwegheben. Und nichts wird euch unmöglich sein. Johannes 7-Vers 38
    Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
    Also von was für einen Glauben reden wir. Etwas für wahr halten ist noch lange kein Glaube. Ein jeder sollte sich prüfen und erlich zu sich seber sein was er wirklich glaubt. Denn ohne Glauben ist es unmöglich Gott zu gefallen. Ich habe diesen Glauben noch nicht, aber ich strebe danach.

  6. Sergej Pauli sagt

    Hallo Michael, danke für deinen Kommentar. Wenn wir dir helfen können, in deinem Glauben weiterzukommen, darfst du uns auch direkt kontaktieren. Wir werden unser Bestes tun.

    Bester Gruß, Sergej

  7. Werner sagt

    Hallo Michael Polster,
    die Stellen in Mat­t 17,20-21; 21,21-22; aus denen du zitierst hast, sprechen nicht über den rettenden Glauben, sondern um die Gnadengabe des Glaubens zum Dienst (vgl. dazu Röm 12,3-8).

    Was den rettenden Glauben angeht, ist dieser bei allen Kindern Gottes in gleicher Weise vorhanden. Man kann ja nicht weniger glauben, dass Jesus Christus stellvertretend für Sünder, den Zorn Gottes auf sich nahm. Dieser rettende Glaube ist gegeben, wenn man den stellvertretenden Tod Jesu Christi am Kreuz, so wie das Evangelium darüber spricht, für wahr hält.

    Der rettende Glaube kommt unzweifelhaft von Gott. Dies bedeutet aber nicht, dass er wenig mit dem Verstand zu tun hat. Glaube ist nicht ausschließlich „verstehen“ – aber ohne „Verstehen“ finden wir den „Glauben“ nicht in der Schrift.
    Wenn einem Deutschen, der kein chinesisch kann die Heilsbotschaft in Chinesisch verkündigt wird – ist Glaube unmöglich.
    Der Sünder kann sich mittels seines Verstandes nicht den Glauben erwirtschaften oder irgendwie durch besondere intellektuelle Anstrengungen dazu gelangen. Der rettende Glaube kommt von Gott (Phil 1,29; 2Pet 1,1). Das Wort Gottes ist aber gegeben, damit es verstanden und geglaubt wird – ohne Verstehen kein Glaube, kein Heil – nicht nach dem in der Schrift für uns dargelegten Weg. Ein Glaube hat notwendigerweise einen Inhalt und damit ist der Glaube mit dem Verstand verbunden.

    Daher nochmal: Etwas in der Schrift verstehen kann auch ohne Glauben funktionieren. Aber etwas in der Schrift zu Glauben kann ohne Verstehen nicht funktionieren.

  8. Richard sagt

    Ich kann hier Werner nur zustimmen.

    Es war vielleicht nicht die Absicht des Autors, aber ich finde diesen Text eher schädlich und verwirrend, statt fördernd. Leider wird in dem Text sehr deutlich Wissen im Gegensatz zum Glauben gestellt. Allein der Titel ist schon provokant und macht das deutlich. Glaube wird nicht definiert und falsche Aussagen und Schlussfolgerungen werden in den Raum gestellt, wie z.B. „Denn müsste ich durch Erkenntnis selig werden, würde dies voraussetzen, dass ich eine perfekte und völlige Erkenntnis von göttlichen Dingen haben soll, die ich als Mensch gar nicht erlangen kann.“ Wieso? Es reicht auch die Erkenntnis, die notwendig ist, um gerettet zu werden ohne gleich eine „perfekte und völlige Erkenntnis von göttlichen Dingen“ zu haben. Die Schrift sagt in 1.Petr. 1,3: „Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht dient, DURCH die ERKENNTNIS dessen, der uns berufen hat…“. Ohne Erkenntnis geht das nicht. Abgesehen davon ist die Erkenntnis allein nicht ausreichend. Es ist wichtig, was erkannt wurde und ob der Erkenntnis zugestimmt wird. Aber das worauf es ankommt, wird im Text nicht erklärt.

    Mir ist auch völlig unverständlich, was mit folgenden Sätzen gemeint sein soll: „Nur der Glaube nimmt alle Ebenen des Menschen ernst, seien die körperlichen Bedürfnisse, seelische Nöte, Regungen der Gefühle und Triebe. Dies alles kann zu Gott gebracht werden im Glauben.“ Was soll das bedeuten? Wie soll das funktionieren? Welcher Glaube? Das alles klingt mir etwas zu mystisch und nicht biblisch. Niemand kann glauben, was er nicht zuvor verstanden hat. Glaube ist, das Verstehen von Inhalten und das akzeptieren der verstandenen Inhalte. Es ist die Wahrheit, die geglaubt werden muss. Jesus sagt: „…ihr werdet die Wahrheit ERKENNEN, und die Wahrheit wird euch frei machen!“, und nicht irgendein Glaube, der nichts weiß.

  9. Richard sagt

    *Mir ist ein kleiner Fehler unterlaufen. Es ist 2. Petr. 1,3 nicht 1. Petr. 1,3.

  10. Michael Polster sagt

    Hallo liebe Geschwister ich grüße euch im Namen unseres Herrn Jesus Christus.
    Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die
    man nicht sieht. Denn durch ihn haben die Alten Zeugnis erlangt. Durch Glauben verstehen wir,
    daß die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, so daß das Sichtbare nicht aus Erscheinendem geworden ist. Hebräer 11 Vers1-3 hier seht doch aus Glauben und nicht aus Erkenntnis oder Wissen. Ich schreibe hier nicht über irgendeinem Glauben sondern über den Glauben den das Wort Gottes meint. Für mich gibt es nur einen Glauben, oder wie ist die Mehrzahl
    von Glauben? Jesus hat gesagt wir müsen von neuem geboren werden sonst können wir nicht in das Reich Gottes kommen. Wie sieht das Pracktisch aus diese neue Geburt? Das müsstet ihr doch wissen. Glaube hat nichts mit Erkenntnis oder Wissen zu tun. Durch Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain. Abel hat nicht gelesen und dann verstanden und dann geglaubt. Ich denke ihr solltet das Wort Gottes noch besser studieren damit ihr Glauben erlangt. Denn ohne Glauben ist es unmöglich Gott zu gefallen. Das heist mit Erkenntnis und Wissen erreicht ihr bei Gott garnichts.

  11. Richard sagt

    Hallo Michael,

    ich glaube, du hast nicht ganz verstanden. Zum einen ist Hebr. 11,1-3 hier fehl am Platz. Wir reden über die Definition von Glaube und Hebr. 11,1-3 definiert nicht den Glauben. Wenn ich sage, Geometrie wird in der Mathematik gelehrt, dann hab ich noch lange nicht erklärt, was ‚Geometrie‘ ist.

    Und zum anderen hab ich nicht behauptet, dass der Mensch durch Erkenntnis gerettet wird, wie es du zu behaupten scheinst. Der Glaube ist das einzige Mittel durch das ein Mensch gerettet wird, aber der Glaube rettet nicht! Was ich deutlich machen wollte ist, das Wissen/ Erkenntnis ein Bestandteil von Glauben ist, wie in meinem Beitrag zuvor erklärt. Mathias hat bereits eine Definition von Glaube gegeben: 1. Notitia – Erkenntnis/Wissen, 2. Assensus – Zustimmung. Fiducia ist lat. für Glaube und fällt daher aus der Definition von Glaube heraus. Im Griechischen (die Ursprache des NT ist Griechisch) gibt es nur ein Wort für Glauben und Vertrauen, daher ist die Unterscheidung hinfällig.

    Beachte welchen Wert die Schrift auf die Wahrheit und Wissen und Erkenntnis legt, z.B. in John 17, 2.Petr. 1,3 oder 1.Joh 5,18-20 (…wir wissen,… wir wissen,… wir wissen) u.v.m.

    Um es dir vielleicht noch deutlich zu machen: Du schreibst, „Glaube hat nichts mit Erkenntnis oder Wissen zu tun“, schreibst aber, als wenn du WEIßT, was Glaube ist. Laut deiner Definition, um es direkt zu sagen, müsstest du deinen Mund halten, wenn es um Glaube geht, weil „Glaube hat nichts mit Erkenntnis oder Wissen zu tun“. Damit hast du dir jedes Recht genommen über Glaube zu reden, wenn es um Glauben geht, weil sie nichts mit einander zu tun haben. Erkläre Glaube ohne Erkenntnis! Verstehst du?! Du kannst nicht wissen, ob du glaubst, wenn du nicht weißt, was du glaubst. Der Glaube kann sich nicht selbst erhalten, er braucht ein Objekt, das ihn erhält. Und dieses Objekt musst du kennen/ verstehen, sonst kannst du nicht daran glauben.

    Danke auch für deinen Hinweis das Wort Gottes noch mehr zu studieren, um Glauben zu erlangen. Leider weiß ich nicht, nach dem was du geschrieben hast, wozu das gut sein soll. Studieren hat nämlich mit Wissen/ Verstehen zu tun, aber das nützt ja nichts, um zu glauben…

  12. Sergej Pauli sagt

    Vielen Dank für die zahlreichen, ausführlichen und hinterfragenden Kommentare. Diese haben mir die Schwächen in meiner Darstellung gezeigt. Wenn Gott will, und wenn wir leben, werde ich bei Gelegenheit einen weiteren Artikel in dieser Richtung veröffentlichen.

  13. Michael Polster sagt

    Glauben erlangt jeder der Gottes Wort in die Tat umsetzt, wenn wir Gott gehorsam sind und das tun was er uns sagt, werden wir Glauben erlangen, lest dazu den Römerbrief der beschreibt das
    sehr ausführlich

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