Leben als Christ
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Weekview – Zeitplaner mit neuem Konzept

Mit den Zeitplanern ist das so eine Sache. Es gibt ein riesiges und unüberschaubares Angebot. Jeder Planer hat seine Vor- und Nachteile. Preislich ist für jeden etwas zu haben. Bis jetzt habe ich jedes Jahr einen anderen gekauft. Meine Ansprüche sind dabei nicht hoch gewesen. Klein muss der Planer sein, die üblichen Informationen wie Feiertage, Ferientage und so weiter beinhalten. Aber jetzt weiß ich, welchen Zeitplaner ich im nächsten Jahr gebrauchen werde.

Mir ist da nämlich ein Werbeprospekt von Weekview in die Hände gefallen. Weekview ist kein Verlag, sondern eine Marke vom Verlag SoulBooks.de in München. Nun denn, ich sah den Prospekt, fand einige Versionen vom Zeitplaner auf www.leseplatz.de und bestellte zuerst mal die günstige Starter-Version zum Test. Die Zeitplaner gibt es nämlich in verschiedenen Formaten und Ausführungen, so dass wohl jeder hier etwas Ansprechendes finden kann.

Zuerst einmal ist der Zeitplaner ein ganz normaler Zeitplaner. Aber damit ihr eine Ahnung vom Unterschied zu den herkömmlichen bekommt, lest die Einführung von der ersten Seite:

Zeit ist eins der kostbarsten Güter. Jeder besitzt sie. Wir können sie weder vermehren (durch Überstunden), noch reduzieren (durch Totschlagen). Uns bleibt nur, sie auszukaufen und sie für das Richtige und das Wesentliche zu nutzen.

Aus diesem Grund stellt der Kalender immer wieder die – anfangs vielleicht unangenehme – Frage: Was ist mir wichtig? Was will ich eigentlich erreichen?

  • in meinem Leben
  • im Jahr 2012
  • in jedem Monat
  • in jeder Woche

Das mag für manche nach Stress klingen, aber es passiert genau das Gegenteil. Wenn uns unsere Prioritäten bewusst sind, gewinnen wir viel Zeit, da eine Menge unwichtiger Dinge wegfallen.
Es sei noch die zentrale Rolle der Schaffenseinheit „Woche“ erwähnt. Wer ihren Rhythmus für sich entdeckt wird bald erfahren, dass sich seine Lebensqualität und Effektivität deutlich verbessern. Das Schöne an der Woche ist: es gibt jedes Jahr 52 Chancen sich zu optimieren. Quelle: www.weekview.de

Die Timer von Weekview wollen auf das Wesentliche im Leben hinweisen. Zwei Seiten am Anfang des Timers bieten den Freiraum um die Lebensziele und die monatlich angestrebten Ziele zu vermerken. Jeder einzelne Monat beginnt zusätzlich mit Freiraum zur Auflistung: Was ist mein Monats-Motto? Was sind meine ABC-Prioritäten? Welche mittelfristigen ToDo`stehen an? Die gleichen Fragen stehen vor jedem Wochenbeginn.

Jeden Tag im Planer ziert ein Bibelvers und lenkt auf das wesentliche im Leben. Jede Woche beginnt außerdem mit einem kurzen, biblischen Impuls.

Auf den letzten Seiten können Adressen eingetragen werden und ganze zwanzig Listen geführt werden. Der Verlag verweist hier auf die Möglichkeit, Vorschläge zur Verbesserung des Timers zu machen. Auch ich möchte hier meine Vorschläge nennen. Der erste zur wirklichen schönen Link-Liste.

Aber neben vielen guten Links ist hier auch der Verlag Down to earth aufgeführt, der auch durch zweifelhafte Bücher aufgefallen ist. So sind zwei Bücher der charismatischen Prophetin Patricia King hier erschienen. Ich wünschte mir für die nächste Ausgabe einen Verweis auf geistlich gesunde Verlage.

Eine gute Sache ist die Rufnummer-Liste. Meist profane und nützliche Dienste wie der ADAC oder die Telefonauskunft sind dabei. Schade ist, dass hier unter der „Telefonseelsorge“ das kirchliche Angebot der EKD und der römisch-katholischen Kirche erreichbar ist. Gibt es keine biblisch fundierte, seriöse evangelikale Telefonseelsorge?

Mein A5-Timer „Starter“ ist der einzige Timer mit einem illustrierten Umschlag und mir gefiel es spontan, bis ich das Paperback umdrehte und ein eher unansehnliches Motiv meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Hier wünschte ich mir vom Verlag eine bessere Motiv-Wahl.

Wirklich amüsiert hat mich der Übersichtskalender für die Feiertage und Ereignisse im kommenden Jahr. Hier kann jeder herauslesen wann die Uhr im Frühjahr und Herbst umgestellt werden. Hier erfährt man, dass die Titanic 2012 vor 100 Jahren unterging. Alles nützliche Informationen. Amüsiert hat mich aber der Hinweis vom 21. Dezember. „Weltuntergang im Mayakalender“…

Die neuen Kalender von Weekview sind wirklich anders als der Standard. Sehr viele nützliche Hilfen um „Das Leben im Blick“ zu behalten. Ich bin gespannt, wie sich der Kalender in der Praxis behaupten wird…

Daten
Verlag: SoulBooks.de
Preis: von 7,80 EUR bis 19,80 EUR
erhältlich bei: www.weekview.de, www.scm-shop.de

2 Kommentare

  1. Hallo Alex,

    vielen Dank für die sachliche und hilfreiche Rezension. Da kann ich mich gut wiederfinden. Wirklich spannend wird es in der Praxis. 2011 gab es ja die erste Version und in die 2012-Kalender sind bereits viele Verbesserungen eingearbeitet. Feedbacks sind uns sehr wichtig. Das soll ein Markenzeichen von weekview werden: „Kalender von Menschen für Menschen“. Die Kalender sollen eine Hilfe sein und dazu muss man genau hinhören, was die Leute brauchen und warum.
    Danke auch für dein konstruktives Feedback:
    * Ja, danke für den Hinweis zur Linkliste wg. „Down to earth“. Ich kenne nur das Buch „Swing“ von Kerstin Hack, das ähnlich wie das weekview-Konzept auf der 7-Tage-Schöpfung basiert. Den Verlag hab ich mir leider tiefer angesehen. Gut, dass Gott Wächter schenkt, die ihre Augen offen haben. Danke! Aber weitere gute und vertretbare Links nehmen für 2013 gerne auf.
    * Bei der Motivwahl werden wir im nächsten Jahr sicher sensibler sein. Aber der Junge, mit seiner Frische und Zielstrebigkeit, gefiel uns auf Anhieb. Der Fotograph des Bildes hat auch einige A5-Starter für seinen Bekanntenkreis bekommen. Mögen Sie dort ein Segen sein, so wie wir beten, dass Gott durch die Andachten Herzen berührt und zu sich zieht.
    * Gerne übernehmen wir Vorschläge für eine biblisch-fundierte Telefonseelsorge. Das wäre uns natürlich auch lieber.

    Überhaupt möchte ich nochmal betonen wie dankbar wir für jedes Feedback sind. Insofern haben bereits viele an diesem Kalender mitgearbeitet. Bei den Rückmeldungen im letzten Jahr gab es keine einzige, aus der wir nicht etwas lernten. Als Dankeschön bekommt jeder, der nach eingehender Nutzung ein fundiertes Feedback einsendet einen USB-Stick.

    So sind wir nun auch gespannt, wie sich die Kalender in der Praxis bewähren.
    Bei Einigen – wie auch bei mir selbst – zeigt es auf alle Fälle Wirkung
    http://www.weekview.net/?page_id=2#comment-90
    http://www.amazon.de/product-reviews/3981174054/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&showViewpoints=1

    Viele Grüße
    Nikolaus Obersteiner

  2. Hallo Klaus,

    finde ich gut, dass du (anscheinend) als Mit-Herausgeber selbst Stellung nimmst. Das nenne ich Kommunikation und Kundenfreundlichkeit :).

    Wäre echt gut, wenn ihr den einen oder anderen Kundenwunsch übernehmen würdet. Übrigens ist mir da noch ein inhaltlicher Fehler bei „Feiertage, Ereignisse 2012“ aufgefallen. Am 10. Oktober steht „Buchmesse, Leipzig“. Tatsächlich findet die Messe meines Wissens in Frankfurt statt.

    Gruß
    alex

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