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Stiftung Christliche Medien – der Glaube wurde Unternehmen

Er ist mit seinem Geld im Hintergrund wahrscheinlich der einflussreichste Mann für die Entwicklung des Christentums in Deutschland: Friedhelm Loh. Geboren 1946 nach dem Krieg wuchs er hinein in die Unternehmenstätigkeit seines Vater und übernahm mit seinem Bruder Firmen wie den Schaltschrank- und Gehäusehersteller Rittal und andere, die heute in der Friedhelm Loh Group integriert sind. Sein Name ist derart bekannt, dass sich jeder über ihn per Wikipedia informieren kann.

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7 Kommentare

  1. Joschie sagt

    Die heutige Situation im christlichen Buchhandel hat eine längere Vorgeschichte. Es begann in den 90er Jahren mit dem kaum wahrgenommenen Verschwinden der kleinen christlichen Buchläden und danach wurden auch die Büchertische, in vielen Gemeinden immer kleiner oder es gab sie gar nicht mehr. Danach gab es auch in vielen normalen Buchläden kaum noch ein Bereich für christliche Literatur. Die Gründe dafür waren vielschichtig. 2002 war ein entscheidendes Jahr. Der Hänslerverlag wurde nach dem Insolvenzvertrag umstrukturiert. Danach kam es immer mehr zu einem Prozess der Konzentrierung von Macht, in dem Sinne, das einige wenige entschieden, was in den großen Bücherkatalogen angeboten wird. Viele kleine Verlage sind kaum vertreten, so das sie auch nicht richtig wahrgenommen werden. Ich habe mit Erfolg, 2 Buchläden auf diese Verlage hinweisen können. Aber folgende Frage stelle ich mir auch selbst, sind wir bereit für gute Literatur auch etwas mehr zu bezahlen oder meinen wir, das es ja christliche Lteratur ist, sie sehr preiswert sein muß?

  2. alex sagt

    Hallo Joschie,
    deine Frage am Ende deines Kommentars scheint mir äußerst wichtig zu sein. Ich habe mich heute erst an den Kommentar einer gläubigen Christin erinnert, die sich über „hohe Preise“ bei christlichen Büchern beschwert hat. Aber ich würde was hohe Preise bei christlichen Büchern angeht unterscheiden. Ich habe den Eindruck, dass die theologisch konservativeren Verlage trotz geringerer finanzieller Spielräume stärker darum bemüht sind, vertretbare Preise anzusetzen. Wenn ein kleiner Verlag trotz knapper Kalkulation nicht in der Lage ist, günstige Preise anzubieten, dann kann ich das voll nachvollziehen. Ich finde es jedoch schade, wenn große Verlage trotz besserer Rahmenbedingungen höhere Preise kalkulieren.

  3. Peter sagt

    Ich persönlich finde es geradezu unverschämt sich über hohe Buchpreise bei christlichen Büchern zu beschweren, das ist einfach nur lächerlich. Man muss sich die Frage stellen, warum säkulare Bücher oft günstiger sind? Wegen der Auflage natürlich. Bei einer Auflage von 3000 Büchern kannst du nicht erwarten, dass das Buch viel weniger als 15 Euro kostet… Wenn konservative Verlage (abgesehen von CLV) Ihre Bücher für niedrige Preise anbieten, können wir nicht realistisch erwarten dass auch weiterhin christliche Literatur erscheint. Verlage wie Betanien und 3L haben eine gute Mischung gefunden.

  4. alex sagt

    Ich sehe es ähnlich. Die Verlage Betanien und 3L zähle ich übrigens zu den kleinen Verlagen. Es kommt ganz sicher auf die Philosophie eines Verlages an. Was treibt einen Verlag, was ist das Ziel, wo liegen die Prioritäten. Vor allem daran entscheidet sich wohl der Preis.

  5. alex sagt

    Das ist eine wirklich gute Sache! Leider habe ich nur ein paar Bücher von Erich Sauer, Jakob Kroeker und Adolf Schlatter :).

  6. Joschie sagt

    Alex, es gibt ja mehrere Möglichkeiten mitzumachen.Du kannst dich ja mal bei mir melden wenn du genaue Infos brauchst.

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