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J. Gresham Machen: The New Testament

An Introduction to its Literature and History

Hier im Blog haben wir bereits einen Text von J. Gresham Machen veröffentlicht, der die Intelligenz und Sprachbegabung des Autors zeigt: Ihr seid das Salz der Welt!

Machen ist ein Autor, der in der Lage ist ein Thema kompakt und doch umfassend darzustellen und dabei einfache Formulierungen für komplizierte Sachverhalte findet. Dies zeigt die tiefe Auseinandersetzung des Autors mit den besprochenen Themen. Hier hat man es nicht nur mit einem Autor, sondern mit einem überzeugten Christen zu tun. Machen selbst ist in Deutschland so gut wie unbekannt, und ich bin eher durch einen Zufall auf das Werk, das ich an dieser Stelle besprechen möchte, gestoßen.

Wer etwas mehr über den Autor erfahren möchte, findet eine freundlich gesinnte Zusammenfassung seines Lebens in Wikipedia.

Ein Bruder hat mir vor Jahren gesagt, am sinnvollsten zum Verständnis der Heiligen Schrift findet er diverse „Einführungen in die Bibel“. Ich konnte dies damals nicht verstehen, mit dem Vorbehalt, dass man für die Bibel ja keine Bücher zum Verständnis braucht, und der Heilige Geist uns alles erklärt.

Nötig werden Einführungen vor allem für Detailaspekte und sind extrem hilfreich für das tiefere Verständnis und das Aufdecken von Textzusammenhängen und thematischen Parallelen zwischen verschiedenen Werken. Die Auseinandersetzung mit den Gnostikern zum Beispiel kann man als Laie kaum in den Petrusbriefen oder dem Johannesbrief erkennen. Erschwerend kommt dazu das Problem der sprachlichen Übertragung dazu.

Damit man aber wiederum nicht ein Theologiestudium benötigt, um sinnvolle Aussagen zum biblischen Text zu treffen, kann es hilfreich sein, verschiedene Werke zu Rate zu ziehen. Hierzu gehört unbedingt eine Einführung in die Heilige Schrift, die hilft, Texte in ihren historischen und kulturgeschichtlichen Rahmen zu setzen.

So war mir z. B. vor dem Lesen dieses Buches immer etwas suspekt wie die Christen in der Apostelgeschichte offensichtlich jahrelang mit den Juden in den Synagogen gemeinsam (?) Gottesdienst feiern konnten und warum es so lange dauerte bis es zum offenen Konflikt kam, der in der Steinigung von Stephanus seinen Höhepunkt nahm.

Eine andere Stelle bespricht die Bedeutung der Zerstreuung der Juden für das Christentum (freie Übersetzung):

Die Zerstreuung der Juden half dem Christentum auf vierfache Weise: Erstens, waren viele der frühen christlichen Missionare selber Menschen aus der Zerstreuung und hatten somit die gleiche Schule hinter sich: die Vereinigung jüdischer Religion mit griechischer Sprache – was sehr notwendig für ihre Arbeit unter den Heiden wurde. (…) Zweitens, bedeutete die Zerstreuung auch einen Schutz durch das Gesetz:  (…) Das Christentum wurde von den Römern zunächst als jüdische Sekte gesehen. Und als solche teilte es die Privilegien des Judentums. Drittens, bereitete die Zerstreuung durch die Gründung von zahlreichen Synagogen ein Publikum für christliche Missionare vor. Schließlich war in der Septuaginta eine Griechische Bibel vorhanden

Das Buch ist in kleine Happen aufgeteilt, die mit verschiedenen Aufgaben zur Vertiefung abschließen. Das Buch ist besonders für Jugendleiter empfehlenswert, da zum Thema zusätzlich diese Aufgaben angeboten werden.

Leider ist dieses Werk nicht deutschsprachig erhältlich.

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