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G. Setzer: Die Intoleranz der Toleranten wird die Arbeit christlicher Verlage einschränken

Der Verlag CSV stellt sich vor

NIMM UND LIES: Lieber Gerrid Setzer, wie lange gibt es die Christliche Schriften-Verbreitung (CSV) bereits? Erzählen Sie uns etwas über die Gründung!

Gerrid Setzer: Die Tätigkeit des Verlages geht zurück in das Jahr 1950. Seit 1972 besteht die heutige Firmierung „Christliche Schriftenverbreitung e.V.“

logo_csv-verlag.deNIMM UND LIES: Wie sieht Ihr Verlagsprogramm aus? Wo liegen die Schwerpunkte?

Gerrid Setzer: Alles, was wir herausbringen, stellt sich dem Anspruch, den Leser zu dem Wort Gottes hinzuführen. Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit sind Kalender. Auch die bekannte Elberfelder Übersetzung spielt in unserem Verlagsprogramm eine große Rolle.

NIMM UND LIES: Welches Buch aus Ihrem Sortiment hat sie am meisten geprägt? Gibt es dazu eine Geschichte?

Gerrid Setzer: Hier möchte ich das Buch Hilfe für den Glaubensweg von J.N. Darby nennen. Dieses Buch wurde mir als Zivildienstleistender im Altenheim von einer alten Glaubensschwester in Christus geschenkt. Während einer Nachtwache habe ich das Buch komplett durchlesen können. Es war eine unvergessliche Nacht!

NIMM UND LIES: Nach welchen Kriterien entscheiden Sie über Neuerscheinungen? Wollen Sie auch verraten, was als nächstes kommt?

Gerrid Setzer: Die oberste Priorität ist natürlich die Treue zu Gottes Wort. Darüber hinaus ist es unser Wunsch, Lücken im Buchprogramm zu füllen und auf Bedürfnisse der Leserschaft einzugehen.

Es kommt einige Neuerscheinungen in Kürze. Ich möchte jetzt nur ein Buch nennen:  Die Arche Noah – Mythos oder Wahrheit von Dr. Stefan Drüeke. Ein hilfreiches und interessantes Buch, in dem auch der biblische Text über die Arche gründlich untersucht wird.

3512_0NIMM UND LIES: Welches Buch im letzten Jahr war der Toptitel Ihres Verlages?

Gerrid Setzer: Das war der Kalender Die gute Saat. Und das wird auch dieses Jahr so sein.

NIMM UND LIES: Welchem Buch würden Sie eine besonders große Verbreitung wünschen?

Gerrid Setzer: Der Serie Grundzüge des Neuen Testaments von F.B. Hole wünsche ich eine besonders weite Verbreitung. Die Bände sehen zwar unscheinbar aus – und lesen sich am Anfang auch so. Aber es ist doch erstaunlich, wie präzise und anschaulich Gottes Wort in dieser Serie ausgelegt wird.

NIMM UND LIES: Wie inzwischen viele christliche Verlage vertreiben Sie Ihre Titel auch als eBooks. Was hat Sie dazu bewogen neben Papierbüchern digitale Bücher anzubieten?

E-Books bieten bekanntlich viele Vorteile, die gerade von der jüngeren Generation geschätzt werden. Deshalb wollen wir unsere Literatur auch auf diesem Weg verbreiten.

NIMM UND LIES: Was meinen Sie, wie wird es auf dem christlichen Buchmarkt in zehn Jahren aussehen?

Gerrid Setzer: Der christliche Buchmarkt wird meines Erachtens mit zwei großen Problemen zu kämpfen haben:

Von innen: Oberflächlichkeit, Gleichgültigkeit im Blick auf die Bibel. Verleger stehen in Versuchung, sich darauf in einer falschen Weise einzulassen.

Von außen: Die Intoleranz der neuen Toleranz. Wie stark das die verlegerische Tätigkeit in zehn Jahren einschränken wird, ist schwer zu sagen. Aber das Problem kommt auf uns zu …

NIMM UND LIES: Wie wird Ihrer Meinung nach die Zukunft der stationären christlichen Buchhandlungen und der christlichen Onlineshops aussehen?

Gerrid Setzer: Die stationären christlichen Buchhandlungen werden es noch schwerer als heute haben. Bei Onlineshops sehe ich Wachstum. Diese Verschiebungen sind nicht aufzuhalten.

NIMM UND LIES: Welche Herausforderungen beschäftigen Sie als Verlag zur Zeit besonders stark?

Gerrid Setzer: Wir arbeiten intensiv an den Kalendern für das Jahr 2016.

NIMM UND LIES: Welches Projekt steht bei Ihnen als nächstes an?

Gerrid Setzer: Wir möchten gerne einen neuen Internetshop aufstellen. Der jetzige ist zwar noch nicht alt – aber die Entwicklung ist in diesem Bereich rasant. Und diese Entwicklung möchten wir nicht verpassen.

NIMM UND LIES: Vielen Dank für das Gespräch!

CSV_www.csv.de
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1 Kommentare

  1. Wenn nur einige wenige Verlage christliche Literatur verbreiten dürfen und nicht jedermann (durch freie Lizenzierung), dann ist die Versorgung mit derselben natürlich besonders anfällig für die Folgen von z.B. einem Verbot.

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