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Faszination Bibel III

Unter der Rubrik „Bibelerfahrung“ bietet die Zeitschrift „Faszination Bibel“ ein aufschlussreiches Redaktionsgespräch. Dieser Teil der Zeitschrift hat mich besonders traurig und besorgt gemacht.

4. Muss ich die Bibel lieben lernen

Grundsätzlich ist es gut wenn wir ehrlich sagen, wie es bei uns mit dem Bibellesen ausschaut. Es bringt nichts, sich etwas vorzumachen. Aber es ist fatal, wenn Personen, die eine Vorbildfunktion haben, ehrlich äußern, dass sie selten in der Bibel lesen. Es ist fatal, weil sie sich selbst damit schaden und auch öffentlich den Eindruck erwecken (wollen), dass man auch ganz gut ohne Bibellesen auskommen kann.

Aus meinem eigenen Leben als Christ und auch aus meinem engen Umfeld, ist mir die Tatsache bekannt, dass oft wenig und selten in der Bibel gelesen wird. Ich denke nicht gerne an diese Zeiten in meinem Glaubensleben zurück. Es waren auch nicht Zeiten, wo ich eine enge Gemeinschaft mit Gott hatte. Wie sollte sie auch eng sein, wenn man viel Zeit mit anderen Dingen verbringt, und dabei Gott auf der Strecke lässt. In diesen Zeiten brauchte ich Menschen, denen ich eine Liebe zum Wort Gottes ansehen konnte. Dadurch wurde ich motiviert, die Bibel zur Hand zu nehmen.

Bei einer Zeitschrift, die Faszination für die Bibel wecken will, erwartete ich Christen in der Redaktion, die die Bibel lieben und lesen. Das ist aber leider nicht der Fall. Wie Ulrich Eggers in dem Gespräch selbst feststellt, sind es nur drei von fünf Personen aus dem Redaktionsteam, die die Bibel regelmäßig lesen. Das hat mich stark schockiert. Ich möchte einige Gesprächsfetzen aus diesem Gespräch wiedergeben:

Jenseits vom Beruf lese ich wenig in der Bibel und erwarte nicht viel von ihr, sondern möchte meinen Glauben leben. (Ulrich Eggers)

Ich habe keine Lust, den Text oder Diamanten zu drehen und zu drehen – und es funkelt nicht. Aber es ist ja eine legitime Frage, ob überhaupt jemand die Bibel lieben muss. (Ulrich Eggers)

Als Teenager bin ich dann vom regelmäßigen Bibellesen abgekommen. Und hab bis heute nicht so richtig dorthin zurückgefunden – außer in Ausnahmesituationen. (Martin Gundlach)

In einer Krisensituation in meinem Leben hab ich nicht in der Bibel gelesen, sondern da habe ich gesungen […]. Die Bibel hatte nur indirekt Einfluss auf mein Leben. […] Aber es war nicht die Bibel, die mich gerettet hat, sondern es war Jesus selbst, der zu meinem Leben sprach. Ich weiß nicht, ob der Zugang „durch die Bibel zu Gott“ nicht manchmal überhöht wird. (Martin Gundlach)

Das sind Aussagen von dem Verlagsleiter und von dem Redaktionsleiter des Bundes-Verlages. Sicher werden sich viele Menschen mit diesen Aussagen identifizieren und die Bibel weiterhin getrost im Bücherregal oder in der Nachttischschublade lassen. Nein, diese Redaktion und diese Zeitschrift kann keine Faszination an der Bibel wecken. Denn die Leitung des Verlages und die Verantwortung für diese Zeitschrift liegen in den Händen von Menschen, die weder bibeltreu noch jesustreu sind. Hört auf Jesus:

Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und die sind es, die von mir Zeugnis geben. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.

http://www.faszination-bibel.net/
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NIMM UND LIES - dieser Aufforderung möchte ich selbst nachkommen und andere dazu motivieren und anleiten. NIMM UND LIES zuerst die Bibel und dann gute christliche Literatur. Denn beim Lesen lässt sich vortrefflich denken (nach Leo Tolstoi). Ich lebe mit meiner Frau und unseren drei Söhnen in Baden-Württemberg.

4 Kommentare

  1. Pingback: Faszination Bibel : : nimm und lies – tolle lege

  2. apologet sagt

    Hallo,
    habe Deine kritischen Rezensionen leider zu spät gelesen und 10 Probeexemplare geordert und verteilt… Heute bin ich über genau diese Stellen gestolpert: keine Erwartung an die Bibel, keine Lust sich mit dieser zu beschäftigen, keinen direkten Einfluß auf deren Leben… aber ein Hochglanzmagazin über diese produzieren.

    Ich werde wohl jedem, dem ich ein Exemplar gegeben habe dringend raten, dieses Magazin mit kritischem Blick zu lesen.
    sdg
    Andreas

  3. Was das Magazin nicht bietet, müssen wir jetzt leisten. Wir müssen selber die Bibel lesen, über den Inhalt reden, ihn erklären, andere zum Lesen motivieren und in unseren Blogs über die Bibel schreiben.

    Gott helfe uns dabei!
    eddi

  4. Das ist wirklich krass, wei kann man sein Magazin „Faszination Bibel“ nennen, wenn man alles andere als fasziniert davon ist???

    Als Alternative kann ich das „Timotheus Magazin“ empfehlen…;-) Dort wird die Bibel als ultimativer Maßstab geschätzt…;-)

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