Biografien, Leben als Christ, Mission und Evangelisation
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Die Bekehrungsgeschichte

des Missionars Charles T. Studd

196Studd_C_TIn der Fami­lie Studd war seit der Bekeh­rung des Vaters Edward Studd eini­ges anders als zuvor. Das rei­che Anwe­sen der Studds wur­de nicht mehr mit Bäl­len und Tän­zen aus­ge­füllt, son­dern ein­mal in der Woche kamen Men­schen ver­schie­de­ner Schich­ten in den gro­ßen Saal des Hau­ses um Got­tes­dienst abzu­hal­ten. Den Pre­di­ger Mr. Wea­ther­by konn­te der sieb­zehn­jäh­ri­ge Hud­son und sei­ne bei­den älte­ren Brü­der am wenigs­ten aus­ste­hen. An einem sol­chem Sonn­tag jedoch, ereig­ne­te sich fol­gen­de Bege­ben­heit:

„Hast du etwas Zeit für mich, Charles?“ frag­te Mr. Wea­ther­by. Nach­dem Sie ihm heu­te einen Streich beim Aus­rei­ten gespielt hat­ten, hat­te Charles ein schlech­tes Gewis­sen und woll­te dem Pre­di­ger nach­ge­ben: „Ja, etwas“, ant­wor­te­te er. „Nun, komm dann set­zen wir uns hier in die Ecke und reden ein biss­chen.“ „Bist du ein Christ, Charles?“ frag­te der Pre­di­ger.“ Charles Hud­son fühl­te sich etwas ein­ge­engt. Er wuss­te nicht was er sagen soll­te. Nach einer Pau­se äußer­te er jedoch: „Nun, ich bin nicht das, was Sie als Christ bezeich­nen wür­den. Aber ich habe seit mei­ner Kind­heit an Jesus Chris­tus geglaubt.“ Er ver­such­te nicht in die Augen von Mr. Wea­ther­by zu sehen.

„Nun, Charles, Gott lieb­te die Welt so sehr, dass er sei­nen ein­ge­bo­re­nen Sohn gab, damit alle die an ihn glau­be nicht ver­lo­ren gehen, son­dern das ewi­ge Leben haben sol­len. Glaubst du, dass Jesus starb?“ Charles war sich ein Moment lang unsi­cher. Er woll­te nicht in einer Fal­le gefan­gen wer­den, aber er ent­schied sich so ehr­lich zu ant­wor­ten, wie er konn­te. „Ja, ich glau­be das“, sag­te er. „Sehr gut! Glaubst du auch, dass er für dich starb?“ forsch­te Mr. Wea­ther­by wei­ter. „Ja“, mur­mel­te Charles. „Gut. Glaubst du auch an die ande­re Hälf­te des Ver­ses, dass du ewi­ges Leben haben sollst?“ „Nicht wirk­lich“, ant­wor­te­te Charles. „Ich fin­de es etwas schwie­rig zu glau­ben.“ „Ist es nicht inkon­se­quent die eine Hälf­te zu glau­ben und die ande­re nicht?“ „Ich glau­be schon“ , ant­wor­te­te Studd.

Charles_Studd

„Möch­test du auch wei­ter­hin inkon­se­quent in dem blei­ben, was du glaubst?“ „Ich hof­fe nicht“, sag­te Charles,„eines Tages wer­de ich dar­über nach­den­ken!“ „War­um nicht jetzt? Heu­te?!“ rief der Pas­tor. Als Charles dar­über nach­dach­te, ver­stand er, dass dies eine ver­nünf­ti­ge Fra­ge ist. Wie konn­te er an die eine Hälf­te des Ver­ses glau­ben und an die ande­re nicht? Er nick­te und sprach: „Ich glau­be ich bin bereit in dem kon­se­quent zu sein, was ich glau­be.“ „Wun­der­bar! Du musst erken­nen, dass ewi­ges Leben ein Geschenk ist. Und wenn dir jemand zu Weih­nach­ten ein Geschenk macht, wie reagierst du dann? Du nimmst es natür­lich an! So musst du auch das Geschenk des ewi­gen Lebens anneh­men, wel­ches Gott dir schen­ken will!“

Dies war das Gespräch, was schließ­lich dazu führ­te, dass Charles Studd sich hin­knie­te, zu Gott bete­te und Gott für sei­ne Erret­tung dank­te. Als er vom Gebet auf­stand, war Charles Studd über­rascht: Er fühl­te sich so leicht und frei. Mr. Wea­ther­by gab ihm noch ein paar Rat­schlä­ge im Bezug auf Bibel­le­sen und Gebet und sie trenn­ten sich wie­der. Als Charles wie­der in sein Zim­mer ging, beschloss er zwei Din­ge für sich: Ers­tens war es gar nicht so schlimm, Christ zu sein, und zwei­tens nahm er sich fest vor, nie­man­dem davon zu erzäh­len, was er getan hat.

Eini­ge Wochen spä­ter (die­ses Ereig­nis ereig­ne­te sich in den Som­mer­fe­ri­en), waren die drei ältes­ten Studd-Brü­der wie­der in der High School. Eines Tages beka­men Sie einen Brief von ihrem Vater. Kin­ny, der ältes­te Bru­der von Charles, las ihn zuerst. Ohne ein Wort zu sagen gab er den Brief wei­ter an Geor­ge und die­ser wie­der­um an Charles. Sie waren abso­lut sprach­los: Ihr Vater gra­tu­lier­te ihnen gemein­sam, dass sie alle drei am sel­ben Tag Chris­ten wur­den! Da muss­te Charles fest­stel­len, wie über­ra­schend doch Got­tes Wege mit sei­nen  Aus­er­wähl­ten sind!

Die Bio­gra­fie über Charles T. und Pri­scil­la Studd ist lei­der ver­grif­fen, aber als kos­ten­lo­ser PDF-Down­load erhält­lich.

4 Kommentare

  1. robert sagt

    Hal­lo, der Link zum PDF-Down­load funk­tio­niert nicht.

  2. Sergej Pauli sagt

    Hal­lo robert, dan­ke für dei­nen Hin­weis, habe den Feh­ler beho­ben

  3. Ist der Bei­trag selbst geschrie­ben oder ein Aus­schnitt aus der PDF?

  4. Sergej Pauli sagt

    Hal­lo Peter, der Bei­trag wur­de selbst ver­fasst, vor allem in Anleh­nung an eine eng­li­sche Bio­gra­phie, die ich besit­ze, aber wenn ich kor­rekt infor­miert bin, ist die­ses Erleb­nis auch ähn­lich in der deutsch­spra­chi­gen Bio­gra­phie ver­füg­bar

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