Leben als Christ
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Buchrezension: Ich kann nicht mehr!

von Helmut Prock

ich_kann_nicht_mehr-prockDie­ses Buch beschäf­tigt sich mit not­vol­len Situa­tio­nen unter­schied­lichs­ter Art, von denen die meis­ten Chris­ten im Lau­fe ihres Lebens in irgend­ei­ner Form betrof­fen sein wer­den. Kon­kret geht es dabei um Pro­ble­me in der Ehe, die Sor­ge um her­an­wach­sen­de Kin­der die sich vom Glau­ben abwen­den, Ver­su­chun­gen im per­sön­li­chen Glau­bens­le­ben wie auch um Kon­kurs, Gemein­de­pro­ble­me und die The­ma­tik des Bur­nouts.

Beim Lesen wird sehr schnell deut­lich, dass der Autor die­se Situa­tio­nen selbst durch­lebt hat. Gleich zu Beginn berich­tet er kurz von den „Schick­sals­schlä­gen“ in sei­nem per­sön­li­chen Leben, bevor er sich den ein­zel­nen The­men zuwen­det. Der Leser fühlt sich „an die Hand genom­men“ und ver­stan­den, was es ihm leicht machen wird, die prak­ti­schen und Mut machen­den Denk­an­stö­ße und Rat­schlä­ge anzu­neh­men.
Der zwei­te Teil des Buches ist eben­so wert­voll und beschäf­tigt sich mit der Lebens- und Lei­dens­ge­schich­te Hiobs.

Der Autor geht auf Hiobs Cha­rak­ter eben­so ein wie auf die ver­schie­de­nen Pha­sen von geist­li­chen Licht­bli­cken bis hin zu tiefs­ter Dun­kel­heit, die die­ser Mann durch­leb­te. Auch das Ver­hal­ten der Freun­de Hiobs wird beleuch­tet und die Art und Wei­se, wie Gott am Ende ein­greift. Die­ser Teil des Buches ver­deut­licht sehr anschau­lich das hohe Maß an Ein­füh­lungs­ver­mö­gen und Geduld, das in der Seel­sor­ge eben­so erfor­der­lich ist wie eine fun­dier­te Kennt­nis des Wor­tes Got­tes. Es wird auch nicht ver­schwie­gen, dass Fehl­ein­schät­zun­gen auf dem Gebiet der Seel­sor­ge oft fata­le Fol­gen im Leben der Betrof­fe­nen mit sich brin­gen kön­nen. Abge­run­det wird das Buch durch das letz­te Kapi­tel zum The­ma „Glau­bens­zwei­fel“.

Die­ses sehr per­sön­lich und mit viel Fein­ge­fühl geschrie­be­ne Buch ist sowohl für Betrof­fe­ne als auch für jeden, der seel­sor­ger­lich tätig ist und Men­schen auf einem schwie­ri­gen Weg beglei­ten möch­te, sehr zu emp­feh­len. Ziel des Autors ist es, dem Leser die Hoff­nung zu ver­mit­teln, dass Gott treu ist und durch jedes Leid hin­durch tra­gen wird, wenn man sich Ihm voll und ganz über­lässt:

„Ich durf­te viel ler­nen, und Got­tes Gna­de bewahr­te mir mei­nen Glau­ben. Das will ich jetzt – so gut ich es eben kann – dir, lie­ber Leser, wei­ter­ge­ben. Ich gehe davon aus, dass sich vie­le Leser die­ses Buches, sowohl Chris­ten und Nicht­chris­ten, in einer schwie­ri­gen, wenn nicht gar aus­sichts­los erschei­nen­den Lebens­si­tua­ti­on befin­den. Gera­de dir sei gesagt: Es gibt Hoff­nung!“

Chris­ti­na Neu­ge­bau­erwww.fest-und-treu.de

Titel: Ich kann nicht mehr!
Autor: Hel­mut Prock
Sei­ten: 296
For­mat: 14 x 21 cm
Ein­band: Taschen­buch
Jahr: 2012
Ver­lag: CMD
ISBN: 978−3−939833−44−4
Preis: 9,90 EUR
erhält­lich bei: CMD, leseplatz.de
als eBook erhält­lich bei: ceBooks.de

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