Leben als Christ, Mission und Evangelisation
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Berufen zum Senden – Praktische Tipps für verantwortungsvolle Christen

von Neal Pirolo

Berufen zum SendenNeal Pirolo ist Autor von „Berufen zum Senden – Praktische Tipps für verantwortungsvolle Christen“. Das Vorwort zum Buch ist von dem Deutschen Missionsleiter der „Operation Mobilisation Deutschland“ Fritz Schuler. Neal Pirolo lebt in San Diego (Kalifornien) und ist Gründer des evangelikalen amerikanischen Missionswerkes Emmaus Road International. Als Gründer und Leiter des Missionswerkes hat er sich zum Ziel genommen, Gemeinden in der praktischen Unterstützung der äußeren Mission zu schulen.

Neal Pirolo lebt in San Diego (Kalifornien) und ist Gründer des evangelikalen, amerikanischen Missionswerkes Emmaus Road International. Als Gründer und Leiter des Missionswerkes hat er sich zum Ziel genommen, Gemeinden in der praktischen Unterstützung der äußeren Mission zu schulen.

Der Autor beschreibt in 9 Kapiteln, wie wichtig es bei der Aussendung ist, dass eine Gemeinde mit ihren Missionaren Hand in Hand geht. Der Aufbau jedes Kapitels ist gleich. Es beinhaltet eine Beispielgeschichte, Tipps für Gemeinden, Biblische Wahrheiten und eine kurze Eigenarbeit. Weiter werden die einzelnen Phasen eines interkulturellen Missionaren gezeigt von Beginn seiner Berufung von Gott bis er wieder nach seiner Dienstzeit in seine Heimat zurückkehrt und in die Gemeinde eingegliedert wird. In den nächsten Kapiteln führt der Autor dem Leser vor Augen welche Unterstützungen ein Missionar bei seiner Abreise von seinem Unterstützerkreis braucht. Hier wird die moralische, logische und finanzielle Unterstützung sowie die Unterstützung durch Gebet, der Kontaktpflege und der Rückkehr des Missionaren mit vielen praktischen Möglichkeiten für den Aussendekreis erklärt, veranschaulicht und ans Herz gelegt.

Im ersten Kapitel dieses Buches beschäftigt sich der Autor mit der Frage, wie wichtig es ist, Mission zu betreiben und vergleicht die Notwendigkeit der praktischen Mission mit der Notwendigkeit in der Gemeindearbeit zu wirken anhand von Beispielen aus dem Alltag. Anhand dieser Beispiele fordert er den Leser mit der Frage heraus, wie er zur Mission steht und wofür sein Herz schlägt? Im nächsten Kapitel beschreibt der Autor die Rückkehr einer Missionarin, die ausgebrannt in ihre Heimatgemeinde zurückkam und keine Möglichkeit erhielt, von ihren Eindrücken zu berichten, weil sich auch keiner dafür interessiert hatte. Der Autor betont an dieser stelle, dass ein Missionar und die Heimatgemeinde in einem Boot sitzen und Hand in Hand gehen müssen. In den nächsten Kapiteln kommt er darauf zurück, wie dieses Hand in Hand gehen Praktisch aussehen sollte. Der Autor betont hier, dass der Weg eines Missionars nicht einfach ist und das die Gemeinde hier keine Stolpersteine in den Weg legen soll, sondern moralische Unterstützung durch verschiedene Möglichkeiten, die im Buch beschrieben werden, bieten soll. Weiter kann die Gemeinde den Missionaren darin unterstützen, wenn sie ihr logisches Denken benutzen und ihn bei seinen geschäftlichen und privaten Angelegenheiten unterstützen in der Zeit wo er im Ausland ist. Der Autor führt weiter aus, in wie fern Finanzen eine Rolle in der Mission spielen und was nicht alles erreicht werden kann, wenn Menschen spenden. In einem weiteren Kapitel betont er, wie wichtig Gebete für einen Missionaren sind, weil er auch vom Satan angefochten wird und ohne die Hilfe des Heiligen Geistes nichts bewirken kann. In der Zeit, in der ein Missionar in einer fremden Kultur und von seiner Heimat getrennt ist, sollte die Familie und die Gemeinde mit ihm den Kontakt pflegen und mit ihm kommunizieren. Er soll dabei als ein Freund betrachtet werden, dem man gerne zuhört. Im vorletzten Kapitel werden Probleme und Schwierigkeiten aufgelistet, die den Missionaren bei seiner Heimkehr begegnen können. Diese Probleme treten auf, weil sich der Missionar von seiner Heimat entfremdet hat. Diese Schwierigkeiten zeigen sich in verschiedenen Lebenslagen und Verhaltensmustern. Der Autor gibt hierzu Hilfestellung und Tipps wie einem Missionar geholfen werden kann, wenn er aus dem Missionsfeld zurückkommt. Das letzte Kapitel gibt Praxisvorschläge zu jedem Kapitel.

Analyse

Das Buch beantwortet die Frage, wie man einen Missionaren praktisch in seinem Dienst unterstützen kann. Weiter beantwortet es die Frage, welche Lasten auf Menschen liegen, die ein Herz für Mission haben, aufs Missionsfeld gehen und dort das Wort weitergeben. Das Buch wurde für Gemeinden geschrieben und nicht für Missionare. Für mich bleibt hier die Frage offen, in wie fern der Missionar sich selbst in seinem Dienst im Alltag in jedem einzelnen Bereich verhalten soll, wie es in dem Buch beschrieben wird. Eine der Stärken des Buches ist, dass es Tipps gibt, wie man mit dem Missionaren umgehen soll. Das Buch beschreibt die Situation des Missionaren so, dass man mit Missionaren mitfühlen kann. Weitere Stärken des Buches sind die Geschichten, die darin beschrieben werden. Der Autor lässt den Leser die Realität spüren, die auf dem Missionsfeld herrscht. Eine Schwäche des Buches ist, das es stark auf die Aufgaben der Gemeinde bei der Aussendung fokussiert ist und nicht so sehr auf die Aufgaben des Missionars eingeht. Das Buch war mehr als informationsreich. In den praktischen Unterstützungen habe ich von jedem Kapitel dieses Buches profitiert. Ich werde das Buch auf jeden Fall meiner Gemeindeleitung zum Lesen vorschlagen.

Bewertung

Das Buch hat mich positiv überrascht. Die zahlreichen praktischen Tipps für die Gemeinde zeigen mir, dass die Berufung nicht nur beim Missionar ist, sondern dass die Gemeinde Hand in Hand mit dem Missionar aufs Missionsfeld gehen muss. Ich kann das Buch an Menschen weiter empfehlen, die mit Missionaren zu tun haben, damit sie wissen, welche Last auf ihren Schultern liegt. Somit kann ich es jedem Christen empfehlen, weil jeder Christ etwas mit Mission zu tun haben müsste. Ich stimme Detlef Eigenbrodt zu, wenn er sagt, dass wenn 25% aller Menschen, die das Buch lesen und danach handeln, es einen Aufschwung in der Mission geben wird.

Arthur Brestel

Titel: Berufen zum Senden – Praktische Tipps für verantwortungsvolle Christen
Autor: Neal Pirolo
Sei­ten: 170
For­mat: 14 x 21
Ein­band: Taschen­buch
Jahr: 2001, 3. überarbeitete Auflage
Ver­lag: Hänssler Verlag
ISBN: 978−3−775136−64−4
Preis: ab 2,00 EUR
erhält­lich bei: booklooker.de, Amazon

Kategorie: Leben als Christ, Mission und Evangelisation

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NIMM UND LIES - dieser Aufforderung möchte ich selbst nachkommen und andere dazu motivieren und anleiten. NIMM UND LIES zuerst die Bibel und dann gute christliche Literatur. Denn beim Lesen lässt sich vortrefflich denken (nach Leo Tolstoi). Ich lebe mit meiner Frau und unseren drei Söhnen in Baden-Württemberg.

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