Armin Sieszyn: 2000 Jahre Kirchengeschichte

Man kann die Geschichte der Chris­ten­heit aus zwei ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven betrach­ten. Blickt man nur ober­fläch­lich, so könnte man von Nega­tiv­er­leb­nis­sen erdrückt wer­den. Die Geschichte der Kir­che ist vol­ler Mord, Inqui­si­tion und Ver­fol­gung Anders­gläu­bi­ger und Anders­den­ken­der. Auch an Fehl­gän­gen, eigen­ar­ti­gen Inter­pre­ta­tio­nen und frag­wür­di­ger Moral fehlt es nicht. Aber wie gesagt, die­ses Bild ent­steht nur dann, wenn man ober­fläch­lich auf den Weg der Kin­der Got­tes sieht.

Denn in Wirk­lich­keit ist wahre Kir­chen­ge­schichte eine Bestä­ti­gung der Ver­hei­ßung Got­tes, dass keine irdi­sche noch teuf­li­sche Gewalt die Gemeinde über­win­den kann. Armin Sier­szyn gelingt es, genau diese Wirk­lich­keit der Gemeinde Got­tes in sei­nem Werk aufzuzeigen.

Der erste Band der vier­bän­di­gen Aus­gabe beschäf­tigt sich mit der Urchris­ten­heit. Hier geht der Autor auf das Leben der ers­ten Chris­ten ein. Es wer­den viele Kir­chen­vä­ter vor­ge­stellt, die ers­ten theo­lo­gi­schen Angriffe auf die christ­li­che Lehre wer­den analysiert.

Der zweite Band wid­met sich dem „dunk­len“ Thema des Mit­tel­al­ters. Wobei dem Leser sehr schnell deut­lich wird, dass auch in die­ser dunk­len Zeit viele Men­schen von der Wir­kung des Evan­ge­li­ums ergrif­fen wer­den. Lesens­wert sind in die­sem Band vor allem die Dar­stel­lun­gen der Armuts­be­we­gun­gen und die Ent­ste­hun­gen der ver­schie­de­nen Klosterorden.

Der dritte Band wid­met sich der Refor­ma­tion. Wobei diese vor allem an den drei  Refor­ma­ti­ons­vä­tern Luther, Cal­vin und Zwingli dar­ge­stellt wird.

Der letzte Teil des Buches beschäf­tigt sich mit dem Pie­tis­mus, den angel­säch­si­schen Erwe­ckun­gen und geht schließ­lich auf die Her­kunft und die Ten­den­zen der heu­ti­gen moder­nen Bewe­gun­gen ein.

Das Werk beinhal­tet viele inter­es­sante Mate­ria­lien, unter ande­rem eine Aus­wahl der urchrist­li­chen Glau­bens­be­kennt­nisse, und eine Über­sicht der Weltreligionen.

Dem Autor geling es, ein schlüs­si­ges Bild des Chris­ten­tums zu erstel­len, wobei es schade ist, dass fast gar nicht auf die Ost­kir­chen und nur wenig auf evan­ge­li­kale Strö­mun­gen ein­ge­gan­gen wird.

Alles in allem kann man die­ses Buch jedem emp­feh­len, der eine kom­pakte und doch aus­führ­li­che Dar­stel­lung des Lebens der Gemeinde haben will. Wer Vor­bil­der für sein Leben sucht, fin­det in die­sem Werk mehr als einen.

Hin­weis: Das Werk wird im März neu auf­ge­legt und ist dann als Gesamt­band verfügbar.

Titel: 2000 Jahre Kir­chen­ge­schichte
Autor: Armin Sier­szyn
Sei­ten: 928
For­mat: 16,0x23,5 cm
Ein­band: Gebun­den
Jahr: 2012 (erscheint im März)
Ver­lag: SCM R. Brock­haus
Preis: 49,95
erhält­lich bei: SCM R.Brockhaus, Ama­zon

 

Buch­co­ver Quelle: SCM R.Brockhaus

Veröffentlicht von Sergej Pauli

Hallo ich bin Sergej und lese gerne Predigten, theologische Themen und christliche Aufsätze. Ich wohne mit meiner Frau Elvira und meiner Tochter Jasmina im Schwarzwald

7 Kommentare

  1. Das klingt hoch­in­ter­es­sant! Danke für den Hin­weis, muss ich mir vormerken!

  2. Ich find es gut, dass die fünf Bände aus der frü­he­ren Auf­lage nun in einem schö­nen Schin­ken auf­ge­legt wer­den. Das ist doch viel schöner :).

  3. Ich habe nach dem Erwerb von Armin Sier­szyn „2000“ Jahre Kir­chen­ge­schichte“ Band.1 – 4, diese auf ein­mal durch­ge­le­sen. Die
    Kir­chen­ge­schichte von Armin Sier­szyn ist gut geglie­dert und flüs­sig geschrie­ben, begüns­tigt durch die umfang­rei­chen Lite­ra­tur­ver­zeich­nisse kann man die Kir­chen­ge­schichte von Armin Sier­szyn auch als Nach­schla­ge­werk benut­zen. Im Band. 4 setzt Armin Sier­szyn einen beson­de­ren Schwer­punkt auf den Pie­tis­mus, im Gegen­satz dazu wer­den die Brü­der­ver­samm­lun­gen und die Hei­li­gungs­be­we­gung mit nur weni­gen Sät­zen beleuchte. Beim Lesen sollte man sich bewusst sein das der Autor öfter seine ganz eigene Schwer­punkte beim Betrach­ten der
    Kir­chen­ge­schichte setzt.

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