Alex & Brett Harris: Start

Nach dem pro­vo­ka­ti­vem ers­ten Buch der zwei Rebelution-Verfechter wollte ich nicht lange zögern und habe mir gleich Num­mer zwei gekauft. Die Lek­türe von Start ging schnell von­stat­ten und nun ist es an der Zeit, euch davon zu berichten.

Thema und Inhalt

Alex und Brett haben Yes you can geschrie­ben um gegen fal­sche Vor­stel­lun­gen anzu­ge­hen: Die jun­gen Jahre sind dazu da, her­um­zu­hän­gen und sich allein zu amü­sie­ren. Statt­des­sen for­dern die bei­den auf, Schwie­ri­ges für Gott anzupacken.

Yes you can läu­tete den Beginn der Rebelution-Bewegung ein. Start ist dage­gen dein per­sön­li­cher Rei­se­füh­rer. Er soll dir hel­fen, in der Bewe­gung der Rebe­lu­tion prak­tisch mit­zu­mi­schen. S. 8

Die inzwi­schen 22-jährigen ermu­ti­gen zum ers­ten Schritt. Oft beginnt Got­tes Pro­jekt in der Fami­lie, in der Hei­mat­ge­meinde oder in der Jugend­gruppe. Es geht nicht in ers­ter Linie darum Aben­teuer zu erle­ben oder beson­ders gro­ßen Erfolg zu erle­ben. Auch bei der Wahl des Pro­jekts für Gott kann die Ori­en­tie­rung an den beste­hen­den Fähig­kei­ten und Inter­es­sen hel­fen. Dabei sollte eine wesent­li­che Frage nicht unbe­ant­wor­tet blei­ben: „Warum will ich diese schwie­rige Auf­gabe anpa­cken?“ Ist es meine Sucht nach Aner­ken­nung? Der Wunsch nach Macht und Einfluss?

Im Kapi­tel „Wenn du eine Idee hast“ gibt es einige inter­es­sante Ant­wor­ten auf Fra­gen, die in der Ent­ste­hungs­phase eines Pro­jekts auf­tau­chen. Dar­un­ter sind so schein­bar selbst­ver­ständ­li­che und gleich­falls wich­tige Fra­gen wie: Wo sind meine Gren­zen? Was machen andere bereits, und was kann ich von ihnen ler­nen? Was gibt es zu die­sem Thema zu lesen? Wie kann ich andere (Eltern, Freunde, Gemeinde) mit einbinden?

Dann beschäf­ti­gen sich Alex und Brett mit mög­li­chen Neben­wir­kun­gen, die sich sehr gerne ein­stel­len. Auf der einen Seite die große Band­breite im Bereich Ein­bil­dung und Stolz. Auf der ande­ren Seite Ent­mu­ti­gung und Ent­täu­schung. Des­halb ist es umso wich­ti­ger, bei jedem Schritt Gott im Blick zu behal­ten. Es geht nicht um Erfolg, nicht um Begeis­te­rung oder Nie­der­la­gen. Es geht um Treue im Werk für Gott.

Doch auch die bes­ten Vor­sätze, Pro­jekte und Hin­gabe an Gott kön­nen gestört werden:

Eines Tages sitzt du in dei­nem Ses­sel und liest ein Buch über Theo­lo­gie, aus dem du viel ler­nen kannst. Plötz­lich fällt dein Blick auf den Fern­se­her. Und er sieht so leer und ein­sam aus. Und dann fällt dir ein, dass deine Lieb­lings­sen­dung ja gerade läuft. Und. Dann. Machst. Du. Die. Kiste. An. S. 154

Alex und Brett ermu­ti­gen darum zur prak­ti­schen Ver­än­de­rung des eige­nen Umfelds. Es gibt viel zu Über­den­ken. Was prägt mich? Durch was lasse ich mich beein­flus­sen? Wel­che Freunde habe ich? Brin­gen sie mich näher zu Gott oder bewir­ken sie eher das Gegen­teil? Was tue ich, wenn ich Frei­zeit habe? Stun­den­lang sur­fen, sur­fen und noch­mals sur­fen? Das Netz bie­tet so viele Mög­lich­kei­ten des ober­fläch­li­chen Zeitvertreibs.

Zum Schluss gibt es noch zwei Sto­rys über Rebe­lu­tio­näre und ihre Pro­jekte. Und für ange­hende Rebe­lu­tio­näre eine Liste mit 88 Vor­schlä­gen um vor allem die eigene Welt zu ver­än­dern. Und viel­leicht sogar auch die Umwelt.

Spra­che, Stil und Cover

Start ori­en­tiert sich vom Design noch stär­ker am ame­ri­ka­ni­schen Ori­gi­nal, als es Yes you can bereits tat. Ganz in schwarz mit einem roten kreis­run­den Fleck auf dem Cover, zieht es förm­lich an. Auch selbst das For­mat des Buches ist sehr gut gewählt. Nicht zu groß und nicht zu klein.

Autor

Alex & Brett Har­ris sind jün­gere Brü­der von Jos­hua Har­ris, der unter ande­rem das Buch „Unge­küsst und doch kein Frosch“ geschrie­ben hat. Ein Buch über den Sinn des Lebens, auch ohne zwangs­weise eine Bezie­hung mit dem ande­ren Geschlecht zu führen.

Fazit

Nor­ma­ler­weise ist Teil zwei einer Story schlech­ter als Teil eins. In diese Rich­tung ging auch meine Ver­mu­tung. Weil Yes you can (Do hard things) so gut ange­kom­men ist, musste ein­fach Teil zwei und in die­sem Fall Start (Start here) erschei­nen. Es musste „schwä­cher“ sein. Doch ich wurde in mei­ner nega­ti­ven Annahme ent­täuscht. Das Buch lohnt sich. Es ist die logi­sche Fort­set­zung vom ers­ten Buch. Auch wenn ich nicht in jedem Detail zustim­men kann, wün­sche ich, dass viele die­ses Buch bestel­len und lesen.

Daten

Titel: Start
Autor:
Alex & Brett Har­ris mit Elisa Stan­ford
Sei­ten: 224
Ein­band: Hard­co­ver
For­mat: 13 cm x 19 cm
Ver­lag: Gerth Medien
Jahr: 1. Auf­lage 2011
Preis: EUR 9,99
erhält­lich bei: Gerth Medien, lese­platz oder SCM

Veröffentlicht von Alexander Rempel

Alexander Rempel (1986), verheiratet mit Jennifer, ein Sohn und eine Tochter. Liebhaber christlicher Medien, eBook-Fan und Gründer des ersten christlichen eBook-Verlags, Folgen Verlag.

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